Wenn die Omikrom-Variante eine Aktie wäre, würde sie durch die Decke gehen. Jedoch sorgt die Virusvariante gerade für das Gegenteil. Die Zahlen von BioNTech und Moderna zeigen rot! Die Moderna-Aktie fiel um 29,57% und die Biontech-Aktie um 10,59%. Warum hat die Virusvariante so viel Einfluss?

Was macht Omikrom besonders?

Die hohen Schwankungen am Aktienmarkt seit dem Auftauchen der neuen Coronavirus-Variante Omikron setzen sich bis heute fort. Der Chef des US-Biotech-Konzerns Moderna, Stephane Bancel, geht davon aus, dass bestehende Corona-Impfstoffe weniger wirksam gegen die neue Virusvariante Omikron sein werden als gegen frühere Varianten.

Die hohe Anzahl der Omikron-Mutationen auf dem Spike-Protein und die rapide Ausbreitung der Variante in Südafrika signalisierten, dass die aktuell verfügbaren Impfstoffe kommendes Jahr modifiziert werden müssten.

Die Moderna und Biontech Aktien

Die stark steigenden Infektionszahlen hatten die Kurse der Impfstoffhersteller zuletzt angetrieben. In der letzten Woche war der Moderna-Kurs um fast zwölf Prozent auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gesprungen. Biontech hatten in den vergangenen drei Wochen um mehr als 50 Prozent zugelegt. Die Anteile von Valneva waren seit Mitte Oktober sogar um fast 140 Prozent nach oben geschossen.

Diese Woche fiel die Moderna-Aktie jedoch um 19,57 Prozent auf aktuelle 263 Euro.

Moderna-Aktie

Auch die Aktie von BioNTech knickten im Laufe der Woche ein: Sie ging um 10,59 Prozent auf 287,7 Euro zurück.

Biontech-Aktie

Biontech ist vorbereitet

Biontech hatte am Freitag Ergebnisse einer Untersuchung der neuen Coronavirus-Variante in spätestens zwei Wochen in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern.

Wie reagieren die Anleger?

Die Virus-Variante Omikron verschreckte vorerst die Anleger. An den Aktienmärkten gab es dadurch kräftige Kursverluste. Dass die Anleger weiterhin verunsichert und nervös sind, ist nachvollziehbar.

Statistisch gesehen zählt eigentlich der November zu den guten Börsenmonaten. Doch in diesem Jahr sieht das alles anders aus.  Wegen der Angst vor neuen wirtschaftlichen Rückschlägen durch die Corona-Variante Omikron endete der Börsenmonat November tief im Minus. Die Anleger fürchten nun einen neuen Rückschlag für die Weltwirtschaft.

/PG