Das kürzlich generierte Kaufsignal konnte noch nicht wirklich Durchschlagskraft entfalten. Vielmehr "quält"  sich Brent C.O. in diesen Tagen nach oben. Von frischem Wind und neuer Dynamik, die man eigentlich nach der Generierung des Kaufsignals erwartet hätte, ist bis dato zumindest noch nicht viel zu sehen gewesen.

Der heutige Handelstag (Mittwoch, 20.03.) könnte für Brent C.O. jedoch eine wichtige Weichenstellung herbeiführen oder gar erzwingen. Zum einen steht natürlich die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank im Fokus der Finanzmärkte. Das dafür zuständige Federal Open Market Committee (FOMC) tagt und wird entscheiden. Mit einem Zinsschritt auf der aktuellen März-Sitzung rechnen allerdings wohl nur die wenigsten Marktteilnehmer. Die jüngsten Äußerungen aus den Reihen der FED legen eher eine längere Zinspause nahe. Das ändert natürlich nichts daran, dass die den heutigen Termin begleitenden Kommentare und Kommuniqués unter besonderer Beobachtung der Märkte stehen dürften. Eine gewisse Unsicherheit ist demnach durchaus gegeben und spiegelt sich auch in der aktuellen Entwicklung an den Märkten wider.

Der Notenbanktermin ist sozusagen die eine Klippe, die es zu umschiffen gilt. Die andere Klippe sind die aktuellen Daten der Energy Information Administration (EIA) zur Entwicklung des US-Ölmarkts in der Woche zum 15.03. Für die Vorwoche also für die Woche zum 08.03. hatte die EIA ja durchaus erbauliche Daten - zumindest aus der für den Ölpreis bullischen Perspektive betrachtet - veröffentlicht. Zum einen gab die EIA eine überraschend deutliche Reduzierung der Bestände um knapp 3,9 Mio. Barrel für die Woche zum 08.03. bekannt. Zum anderen wurde die US-Ölproduktion für die Woche zum 08.03. mit 12,0 Mio. bpd ausgewiesen; nach 12,1 Mio. bpd in der Vorwoche. Ob es sich bei diesen Werten nur um eine "Eintagsfliege" handelt oder eben nicht, wird sich im Laufe des heutigen Handelstages herausstellen. Schenkt man den aktuellen Prognosen Glauben, dann sollten die anstehenden Daten für die Woche zum 15.03. im Vergleich zur Vorwoche kaum Veränderungen aufweisen.

Beleuchten wir noch kurz die charttechnischen Aspekte. In unserer letzten Kommentierung zu Brent C.O. vom 14.03. hatten wir noch die "Hoffnung" geäußert, dass die damals aufgelöste Handelsspanne (65,0 bis 67,0 US-Dollar) den Grundstein für einen stärkeren Aufwärtsimpuls in Richtung 70,0 US-Dollar und darüber hinausgehend gelegt haben könnte. Diese Erwartung hat sich noch nicht erfüllt, wie auch ein Blick auf den Chart deutlich macht. Brent C.O. vermag es bislang nicht, sich entscheidend von den 67,0 US-Dollar zu lösen. Obacht ist auf der Unterseite also allemal geboten, denn bereits ein erneutes Eintauchen in die ehemalige Handelsspanne würde das Kaufsignal neutralisieren. Ein Rücksetzer unter die eminent wichtige Unterstützung von 63,5 US-Dollar wäre sogar als Rückschlag zu bewerten.


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