Non-fungible Tokens, kurz NFTs, explodierten in den ersten Monaten dieses Jahres förmlich. Allein im ersten Quartal wurden über 2 Mrd. US-Dollar in NFTs gehandelt. NFTs sind eine Art digitaler Vermögenswert, ein Nachweis über das Eigentum digitaler Daten. Sie können auf bestimmten Onlinemarktplätzen frei gehandelt werden. Man kann unter anderem digitale Kunstwerke oder – auch sehr beliebt – Videos von Sportszenen besitzen und diese wie ein physisches Kunstwerk oder eine Sport-Sammelkarte kaufen und verkaufen.

Die Marke NBA Top Shot ist ein Beispiel: Hier werden Videos von Slam Dunks und sehenswerten Spielzügen aus echten Spielen der NBA gehandelt. Top Shot behauptet, mehr als eine Million Kunden zu haben und über 500 Mio. US-Dollar Umsatz zu erwirtschaften.

NFTs sind riskant

Der Hype ist groß und ich habe den Eindruck, dass es sich in den meisten Fällen um reine Spekulation handelt: Wer findet schnell den nächsten Narren, der eine Datei zu einem höheren Preis kauft, als er selbst zuvor bezahlt hat?

Sehr viel dreht sich um Überzeugungskraft. Echte Werte, gute Produkte und Nutzen für Konsumenten spielen in vielen Fällen überhaupt keine Rolle.

Doch warum engagieren sich immer mehr Spiele-Hersteller auf dem NFT-Feld?

In den letzten Wochen purzelten die NFT-Kurse. Das Volumen der Verkäufe und die Preise sind auf das Niveau vom Januar zurückgekehrt und die Blase scheint deutlich an Luft verloren zu haben. Gleichzeitig treiben jedoch einige Firmen ihre NFT-Pläne voran, darunter der Spielzeughersteller Mattel (WKN: 851704) und der Videospielehersteller Sega (WKN: A0B799).

Videospiele scheinen in der Tat von der NFT-Technologie profitieren zu können. Viele Hersteller, insbesondere Anbieter von Free-to-Play-Spielen, verdienen ihr Geld mit dem Verkauf von digitalem Zubehör, Kleidung, Waffen und Gegenständen, mit denen die Spieler ihre Spiel-Charaktere individuell gestalten und ihre Siegchancen erhöhen können.

Vorhang auf für Japans Nummer 1

Nintendo (WKN: 864009) wird oft von Investoren dafür kritisiert, dass es seine Marken und Spiele nicht genügend monetarisiere. Doch worin sich Nintendo gut versteht, ist die Erschaffung einer künstlichen Knappheit. Erinnert sei hier an den limitierten Verkauf des Spiels Super Mario 3D All-Stars. Der offizielle Verkauf endete am 31. März und sofort schossen die Preise unter Nintendo-Jüngern und Spiele-Sammlern durch die Decke.

Nintendo besitzt eine begeisterte Fan-Gemeinde und kann seine Marken emotional stark aufladen. All diese Faktoren machen das Unternehmen zu einem aussichtsreichen Player auf dem Videospiel-NFT-Sektor.

Schon heute ist Nintendo auf dem Weg zu einem weitaus profitableren, stärkeren Unternehmen. Digitale Spielekäufe und Online-Abonnements bieten höhere Margen. Auch die Monetarisierung durch Themenparks schreitet voran. Hinzu kommen zahlreiche TV-Shows und Filme.

Aus meiner Sicht ist Nintendo dank seiner starken Marken und seiner Kompetenz bei der Schaffung künstlicher Knappheiten hervorragend positioniert, um die Chancen von digitalen Gütern und NFTs zu nutzen.

Eine NFT-Chance zum 17er-KGV

Die Nintendo-Aktie ist in den letzten fünf Jahren bereits ordentlich durchgestartet. Ein Plus von 293 % steht unter dem Strich. Heute notiert sie bei 483,20 Euro (Stand: 26. Juni 2021). Im gleichen Zeitraum stieg der Umsatz um durchschnittlich 18,9 % und der Gewinn um durchschnittlich 70,1 % pro Jahr.

Und dennoch ist die Aktienbewertung weiterhin interessant. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 4,6, das Kurs-Cashflow-Verhältnis bei 13,2. Aus meiner Sicht gibt es hier noch Luft nach oben. Nintendo hat einen interessanten Weg eingeschlagen, seine starken Marken noch besser zu monetarisieren. Und die Kombination aus Videospielen, NFT-basiertem Zubehör und physischen Produkten verspricht noch eine spannende Wachstumsstory.

Der Artikel NFT-Hype: Diese Aktie hat schon um 293 % zugelegt. Und sie besitzt noch mehr Potenzial! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nintendo.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Henning Lindhoff, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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