Die Jugend hat recht, ein Kommentar von Werner Rüppel zu den

steigenden Aktionärszahlen

Frankfurt (ots) - Die Jugend rebelliert. Sie kauft nämlich nicht wie weiland Oma

und Opa Banksparpläne und Lebensversicherungen. Auch ein bürokratisches Monster

mit engem Korsett wie die Riester-Rente ist keine Vorsorge, die ihr attraktiv

erscheint. Und gleich in Immobilien zu investieren ist immens teuer, nicht

zuletzt auch inklusive ausufernder Nebenkosten.

Nein, junge Erwachsene kaufen verstärkt Aktien, Aktienfonds und entsprechende

ETFs. Das zeigen die enormen Wachstumsraten beim Aktienbesitz, die das Deutsche

Aktieninstitut gerade für das vergangene Jahr festgestellt hat. Dass die

Aktionärszahlen deutlich klettern, das war durchaus zu erwarten gewesen. Denn

nicht zuletzt immer mehr Junge haben in den vergangenen Monaten begonnen, sich

für Aktien und ETFs zu interessieren. Wer Töchter und Söhne in der U30- und

U40-Gruppe hat, der hat sicherlich bemerkt, dass sich hier etwas verändert hat.

Gleichwohl ist ein Anstieg der Aktionäre von knapp 30 % insgesamt und von knapp

70 % bei den U30 eine Sensation, eine Hammermeldung.

Zwei Gründe gibt es, warum immer mehr junge Leute gerade jetzt die Aktie

entdecken. Der eine ist die Revolution der Aktienanlage via Smartphone-Apps.

Noch nie war es leichter und kostengünstiger, in Aktien und in entsprechende

Fonds und ETFs zu investieren, als heute. Ältere Semester gingen früher noch zur

Bank oder riefen beim Angestellten an, um Aktien zu kaufen. Heute geht das mit

wenigen Klicks, über den Laptop, aber immer mehr über das Smartphone. Und wenn

junge Leute mit einem umgehen können, dann mit ihrem Handy. Christine

Bortenlänger hat recht, die Aktienanlage hat in der Tat über das Smartphone die

Hosentasche erreicht. Und die Zahl der Handy-Transaktionen wird in den kommenden

Monaten und Jahren rapide steigen.

Der zweite Grund liegt nahe: Bei anhaltenden Null- und Negativzinsen lohnen

Zinsanlagen und Lebensversicherungen nicht mehr. Dies ist ein Umfeld für reale

Assets wie Aktien, die zudem auch langfristig lukrativ sind. Wenn dann noch ein

Crash wie der coronabedingte Einbruch eine Gelegenheit bietet, fällt der

Einstieg in Aktien leicht. Denn die Jugend denkt an später und will für alle

Eventualitäten vorsorgen.

Natürlich gibt es bei der Aktienanlage Fallstricke wie heftige Kursbewegungen

bei einzelnen Aktien und auch Pleiten. Aber diesen kann man durch eine breite

Streuung begegnen. Die Jugend hat recht, wenn sie rebelliert und die lukrative

Aktie entdeckt!

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