An den Aktienmärkten ist vermeintlich etwas Ruhe eingekehrt. Ob es sich hierbei um die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm handelt, bleibt abzuwarten. Trotz der jüngsten Verschnaufpause haben die Aktienindizes natürlich weiterhin alle Chancen, die Aufwärtsbewegung wieder aufzunehmen. Ob sie bis zum Jahresende aber tatsächlich noch einmal "eine Schippe drauf legen" können, bleibt abzuwarten. In jedem Fall müsste die Aktie des Windanlagenbauers Nordex in der aktuellen Phase noch eine Schippe drauflegen, um das Chartbild zu klären. Der Blick auf den aktuellen 12-Monats-Chart zeigt, warum das so ist und macht zudem die Dringlichkeit deutlich.

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung (22.11.) zu Nordex sah sich der Wert mit Gewinnmitnahmen konfrontiert, die mit dem Erreichen der massiven Widerstandszone um 13,0 Euro einsetzten. Um möglichst wenig charttechnisches Porzellan zu zerschlagen, sollte die Aktie die eminent wichtige Unterstützung bei 12,0 Euro verteidigen. Die hohe Relevanz der Zone um 12,0 Euro ergibt sich aus dem Aufeinandertreffen verschiedener Trend- und Unterstützungslinien. Neben der Horizontalunterstützung verlaufen in diesem Bereich auch der Anfang September dieses Jahres installierte Aufwärtstrend sowie die wichtige 200-Tage-Linie. Ein signifikanter Rutsch unter diese Marke hätte womöglich fatale Folgen gehabt und zudem Bewegungsziele im Bereich von 11,0 Euro und 10,0 Euro offeriert. Über Tage hinweg wurde um diese Schlüsselzone gerungen. Ein signifikanter Rücksetzer unter die 12,0 Euro blieb aus und am vergangenen Freitag (29.11.) drehte sich der Wind und die Aktie legte deutlich zu. Damit ist nun die Aufgabenstellung für die nächsten Tag klar umrissen: Der Aufwärtsimpuls muss sich bestätigen und im besten Fall wird nun die Widerstandsmarke von 13,0 Euro erfolgreich attackiert bzw. übersprungen. Sollte dieses Unterfangen gelingen, würden Kursziele im Bereich von 14,0 bis 14,8 Euro winken. Höhere Kursziele lassen sich aus der aktuellen Konstellation bei Canopy Growth nicht unbedingt ableiten.

Die "Schrecksekunde" scheint der Cannabis-Sektor zunächst überstanden zu haben. Nachdem es hier Mitte November kurzzeitig "Land unter" hieß und die Nervosität greifbar war, hat sich die Lage nun etwas beruhigt. Um Entwarnung zu geben, ist es noch zu früh. Eine Stabilisierung ist dennoch auszumachen. Der obere 6-Monats-Chart bei Canopy Growth zeigt es deutlich, der Wert hat sich wieder auf 25,0 CAD hoch gekämpft. Für mehr fehlt aktuell offenkundig aber die Kraft. Aus charttechnischer Sicht lässt sich das Ganz wie folgt zusammenfassen: Neue Tiefs (18,2 CAD) sind unter allen Umständen zu vermeiden. Erholungsbewegungen erlangen zudem erst Relevanz, sollten sich diese über die Marke von 30,0 CAD entwickeln können.

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