Atradius engagiert sich auch 2021 im 30-Milliarden-Euro-Schutzschirm

für deutsche Lieferanten

Köln (ots) - Der internationale Kreditversicherer Atradius verlängert sein

Engagement im Schutzschirm der Bundesregierung für die Lieferketten der

deutschen Wirtschaft. Als Mitglied im GDV (Gesamtverband der Deutschen

Versicherungswirtschaft e.V.) hat sich Atradius zusammen mit anderen deutschen

Warenkreditversicherern und der Bundesregierung, vorbehaltlich der Zustimmung

der EU-Kommission, auf eine Fortsetzung der Maßnahme bis zum 30. Juni 2021

geeinigt. Mit der Verlängerung des Rettungspaketes der Regierung wollen die

Kreditversicherer und der Bund in der sich zuspitzenden Corona-Krise gemeinsam

wichtige Warenströme weiter aufrechterhalten und die Gefahr von

Zahlungsausfällen für deutsche Lieferanten eindämmen. Das gilt insbesondere für

Geschäfte mit Abnehmern, die vor Corona wirtschaftlich gesund waren, aber durch

die Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Die Kreditversicherer und der Bund

hatten die Vereinbarung erstmals im April dieses Jahres getroffen. Sie galt

zunächst nur bis zum 31. Dezember 2020.

"Das Abkommen zwischen dem Bund und den Kreditversicherern hat in den

vergangenen Monaten ganz erheblich bei der Stabilisierung der deutschen

Unternehmerschaft geholfen. Mit dem zweiten Lockdown hat sich die Situation für

viele Firmen aber weiter verschärft. In dieser sehr schwierigen Situation kommen

wir unserer Verantwortung für die deutsche Wirtschaft weiterhin nach und

unterstützen gemeinsam mit dem Bund deutsche Firmen dabei, sichere Geschäfte zu

tätigen", sagt Dr. Thomas Langen, Senior Regional Director Deutschland, Mittel-

und Osteuropa von Atradius und gleichzeitig Sprecher der Kommission

Kreditversicherung des GDV.

Forderungsausfallrisiken werden erheblich steigen

Vor allem die Lockerung der Insolvenzantragspflicht sowie eine Vielzahl weiterer

staatlicher Unterstützungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass es im Laufe des

Jahres 2020 bislang nicht zu einem Anstieg der Firmeninsolvenzen im befürchteten

Ausmaß gekommen ist. Dennoch ist das Forderungsausfallrisiko für deutsche

Unternehmen seit dem Ausbruch der Pandemie erheblich gestiegen. So zeigt die

aktuelle Zahlungsmoralbarometer-Studie des Kreditversicherers, dass bei den

befragten deutschen Firmen nach März dieses Jahres durchschnittlich 7 % des

Gesamtwerts der Umsätze uneinbringlich waren und abgeschrieben werden mussten.

Das entspricht mehr als einer Verdreifachung gegenüber der Vorjahresstudie, als

dieser Wert noch bei 2 % lag.

Atradius geht davon aus, dass die Forderungsausfälle infolge von

Unternehmensinsolvenzen in den kommenden Monaten stark ansteigen, unter anderem,

weil Firmen, die zahlungsunfähig sind, seit Oktober wieder den Gang zum

Amtsgericht antreten und Insolvenz anmelden müssen. "In der jetzigen Phase ist

ein guter Forderungsausfallschutz für Firmen wichtiger denn je. Die

Wahrscheinlichkeit, dass eine Rechnung ausfällt, ist extrem hoch. Das Geld, auf

das Unternehmen zu lange warten oder im schlimmsten Fall gar nicht bekommen,

fehlt ihnen an anderer Stelle, zum Beispiel um eigene Verbindlichkeiten zu

bedienen. Vor diesem Hintergrund trägt die Verlängerung des Rettungspaketes zu

einer Stabilisierung der Lieferketten bei, sofern die Unternehmen ihren

Forderungsausfall durch eine Warenkreditversicherung absichern", sagt Dr. Thomas

Langen.

Atradius stellt in der Krise zusätzliche Ressourcen für Kunden bereit

Atradius hat bereits kurz nach Ausbruch der Pandemie auf die sich verschärfenden

Bedingungen bei nationalen und internationalen Handelsgeschäften reagiert und

seine Deckungszusagen erweitert. Um die Geschäftsbeziehungen seiner Kunden zu

ihren Abnehmern in dieser besonderen Situation weiter zu stützen, hat der

Kreditversicherer die Meldefrist für die Überschreitung des maximalen

Verlängerungszeitraums zeitweise von 30 auf 60 Tage erhöht. Diese flexible

Handhabung hat sich für die Kunden zu Beginn der Krise bewährt, um ohne

Zeitdruck mit den Abnehmern neue, sinnvolle Zahlungsvereinbarungen zu treffen.

Mittlerweile gelten wieder die ursprünglich vereinbarten vertraglichen Fristen.

Darüber hinaus hat Atradius in mehreren Fachbereichen die Mitarbeiterzahl erhöht

und zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt, unter anderem in der Risikoprüfung.

Der Kreditversicherer prüft weiterhin alle Abnehmer individuell auf Grundlage

aktueller Finanzkennzahlen und bezieht bei seinen Kreditlimitentscheidungen

stets die Garantiezusagen des Bundes mit ein. Eine pauschale Aufhebung von

Kreditlimiten, zum Beispiel für bestimmte Branchen oder Abnehmer, hat Atradius

in der Corona-Krise nicht durchgeführt und wird das auch künftig nicht tun.

Der gemeinsame Schutzschirm der Bundesregierung und der Kreditversicherer

Im Rahmen der sechsmonatigen Verlängerung bleiben Umfang und Funktion des

Schutzschirms mit Blick auf die umfassten Lieferketten unverändert. Durch eine

Garantie der Bundesregierung in Höhe von 30 Milliarden Euro können die

Kreditversicherer ihren Kunden weiterhin Kreditlimite im Umfang von rund 400

Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

"Es ist geplant, dass Atradius die Risiken ab Juli 2021 dann wieder

vollumfänglich für seine Kunden übernimmt", so Dr. Thomas Langen abschließend.

Über Atradius

Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, Bürgschaften,

Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen mit einer strategischen

Präsenz in mehr als 50 Ländern. Die von Atradius angebotenen Produkte schützen

Unternehmen weltweit vor den Ausfallrisiken beim Verkauf von Waren und

Dienstleistungen auf Kredit. Atradius ist Mitglied der Grupo Catalana Occidente

(GCO.MC), einer der größten Versicherer in Spanien und einer der größten

Kreditversicherer der Welt. Weitere Informationen finden Sie online unter

www.atradius.de (https://atradius.de/publikationen/?utm_campaign=publ2019,poland

&utm_medium=email&utm_source=pressreleasede)

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Für weitere Informationen:

Atradius Kreditversicherung

Niederlassung der Atradius Crédito y Caución S.A. de Seguros y

Reaseguros

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