Nordex (WKN: A0D655)- und Siemens Energy (WKN: ENER6Y)-Aktien gaben heute in Frankfurt um -5,48 beziehungsweise -11,06 % nach (15.07.2021). Noch größer war mit -12,35 % der Rückgang bei der Tochtergesellschaft Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8). Siemens Energy ist zu 67,07 % an Siemens Gamesa beteiligt und deshalb direkt von dessen Entwicklung betroffen.

Obwohl der Windturbinenmarkt stark wächst und von Jahr zu Jahr zulegt, konnten Nordex und Siemens Gamesa/Siemens Energy bisher nur wenig davon profitieren. Gründe sind das kapitalintensive Geschäft und der Preisdruck innerhalb der Branche. Zudem besteht eine hohe Abhängigkeit von der Konjunktur- und Zinsentwicklung sowie von den Rohstoffpreisen.

So haben sich zuletzt die Preise vieler Rohstoffe stark verteuert. Dies wiederum drückt auf die Gewinnspannen der Unternehmen.

Siemens-Gamesa-Probleme beeinflussen Siemens Energy

Siemens Gamesa und Siemens Energy mussten deshalb jetzt ihre Gewinnprognosen korrigieren. Als Gründe dafür nennt Siemens Gamesa steigende Rohstoffpreise, aber auch Probleme im Onshore-Windgeschäft.

So sind die Kosten für die Plattform 5X insbesondere in Brasilien gestiegen, weshalb Siemens Gamesa Rückstellungen von etwa 229 Mio. Euro bilden musste. Die Situation wurde aufgrund der Pandemie in Brasilien und Indien noch einmal verschärft. Im dritten Geschäftsquartal 2021 fiel deshalb nach vorläufigen Zahlen beim EBIT ein Verlust von -150 Mio. Euro an.

Siemens Gamesa rechnet für das gesamte Geschäftsjahr 2021 nun mit einer EBIT-Marge von -1 bis 0 %, was nichts anderes als wahrscheinlich Verluste bedeutet. Der Umsatz wird am unteren Ende der Spanne zwischen 10,2 und 10,5 Mrd. Euro erwartet. Der Konzern wird seine Sparbemühungen verschärfen, um wieder profitabel zu werden. Der Turnaround im Onshore-Geschäft wird sich dennoch verzögern, wovon sich viele Anleger enttäuscht zeigten.

Siemens Energy musste daraufhin ebenfalls seine Jahresprognose senken. So geht der Konzern nun davon aus, die untere Spanne der angepassten EBITA-Marge vor Sondereffekten von 3 bis 5 % nicht mehr aufrechterhalten zu können. Das Umsatzwachstumsziel von 3 bis 8 % blieb hingegen unverändert.

Nordex verbucht zwei neue Aufträge

Nordex kämpft mit ähnlichen Problemen wie Siemens Gamesa (Siemens Energy). So kündigte das Unternehmen kürzlich abermals eine Kapitalerhöhung an. Insgesamt ist Nordex schlechter als Siemens Gamesa positioniert. Zuletzt konnte der Windturbinenhersteller dennoch eine positive Nachricht verkünden.

So erhielt Nordex aus der Region Campania (Südwestitalien) zwei Aufträge über insgesamt 54,9 Megawatt. Auftraggeber und Projektname wurden nicht bekannt. Sechs Turbinen des Typs N133/4.8 werden für einen 28,8-Megawatt-Park und fünf N149/5.X-Turbinen für einen 26,1-Megawatt-Park geliefert. Nordex wird zudem den Service für zunächst zwei Jahre mit der Verlängerungsoption auf bis zu zehn Jahre übernehmen.

Der Artikel Nordex-Aktie und Siemens Energy-Aktie: 1 gute und 1 schlechte News ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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