DUBLIN (dpa-AFX) - Kein anderes Land ist nach Ansicht von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen so stark vom Brexit betroffen wie Irland. "Das Vereinigte Königreich wird in zwei Wochen die Europäische Union verlassen ... Irland und (das britische) Nordirland hatten Top-Priorität auf unserer Liste bei den Verhandlungen", sagte von der Leyen am Mittwochabend bei einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Leo Varadkar in Dublin.

Großbritannien trennt sich in der Nacht zum 1. Februar von der Staatengemeinschaft. Bis zum Ende des Jahres bleibt in einer Übergangsphase praktisch alles beim Alten. In dieser Zeit sollen die künftigen Beziehungen beider Seiten geklärt werden. Die Gespräche darüber sollen Ende Februar oder Anfang März beginnen.

"Dabei geht es nicht nur um den Handel, sondern auch um viele andere Themen wie etwa die Sicherheit", beschrieb von der Leyen den ehrgeizigen Plan. Sie hatte erstmals in ihrem neuen Amt die Republik Irland besucht. Die Grenze zwischen Irland und Nordirland ist bislang fast unsichtbar und es herrscht reger Handel zwischen beiden Seiten./si/DP/he