Unsere letzte Kommentierung zu den beiden heutigen Protagonisten Nordex und Vestas überschrieben wir am 20.05. mit „Droht eine weitere Abwärtswelle?“. Mittlerweile sind einige Handelstage ins Land gegangen und es lässt sich feststellen, dass die befürchtete Abwärtswelle bislang zumindest auf sich warten lässt. Ob damit jedoch diesbezüglich bereits die Kuh vom Eis, muss abgewartet werden. Sowohl Nordex als auch Vestas bemühen sich zwar um die Ausbildung eines tragfähigen Bodens, doch noch bleibt das Ganze eine fragile Angelegenheit. Bleiben wir zunächst bei der Aktie des dänischen Windanlagenbauers Vestas.

Vestas – Erste Ansätze einer Bodenbildung

In unserer letzten Kommentierung thematisierte wir die aktuellen Quartalszahlen von Vestas (WKN: A3CMNS  ISIN: DK0061539921  Ticker-Symbol: VWSB) und den Ende April im Verhältnis 1 zu 5 durchgeführten Aktiensplit.

Vestas

Im Allgemeinen werden Aktiensplits wohlwollend von den Marktakteuren aufgenommen, kreieren diese doch oftmals Kaufinteresse auf Anlegerseite. Ein nachhaltiger positiver Effekt lässt sich im Fall von Vestas bislang nicht ausmachen. Allerdings mühte sich die Aktie auch zuletzt, das (vorsichtige) Erholungsszenario weiter zu manifestieren. Hierbei gelang es Vestas immerhin, den Bereich um 32+ Euro zurückzuerobern. Das ist durchaus als ein wichtiger Etappensieg zu bewerten, doch die eigentliche Bewährungsprobe wartet unserer Einschätzung nach erst noch auf die Aktie. Um die Erholung entscheidend voranzutreiben, muss Vestas die Zone um 34+ Euro zurückerobern. Bis dahin ist das Ganze noch etwas mit Vorsicht zu genießen. Auf der Unterseite haben die 30,0 Euro unverändert zentrale Bedeutung für die Aktie. Sollte Vestas darunter abtauchen müssen, wäre eine Neubewertung der Lage vonnöten. Nicht viel „rosiger“ sieht es bei der Aktie des Mitbewerbers Nordex aus. Auch dieser fehlt es gegenwärtig an „Rückenwind“…

Nordex – Charttechnische Lage bleibt angespannt

Die gute Nachricht vorweg. Nordex (WKN: A0D655  ISIN: DE000A0D6554  Ticker-Symbol: NDX1) verstand es zuletzt, sich oberhalb der 17,0 Euro (letztes Verlaufstief) zu halten. Die weniger gute Nachricht jedoch gleich hinterher. Nordex vermochte es gleichzeitig aber auch nicht, auf der Oberseite für Entlastung zu sorgen.

Nordex

Damit befindet sich die Aktie weiterhin in einer Lage, die nicht ohne Risiken ist. Ein Rutsch unter die 17 Euro könnte Nordex auf der Unterseite noch einmal gehörig in Bedrängnis bringen. In den letzten Handelstagen verlagerte sich das Handelsgeschehen zwar in Richtung des wichtigen Widerstands von 20,0 Euro, aber eben nicht darüber. Ein signifikanter Vorstoß über die 20,0 Euro könnte der Aktie wichtige Impulse bringen, aber derzeit scheint der Aktie dafür die Kraft zu fehlen…

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