Man lehnt sich sicherlich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man konstatiert, dass hinter unseren beiden heutigen Protagonisten Nordex und Vestas herausfordernde Handelstage liegen. Der ganze Bereich der „grünen Aktien“ stand zuletzt unter Druck. Auch die Aktien der beiden Windanlagenbauer Nordex und Vestas mussten zuletzt Federn lassen. Bleiben wir zunächst bei der Aktie der dänischen Vestas.

Vestas – Aktie nach den Zahlen

Vestas  (WKN: A3CMNS | ISIN: DK0061539921 | Ticker-Symbol: VWSB) führte Ende April einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 5 durch. Nicht selten kreieren Aktiensplits frisches Kaufinteresse auf Anlegerseite, da die Aktie dadurch optisch billiger wirkt. Im Falle von Vestas blieb eine nachhaltige, positive Auswirkung dieser Aktion auf den Kurs bislang jedoch aus.

Vestas-Wind

Anfang Mai legten die Dänen die Ergebnisse für das erste Quartal 2021 vor, die eher durchwachsen ausfielen. Vestas gab den Umsatz im ersten Quartal mit 1,962 Mrd. Euro an; nach 2,235 Mrd. Euro im ersten Quartal 2020. Das bereinigte EBIT (earnings before interest and taxes) fiel mit -71 Mio. Euro negativ aus.

Unterm Strich wies Vestas einen Nettoverlust in Höhe von -57 Mio. Euro aus. Bereits im entsprechenden Vorjahresquartal wurde mit -80 Mio. Euro ein Nettoverlust ausgewiesen. Vestas bestätigte aber noch einmal seine Prognose für 2021 und hielt am Umsatzziel von 16 bis 17 Mrd. Euro für das Gesamtjahr fest.

Nach dem Aktiensplit muss man sich erst einmal an neue Kursbereiche gewöhnen. Aktuell unternimmt Vestas den Versuch, im Bereich von 30 Euro einen Boden auszubilden. Sollte es deutlich darunter gehen, ist Obacht geboten. Um das Thema Erholung oder gar Trendwende weiter voranzutreiben, muss Vestas in einem ersten Schritt über die Marke von 34 Euro zurückkehren.

Nordex – Aktie um einen Boden bemüht, aber…

Ob die Nordex-Aktie (WKN: A0D655 | ISIN: DE000A0D6554 | Ticker-Symbol: NDX1) gerade im Begriff ist, einen Boden auszubilden oder ob es aktuell nur die Ruhe vor der nächsten Abwärtswelle ist, bleibt noch abzuwarten.

Nordex-Aktie

In den letzten Wochen gingen zahlreiche wichtige Unterstützungen für Nordex verloren. Der Rutsch unter die Zone 22,8 Euro / 21,8 Euro wirkt noch immer nach. Der Rücksetzer unter die 20,0 Euro hat das Chartbild nochmals eingetrübt. Aktuell steht die 200-Tage-Linie im Fokus des Handelsgeschehens. Einen signifikanten Bruch sollte Nordex unter allen Umständen verhindern, anderenfalls könnte sich die Bewegung bis in den Bereich von 13,9 Euro ausdehnen.

Kurzum: Unter die 17,0 Euro (letztes Verlaufstief) darf es nicht gehen. Um eine erste Entlastung herbeizuführen, muss Nordex zurück über die 20,0 Euro. Eine nachhaltige Entspannung kann nur mit einer Rückkehr über die Zone 21,8 Euro / 22,8 Euro einhergehen.

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