Die aktuell zu beobachtende Konsolidierung im Technologiesektor hat zunächst auch in den Kurs der Nvidia-Aktie eine tiefe Kerbe geschlagen. Noch ist die Konsolidierung keineswegs überstanden, doch die kürzlich angekündigte Übernahme des britischen Chipdesigners Arm durch Nvidia machte der Aktie des US-Konzerns Beine. Die zentrale Frage lautet nun allerdings: Ist das nur ein Strohfeuer oder wurde das Ende der Konsolidierung eingeläutet? Die nächsten Tagen bzw. Wochen werden Aufschluss darüber geben…

Übernahme von Arm 40 Mrd. US-Dollar schwer

Der Entwickler von Grafikprozessoren und Chips Nvidia (WKN: 918422  ISIN: US67066G1040  Ticker-Symbol: NVD) hat sich in den letzten Jahren fulminant entwickelt und konnte seine Marktkapitalisierung massiv steigern. Die Übernahme des britischen Chipdesigners Arm könnte sich als weiterer Katalysator für die Unternehmensentwicklung Nvidias erweisen. Noch steht die Übernahme der Briten unter dem Vorbehalt diverser behördlicher Genehmigungen. Ein Sprint wird das Genehmigungsverfahren nicht, eher ein Dauerlauf. Nvidia selbst rechnet hierfür mit einem Zeitraum von 18 Monaten, bis alles in Sack und Tüten ist. Der Kauf beinhaltet nicht Arms IoT Services Group.

Mit dem bisherigen Eigentümer Arms, der japanischen Beteiligungsgesellschaft Softbank, hat man sich auf die finanziellen Details des Deals geeinigt. Die Mischung aus Barmitteln und Aktienpaketen hat ein Volumen von 40 Mrd. US-Dollar. Am Ende des Prozesses könnte Softbank in einem höheren einstelligen Prozentbereich an Nvidia beteiligt sein. Softbank selbst übernahm Arm im Jahr 2016 im Übrigen für eine Kaufsumme in Höhe von 32 Mrd. US-Dollar.

Nvidia-Aktie

Kurssprung nach Bekanntgabe

Der Markt „feierte“ die Übernahme, die wie bereits erwähnt aber noch einige kartellrechtliche Klippen umschiffen muss, im gestrigen (14.09.) Handel mit einem deutlichen Kurssprung für die Nvidia-Aktie. Die Bündelung von Forschungs- und Entwicklungskapazitäten gerade mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz könnte Nvidia signifikant voranbringen. In den nächsten Tagen muss sich zeigen, ob sich aus der Anfangseuphorie eine gewisse Nachhaltigkeit entwickeln kann.

Chartbild noch ambivalent

Trotz des jüngsten Kursanstiegs dominiert noch das Konsolidierungsszenario. Einen ersten Teilerfolg gibt es jedoch zu berichten. In den letzten Handelstagen stand der Aufwärtstrend der vergangenen Monate stark unter Druck. Aufgrund des jüngsten Kurssprungs hat dieser Druck erst einmal nachgelassen. Doch Ausruhen gilt nicht: Die Aktie muss auf der Oberseite weiter nachsetzen. Dem Wert muss es nunmehr gelingen, sich oberhalb von 520 US-Dollar festzusetzen. Bis zum aktuell gültigen 52-Wochen-Hoch (589 US-Dollar) ist es noch ein weiter Weg. Das, was jetzt tunlichst nicht passieren sollte, wäre das Zusammenfallen der Euphorie in Kombination mit einem Rücksetzer unter die Marke von 468 US-Dollar. Ein solches Szenario müsste dann eine Neubewertung nach sich ziehen.

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