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NHG-Beschäftigte demonstrieren in Frankfurt für Sozialtarif

11:15 Uhr 12.07.2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mehrere hundert Beschäftigte des Autozulieferers Neue Halberg Guss (NHG) haben am Donnerstag in Frankfurt für die soziale Absicherung ihrer Jobs demonstriert. Vier Wochen nach Beginn der Streiks in den Werken Saarbrücken und Leipzig suchen Geschäftsleitung und IG Metall in der Main-Metropole erneut nach Lösungsmöglichkeiten. Die Tarifverhandlungen sollten noch vor der Mittagszeit im Hochhaus Opernturm beginnen, vor dem sich etwa 600 Beschäftigte zu einer Kundgebung versammelten. Sie forderten auf Transparenten unter anderem "Halberg Guss muss leben".

In dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des Werks in Leipzig mit 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um den erwogenen Abbau von 300 der insgesamt 1500 Arbeitsplätze in Saarbrücken. Die NHG gehört seit Januar zur Prevent-Gruppe, die sich vor allem mit VW immer wieder erbittert um Lieferkonditionen gestritten hat. Die NHG stellt vor allem Motorblöcke und Antriebswellen für Autos und Lastwagen her.

Die Gewerkschaft will mit den neuen Eignern einen Sozialtarifvertrag erreichen. Er soll eine Qualifizierungsgesellschaft und einen vom Unternehmen zu füllenden Treuhandfonds beinhalten, um die Beschäftigten im Fall von betriebsbedingten Kündigungen unterstützen zu können.

Das Unternehmen dringt hingegen auf ein schnelles Ende der Streiks. Anderenfalls wackelten auch die übrigen Arbeitsplätze im Werk Saarbrücken, hatte NHG-Chef Barbaros Arslan gewarnt. Spielraum für größere finanzielle Zusagen als bisher angeboten sehe er nicht.

Erst am Freitag wird sich das Arbeitsgericht Frankfurt mit der Sache beschäftigen. Die eigentlich für Donnerstag angesetzte Verhandlung einer Klage der Geschäftsleitung gegen den Bundesvorstand der IG Metall ist auf den Freitag vertagt worden, wie NHG bestätigte./ceb/DP/jha

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