BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Zahlen zum Wohn-Investmentmarkt

für Q3 2021 / Wohn-Investmentmärkte mit Rekordumsatz weiter auf Kurs

Frankfurt/Main (ots) - Die hohe Marktaktivität auf den Wohn-Investmentmärkten

hat sich auch im dritten Quartal fortgesetzt. Mit einem bundesweiten

Investitionsvolumen von gut 21,4 Mrd. EUR wurde ein neuer Rekordumsatz für die

ersten drei Quartale aufgestellt und das bereits gute Vorjahresergebnis um über

37 % übertroffen. Der zehnjährige Durchschnitt wurde sogar um stolze 70 %

getoppt. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate.

"Damit zeigen sich die deutschen Wohnungsmärkte weiterhin mehr oder weniger

unbeeindruckt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Investoren sind nach

wie vor überzeugt von einer positiven Entwicklung der Märkte, insbesondere in

den großen deutschen Ballungsräumen. Unterstrichen wird diese Aussage auch durch

den bisher größten Abschluss im laufendenden Jahr: Für rund 5 Mrd. EUR hat

Heimstaden Bostad die deutschen Wohnungsbestände von Akelius in Berlin und

Hamburg mit zusammen gut 17.600 Wohneinheiten übernommen. Vor dem Hintergrund

der politischen Rahmenbedingungen in der Hauptstadt ist dies eine durchaus

bemerkenswerte Transaktion. Insgesamt konnten in den ersten drei Quartalen

bislang über 270 Verkäufe erfasst werden, von denen sich 33 Verkäufe im

dreistelligen Millionenbereich bewegten", erläutert Christoph Meszelinsky,

Geschäftsführer und Head of Residential Investment der BNP Paribas Real Estate

GmbH.

Neuer Umsatzrekord mit Projektentwicklungen

Aufgrund der Verkäufe der Akelius-Bestände sowie der Übernahme von rund 15.000

Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen durch das Land Berlin entfällt mit 69

% der mit Abstand größte Teil des Umsatzes erwartungsgemäß auf

Bestandsportfolios. "Besonderes Interesse zeigten die Käufer außerdem am Erwerb

von Projektentwicklungen, die mit knapp 21 % einen auch im langjährigen

Vergleich hohen Anteil aufweisen. Besonders bemerkenswert ist dabei das absolute

Volumen. Mit über 4,4 Mrd. EUR wurde eine neue Bestmarke aufgestellt und der

bisherige Rekord aus dem Jahr 2019 um fast 60 % überboten. Auf Sonderwohnformen

(z. B. Mikroapartments, Studentenwohnen) entfallen weitere knapp 6 % (1,2 Mrd.

EUR)", stellt Meszelinsky fest.

Bei der Verteilung der Investmentumsätze auf die unterschiedlichen Größenklassen

zeigt sich das aus den Vorjahren bekannte Bild: Etwa 69 % des Ergebnisses

entfallen aufgrund der genannten Großdeals auf Verkäufe im dreistelligen

Millionenbereich. Weitere knapp 14 % steuern Transaktionen zwischen 50 und 100

Mio. EUR bei, die damit etwas stärker beteiligt sind als in den beiden

Vorjahren. Aber auch die Klassen zwischen 10 und 50 Mio. EUR kommen jeweils auf

absolute Werte deutlich über 1 Mrd. EUR und unterstreichen damit die große

Nachfrage in allen Segmenten.

Die Struktur der beteiligten Käufergruppen spiegelt die großen Portfolioverkäufe

wider. Auf Platz eins finden sich mit einem Anteil von rund 36 % Investment

Manager, wozu die Akelius-Übernahme deutlich beigetragen hat. Auch der Anteil

ausländischer Investoren, der mit gut 39 % ungewöhnlich hoch ausfällt, wird

hierdurch wesentlich beeinflusst. Der mit gut 17 % überproportional hohe Anteil

der öffentlichen Hand resultiert aus Ankäufen von Vonovia- und Deutsche

Wohnen-Beständen durch das Land Berlin. Vervollständigt wird das Führungstrio

erwartungsgemäß von Spezialfonds, die über 15 % zum Ergebnis beisteuern. Auf den

Rängen vier und fünf folgen Pensionskassen mit gut 7 % und Immobilien AGs/REITs

mit 6,5 %.

Preisanstieg setzt sich fort

Die unverändert hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland hat auch im

laufenden Jahr die Preise weiter steigen lassen. Dieser Trend gilt sowohl für

Bestands- als auch Neubauobjekte. An den deutschen A-Standorten liegen die

Netto-Spitzenrenditen im Neubausegment mittlerweile bei 2,70 % oder niedriger.

Am teuersten ist es nach wie vor München, wo eine Spitzenrendite von 2,45 %

anzusetzen ist. Aber auch die deutsche Hauptstadt Berlin schließt immer weiter

auf und notiert mittlerweile bei 2,50 %.

A-Städte mit neuem Rekordumsatz

Die erwähnten Großabschlüsse haben auch dazu geführt, dass der Anteil der

A-Städte am Gesamtumsatz sowohl relativ (64 %) als auch absolut (gut 13,7 Mrd.

EUR) betrachtet neue Bestmarken aufgestellt hat. Unangefochten an der Spitze

findet sich erneut Berlin, wo ein Investmentvolumen von knapp 8,35 Mrd. EUR

registriert wurde. Ein neues Allzeithoch verzeichnet auch Hamburg, wo die

Übernahme der Akelius-Bestände das Ergebnis auf knapp 2,4 Mrd. EUR gepushed hat.

Knapp gescheitert an der Milliarden-Grenze ist München mit gut 950 Mio. EUR, was

trotzdem einen neuen Bestwert darstellt. Gleiches gilt für Köln (gut 450 Mio.

EUR) und Stuttgart (knapp 425 Mio. EUR).

Perspektiven

"Die Ampeln für die deutschen Wohn-Investmentmärkte stehen weiter auf grün. Auch

wenn sich der Mietpreisanstieg verlangsamt hat, bestehen weiterhin

Mietsteigerungspotenziale, die das Interesse der Investoren hochhalten werden.

Etwas limitierend wirkt lediglich das begrenzte Angebot. Trotzdem deutet alles

auf ein neues Rekordergebnis in 2021 hin, da die Übernahme der Deutsche Wohnen

AG durch Vonovia immer wahrscheinlicher wird. Ein Investmentumsatz im Bereich

zwischen 45 und 50 Mrd. EUR oder sogar darüber erscheint demzufolge möglich.

Aber auch ohne diese außergewöhnliche Transaktion zeichnen sich im

Schlussquartal hohe Umsätze ab, sodass weiter leicht sinkende Renditen nicht

ausgeschlossen werden können", fasst Christoph Meszelinsky die Aussichten

zusammen.

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