WIEN (dpa-AFX) - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wird bei der US-Wahl im November rund 40 Wahlbeobachter einsetzen - statt wie ursprünglich geplant 500. Grund für die Reduzierung ist die Corona-Pandemie, wie aus einem überarbeiteten Bericht der Organisation hervorgeht.

"Wir hatten eigentlich geplant, eine vollwertige Wahlbeobachtungsmission zu schicken, aber die Sicherheitsbedenken sowie die Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie stellen all unsere Tätigkeiten in Bezug auf Wahlen vor neue Herausforderungen", sagte Katya Andrusz, Sprecherin des OSZE-Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte in Warschau. Die OSZE habe daher Probleme bei der Rekrutierung von Beobachtern aus ihren Mitgliedstaaten für die Wahl am 3. November gehabt.

Im Juli hieß es in einem Vorwahl-Bericht der OSZE noch, dass 400 Beobachter am Wahltag zum Einsatz kommen sollten sowie 100 für längerfristige Kontrollen. Der neue Plan sieht derweil lediglich 30 Langzeit-Beobachter sowie ein Team von OSZE-Analysten, Rechtsexperten und Medienspezialisten vor, um den Wahlprozess vor, während und nach der Stimmabgabe eingehend zu untersuchen. Beobachtungen in den Wahllokalen sind nicht vorgesehen.

In den USA wird am 3. November gewählt. Im Kampf um die Präsidentschaft treten der republikanische Amtsinhaber Donald Trump und der Demokrat Joe Biden gegeneinander an. Zudem können die Wähler über die Zusammensetzung des Kongresses entscheiden./al/DP/zb