Lufthansa hat Zahlen für 2021 veröffentlicht. "Wir sind sehr sicher, dass der Luftverkehr in diesem Jahr einen starken Aufschwung erleben wird", so Vorstandschef Carsten Spohr. Doch so sicher sind sich die Anleger nicht.

Nach zwei Corona-Jahren und der russischen Invasion in der Ukraine steht die deutsche Lufthansa vor neuen Herausforderungen. Das Weltgeschehen lässt eine genaue Prognose nicht zu. Der Vorstand verschwieg, ob ein Sprung in die Gewinnzone 2022 möglich sei. Eine Verbesserung des operativen Geschäfts sei in Sichtweite. Als Reaktion straften Anleger die Lufthansa-Aktie ab. So verlor sie am Donnerstag etwa acht Prozent an Wert.

 

2021 beläuft sich das Verlustgeschäft des Konzerns auf etwa 2,2 Milliarden Euro. Als Rettungsanker stellte sich die Frachtsparte Lufthansa Cargo heraus, die den Verlust um zwei Drittel reduzierte. Insgesamt ein Rekordergebnis im Geschäftsfeld der Logistik. Doch auch dies kann die roten Zahlen bei der Kranich-Airline nicht verhindern. Der bereinigte operative Verlust fiel sogar noch höher aus, als Analysten erwartet hatten. Unter dem Strich stand ein Minus von 1,8 Milliarden Euro.

 

Auftrieb bringen die Buchungszahlen für Oster- und Sommerferien, die annähernd dem Pre-Corona-Jahr 2019 entsprechen. Auch der Umsatz konnte auf 16,8 Milliarden Euro gesteigert werden, was einem Plus von 24 Prozent zum Vorjahr entspricht.

 

Die Krise der Luftfahrts- und Tourismusbranche ist noch nicht abgewendet. Putins Angriffskrieg in der Ukraine stellen die Lufthansa vor neue Probleme. Treibstoff wird deutlich teurer und neue Flugrouten müssen erprobt werden.

 

Die Aussichten und Zahlen haben Anleger indes nicht positiv stimmen können. Ein heftiger Abverkauf ist die Folge.

 

Maria Windisch, wallstreet:online Zentralredaktion


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