Der Autozulieferer teilte am Mittwoch im Zuge der Vorlage seiner Jahreszahlen mit, dass sowohl Umsatz als auch Profitabilität in diesem Jahr erheblich steigen sollen. Besonders erfreulich für die Anleger ist zudem, dass eine überraschend hohe Dividende ausgeschüttet werden soll. Die NORMA-Aktie befindet sich leicht im Plus. 

So erging´s NORMA im Corona-Jahr

Im vergangenen Jahr hat der Maintaler die Auswirkungen der Pandemie und der hohen Umbaukosten deutlich gespürt. Insbesondere im zweiten Quartal, bevor die Nachfrage nach Verbindungstechnologie allmählich anstieg, ging die Nachfrage in vielen NORMA-Werken zurück und die Produktion wurde unterbrochen. Der Überschuss nach dem Umsatz des Konzerns ist von 58,4 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 5,5 Millionen Euro zusammengebrochen ist. NORMA gelang es jedoch die Verluste in der zweiten Jahreshälfte zu beseitigen.

Nach einem Rückgang von 12 Prozent auf rund 952 Millionen Euro wird erwartet, dass die Erlöse aus eigener Kraft 2021 wieder im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen werden. Das EBITDA soll sich um 13 Prozent erhöhen, nachdem es 2020 um 5,7 Prozent und 2019 um 13,2 Prozent gesunken ist. 

NORMA will mehr auf Elektrofahrzeuge setzen

Der Geschäftsführer Michael Schneider teilte gegenüber der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch mit: „Die Elektromobilität ist für uns eines der entscheidenden Zukunftsfelder“. Er glaubt, dass die Autoindustrie 40 bis 50 Prozent des Geschäfts ausmacht. Der NORMA-Chef erklärte: “Ob Vollelektrisch, Hybrid, Brennstoffzelle oder Wasserstoff – wir sind in allen Antriebssträngen vertreten und gut aufgestellt”.

NORMA-Chef mit optimistischer Prognose für 2021

Nach Schneiders Erwartungen sollte das erste Quartal des Geschäftsjahres (das bis Ende März dauert) „richtig gut“ sein und den Erwartungen entsprechen. Das Unternehmen für Verbindungstechnik entwickle sich dank der laufenden Umstrukturierung der Gruppe gut. Diese geht mit der Schließung des Werks in Gerbershausen und dem Verlust von 100 Arbeitsplätzen in der Maintal-Zentrale einher. „Natürlich sind in dem Programm auch ein paar schwierige Entscheidungen drin. Aber sie sind leider notwendig, um uns für die Zukunft gut aufzustellen.“

Schneider wies darauf hin, dass NORMA im vierten Quartal erneut organisch gewachsen sei. Er hofft, sich im Jahr 2021 stärker auf Geschäftsbereiche wie Wassermanagement, Industrieanwendungen und Elektrofahrzeuge konzentrieren zu können. Darüber hinaus betonte Schneider, dass der laufende Renovierungs- und Erhaltungsplan weiterhin umgesetzt werden sollte.

Dividendenausschüttung übertrifft Erwartungen 

Die Aktionäre erhalten 2020 eine Dividende von 70 Cent pro Aktie, die die Erwartungen der Analysten weit übertroffen hat. Im Vorjahr betrug die Ausschüttung aufgrund der Pandemie nur 4 Cent (gesetzliche Mindestdividende). NORMA hat klar erklärt, dass der Dividendenvorschlag darauf abzielt, fast 92 Prozent des bereinigten Ergebnisses während des Berichtszeitraums zu verteilen. Das Unternehmen beabsichtigt, die im vergangenen Jahr reduzierte Dividende teilweise auszugleichen.

Langfristig hofft NORMA, seine übliche Dividendenstrategie mit einer Ausschüttungsquote von ca. 30 Prozent bis 35 Prozent des bereinigten Ergebnisses im Berichtszeitraum wieder aufzunehmen.

NORMA-Aktie

Gegenwärtig notiert die NORMA-Aktie im XETRA-Handel mit einem Plus von 0,20 Prozent bei 39,96 Euro.