T-Mobile US will Aktien im Wert von 14 Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Die Aktie tangiert das kaum. Das Papier der Deutschen Telekom hingegen reagiert. Der DAX-Konzern könnte am Ende der große Profiteur sein.

Bis zu 14 Milliarden US-Dollar bis Ende September 2023 will die US-Tochter der Deutschen Telekom in das Aktienrückkaufprogramm stecken, das teilte das Unternehmen der Börsenaufsicht SEC mit. Allein in diesem Jahr beabsichtigt der Vorstand, noch drei Milliarden US-Dollar dafür in die Hand zu nehmen. Weniger ausstehende Aktien könnten sich positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Doch bisher reagierte die Aktie so gut wie gar nicht auf die Ankündigung. Möglicherweise hatten die Wall-Street-Analysten auf ein umfangreicheres Aktienpaket gehofft.

Dennoch trauen sie T-Mobile im Durchschnitt eine Gewinnsteigerung pro Aktie von 2,41 im Jahr 2021 auf 11,54 US-Dollar im Jahr 2025 zu. Die Konkurrenten Verizon und AT&T werden laut FactSet da nicht mithalten können.

Gut möglich, dass das Management von T-Mobile das Programm noch weiter ausdehnt. Anfang 2021 stand noch ein Betrag von rund 60 Milliarden US-Dollar für Rückkäufe im Raum. Die Aktionäre der Deutschen Telekom dürfte dieses Vorhaben freuen. Der Anteil der Bonner an der US-Tochter könnte zum Ende des dritten Quartals 2023 wohl bis auf fast 50 Prozent anwachsen, schreibt Bernstein-Analyst Stan Noel in einem Research-Bericht. Bernstein Research stuft die Aktie der Deutschen Telekom mit "Outperform" ein und hält an dem Kursziel von 25 Euro fest. Aktuell stehen die Papiere bei etwas mehr als 19 Euro und über drei Prozent im Plus.

Die Übernahme von Sprint im Jahr 2020 hat T-Mobile US eine führende Rolle im 5G-Mobilfunkzeitalter eingebracht. Die Anzahl der Kunden und der Umsatz verdoppelten sich seither. Nun, nach der kostspieligen Verzahnung werde der freie Cashflow steigen – und für den Rückkauf der Aktien eingesetzt, schreibt das Finanznachrichtenportal Barron’s.

"In jedem Fall war der genaue Zeitpunkt der von T-Mobile bis 2025 geplanten Aktienrückkäufe in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar für unsere These nie von Bedeutung, aber die jetzige Nachricht ist sicherlich willkommen", zitiert Barron’s den New-Street-Analysten Jonathan Chaplin.

Die Aktien von T-Mobile US sind seit Jahresanfang um circa 43 Prozent gestiegen. Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von rund 182,5 Milliarden US-Dollar und übertraf damit kürzlich die Rivalen Verizon Communications und AT&T.

Autor: Nicolas Ebert, wallstreet:online Zentralredaktion

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