BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Logistik-Investmentmarkt-Zahlen

für das 3. Quartal 2021 / Logistik-Investments bleiben auf der

Überholspur

Frankfurt/Main (ots) - Die Erfolgsstory auf dem Logistik-Investmentmarkt setzt

sich fort. In den ersten drei Quartalen wurden 6,2 Mrd. EUR in diese Assetklasse

investiert und damit noch einmal 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt

die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

"Das Volumen rückt somit in die Nähe des Rekordvolumens von 2017, das im

Wesentlichen von großen Portfoliotransaktionen geprägt war. Aktuell haben

dagegen Einzeldeals einen neuen Spitzenwert erzielt und erstmals die

4-Mrd.-EUR-Marke durchbrochen. Mit mehr als 2 Milliarden Euro steuern aber auch

Portfolios das dritthöchste jemals erzielte Volumen bei und steigern sich

gegenüber dem Vorjahr um stolze 23 Prozent. Insgesamt unterstreicht eine nie

dagewesene Anzahl von mehr als 200 registrierten Transaktionen die hohe

Marktaktivität und die breite Nachfrage in allen Größenklassen. Das

durchschnittliche Volumen pro Deal ist dabei von 35 Millionen Euro im Vorjahr

auf 30 Millionen Euro gesunken", sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und

Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Berlin und Hamburg Kopf an Kopf

In den bedeutenden Immobilienmärkten zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild:

Berlin und Hamburg stechen mit etwas mehr und etwas weniger als einer halben

Milliarde Euro heraus. Damit erzielen sie gegenüber dem Vorjahr erhebliche

Zuwächse und auch jeweils ein Rekordergebnis der letzten zehn Jahre. Daneben

erreicht lediglich Köln mit 105 Mio. EUR ein dreistelliges Investmentvolumen.

Die übrigen Standorte bleiben zum Teil deutlich darunter und erzielen damit auch

jeweils unterdurchschnittliche Resultate. Vor dem Hintergrund der insgesamt

dynamischen Entwicklung der Assetklasse wird deutlich, dass die schwächeren

Ergebnisse auf den Produktmangel in zentraleren Lagen der großen Hubs

zurückzuführen sind. Der allgemein verbreitete Flächenmangel für logistische

Nutzungen führt dazu, dass die Unternehmen häufig gezwungen sind, in periphere

Lagen - und damit außerhalb der Marktgebiete - auszuweichen.

Bei der Verteilung der Investments nach Größenklassen fallen die großvolumigen

Deals mit knapp 46 % erneut am stärksten ins Gewicht. Besonders bemerkenswert

ist aber das hohe Volumen an Investitionen im Segment 10 bis 25 Mio. EUR, das

fast 18 % zum Gesamtergebnis beiträgt und sich damit den zweiten Platz sichert.

Mit mehr als einer Milliarde Euro wurde in Objekte dieser Klasse wesentlich mehr

investiert als je zuvor. Weitere knapp 17 % und somit ebenfalls über eine

Milliarde Euro entfallen auf Deals zwischen 25 und 50 Mio. EUR.

Spezialfonds dominieren den Markt, ausländische Anleger legen wieder deutlich zu

Die mit Abstand aktivste Käufergruppe sind Spezialfonds, die sich mit 39 % an

die Spitze der Verteilung setzen und für mehr als 2,4 Mrd. EUR verantwortlich

zeichnen. Sie liegen sowohl bei den Einzel- als auch bei den

Portfoliotransaktionen vorne und steigern ihr Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum

noch einmal um 53 %. Viele institutionelle Investoren legen ihr Kapital über

entsprechende Fondsstrukturen an, die dadurch weiter an Bedeutung gewinnen. Auch

Investment/ Asset Manager (14 %) sowie Immobilien AGs/REITS (10,5 %) steuern

einen zweistelligen Umsatzanteil zum Volumen bei. Bemerkenswert ist daneben der

hohe Anteil von Projektentwicklern (gut 9 %), die auf die hohe Nachfrage nach

Logistikflächen reagieren und sich Grundstücke und Objekte mit Potenzial

sichern.

Nachdem der Logistik-Investmentmarkt in den vergangenen zwei Jahren mehr Kapital

aus dem Inland als von ausländischen Käufern generierte, hat sich diese

Entwicklung aktuell wieder umgekehrt. Mit 44 % liegt der Anteil aus Deutschland

auch absolut unter dem Rekordergebnis aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum

(-15 %), jedoch weiterhin auf dem zweithöchsten Niveau der vergangenen zehn

Jahre. Beim ausländischen Kapital haben sowohl Anleger aus Nordamerika (gut 27

%) als auch aus Europa (rund 22 %) mit großem Abstand zu den Vorjahren neue

Höchstmarken gesetzt. Asiatische Anleger zeigen sich im Gegensatz zu den

Vorjahren, als sie für große Portfoliotransaktionen verantwortlich zeichneten,

ruhiger. Mit einem Anteil von 5 % liegen sie deutlich unter ihrem langjährigen

Durchschnitt.

Nachdem sich die Netto-Spitzenrenditen in den vergangenen Quartalen zunächst auf

dem erreichten Niveau stabilisiert hatten, haben sie aktuell erneut nachgegeben.

Mit nunmehr 3,20 % liegen sie 15 Basispunkte unter dem bisherigen Niveau und 30

Basispunkte unter dem Wert aus dem dritten Quartal 2020. In dieser Entwicklung

spiegelt sich die ungebrochen hohe Nachfrage und das gleichzeitig begrenzte

Angebot an Core-Objekten wider.

Perspektiven

"Die Rahmenbedingungen für Logistik-Investments bleiben weiterhin hervorragend,

sodass die hohe Nachfrage nach deutschen Logistikimmobilien von nationalen und

internationalen Investoren ungebrochen bleiben dürfte. Für das in der Regel

besonders umsatzstarke Schlussquartal wird daher mindestens ein Volumen von 2

Milliarden Euro - wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre - erwartet. Einzig

der Produktmangel könnte etwas dämpfend auf das Ergebnis wirken", fasst

Christopher Raabe die weiteren Aussichten zusammen.

Pressekontakt:

Chantal Schaum

Head of Public Relations

BNP Paribas Real Estate Holding GmbH

Goetheplatz 4 - 60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69-298 99-948

Mobil: +49 (0)174-903 85 77

E-Mail: mailto:chantal.schaum@bnpparibas.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/50927/5043911

OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH