Ist Nikola nach den vermeintlichen Betrugsvorwürfen Anfang September und den Anschuldigungen sexueller Belästigungen des zurückgetretenen Nikola-Gründers mit einem blauen Auge davongekommen?

Nachdem der Leerverkäufer Hindenburg Research schwerwiegende Vorwürfe erhoben hatte, ging der Erwerb von Nikola-Aktien stark zurück. Wie der Bloomberg-Bericht zeigt, hatten einige Investoren vor den Anschuldigungen des Hindenburg-Instituts schon Zweifel an dem ehemaligen CEO.

Nikola: Wie steht der Aktienkurs?

Der Kurs der Nikola-Aktie ist, nach ihrem Hoch Anfang September, auf 34,81 US-Dollar abgefallen.

Die wichtige Frage, die sich Aktionäre des kanadischen Wasserstoff-LKW-Herstellers nun stellen, lautet: Kann der gleitende 50-Tagedurchschnitt überwunden und somit Gewinne in Richtung September-Hoch (54,56 US-Dollar) erzielt werden?

Denn sollte die Nikola-Aktie daran scheitern, kann der Kurs wieder auf 16,15 US-Dollar oder sogar auf die 10,00-US-Dollar-Marke fallen.

Nikola: Wie ist die Meinung von Chartanalysten?

Der leitenden Durchschnitt des Schlusskurses der Nikola-Aktie aus den letzten 200 Handelstagen beträgt aktuell 12,1 US-Dollar. Der letzte Schlusskurs mit 33,97 US-Dollar lag damit deutlich darüber (+180,74%). Aus diesem Grund wird Nikola von Analysten als “Buy” bewertet.

Auch auf Basis der vergangenen 50 Handelstage liegt das Ratingergebnis mit +97,61 % über dem Durchschnitt und wird somit ebenfalls als “buy” verzeichnet.

Nikola: Das Verhalten der Anleger

Im digitalen Zeitalter wird die Stimmung der Anleger größtenteils durch Social Media beeinflusst. Auch aus Diskussionen in Nikola-Foren wird ersichtlich, dass Anleger in den letzten Tagen eher ablehnend gegenüber der Aktie gestimmt sind. Die überwiegend negativen Themen und die mittlere Aktivität der Diskussionsintensität sorgen für eine “Hold”-Einschätzung von Nikola.