Nach langem Hin- und Her steht nun fest, dass Osram an die Österreicher übergeben wird. Der Deal mit AMS, einem Sensorikspezialisten, hat geklappt. Nicht jeder sieht in dieser Übernahme etwas Gutes. Was für Probleme kommen jetzt auf Osram zu?

Der Deal steht: 4 Milliarden Euro für Osram und circa 60 Prozent der Firmenanteile. AMS beabsichtigt so Weltmarktführer zu werden und den Konkurrenten Jenoptik hinter sich zu lassen. Auf der einen Seite ist diese Verkündung erfreulich, da die Verhandlungen schon lange andauern. Auf der anderen Seite gibt es neue Sorgen, was die Übernahme für die beiden Unternehmen bedeutet. Insbesondere vom Osram-Chef Olaf Berlin kommen nun Bedenken. Ob alles flüssig läuft, stellt er in Frage, denn die Unternehmen hätten unterschiedliche Firmenkulturen. Osram ist ein Traditionsunternehmen, das es bereits seit 113 Jahren gibt. So wird es auch betrieben. AMS hingegen habe eine Start-Up-Kultur, jung und dynamisch. Ob diese beiden Kulturen miteinander harmonieren, wird sich zeigen. Dann gibt es auch die Gewerkschaften. Es gibt Bedenken, ob AMS seine Absichten, Arbeitsplätze zu erhalten. einhalten wird. Im Sommer 2020 wird die Übernahme vollzogen. Bis dahin wird es noch viele Diskussionen und eventuell auch Änderungen gibt. Die Börse reagiert sehr positiv auf die Übernahmeverkündung. Die Aktie sprang Anfang Dezember von ca. 38 Euro auf 44 Euro.