Industrie 4.0 kann zur Bewältigung der Krise beitragen - Plattform

Industrie 4.0 stellt Positionspapier "COVID-19 und Industrie 4.0" vor

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Berlin (ots) - Unter der Leitung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek

und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat heute das Leitungsgremium der

Plattform Industrie 4.0 getagt. Die hochrangigen Mitglieder aus Industrie,

Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften stellten das https://www.plattform-i4

0.de/PI40/Redaktion/DE/Downloads/Publikation/Positionspapier-Covid19.html

"COVID-19 und Industrie 4.0" vor. Darin wird aufgezeigt, wie Industrie

4.0-Lösungen einen Beitrag zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen von

COVID-19 leisten können.

Dazu erklärt der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier: "Die

Corona-Krise hat allen gezeigt, welche Bedeutung die digitale Vernetzung,

funktionierende Wertschöpfungs- und Liefernetzwerke und eine sichere,

interoperable Datennutzung für die deutsche Industrie haben. Die konsequente

Umsetzung von Industrie 4.0 in Kombination mit der digitalen Infrastruktur

GAIA-X wird die deutsche und europäische Industrie für die Zukunft

wettbewerbsfähiger und resilienter machen. Der Input aus der Plattform Industrie

4.0 leistet hierzu einen wichtigen Beitrag."

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, erklärt:

"Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit hat vom Zukunftsprojekt Industrie 4.0 stark

profitiert. Forschungsbeirat und Plattform unterstützen mit Wissen und

Vernetzung die Förderung von Forschung und Entwicklung digitaler Technologien.

Im nächsten Schritt gilt es nun, kleinen und mittleren Unternehmen möglichst

flächendeckend Zugang zu neuen Technologien zu verschaffen. Wenn uns dieser

Transfer gelingt, haben wir gute Chancen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Auf dem vor uns liegenden Weg wird die Plattform Industrie 4.0 ein wichtiger

Partner sein."

Die Corona-Pandemie verstärkt und beschleunigt den Trend hin zu einer

intelligent-vernetzten Produktion. Nach dem Positionspapier der Plattform

Industrie 4.0 sollen die breite Verankerung von Industrie 4.0 in den

industriellen Anwenderbranchen sowie der Aufbau offener, digitaler Ökosysteme

für die Geschäftsbeziehungen zwischen den Unternehmen (B2B) zur Kernkompetenz

einer krisenfesten und nachhaltigen deutschen und europäischen Industrie werden.

Die Industrievertreter aus der Plattform Industrie 4.0 wollen auch die Chancen

nutzen, die das Konjunkturpaket bietet. Hier ist das Ziel, den nächsten

Digitalisierungssprung in Anwenderindustrien wie der Fahrzeughersteller und

ihrer Zulieferindustrie zu erreichen.

Das Leitungsgremium unterstrich in seiner Sitzung die wichtige Rolle der

Plattform Industrie 4.0 bei der koordinierten, vorwettbewerblichen

Implementierung von Industrie 4.0. Die Plattform hat mit ihrem " Leitbild 2030

für Industrie 4.0 (https://www.plattform-i40.de/PI40/Navigation/DE/Industrie40/L

eitbild2030/leitbild-2030.html) " einen konzeptionellen Rahmen für den Aufbau

von digitalen B2B-Ökosystemen etabliert und treibt deren Umsetzung in die

Anwenderbranchen voran.

Dr. Frank Melzer, CTO Festo SE & Co. KG. und Vorsitzender des Lenkungskreises

der Plattform Industrie 4.0: "Unser Leitbild 2030 mit den drei Schwerpunkten

Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit liefert einen hervorragenden

Handlungsrahmen, um gestärkt aus der Krise zu kommen und die globale

Vorreiterrolle in offenen, digitalen Ökosystemen auszubauen. Die Plattform

Industrie 4.0 ist ein verlässlicher Partner für den erforderlichen digitalen

Wandel und unterstützt die robuste und nachhaltige Weiterentwicklung der

deutschen und europäischen Industrie."

Als Mitinitiatorin von GAIA-X

(https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/gaia-x.html) setzt sich die Plattform

Industrie 4.0 für eine souveräne, digitale Infrastruktur ein. Von den elf

deutschen Gründungsunternehmen/-initiativen der zukünftigen GAIA-X Foundation

stammen sieben aus dem Bereich Industrie 4.0, fünf davon sind in der Leitung der

Plattform Industrie 4.0 vertreten (SAP SE, Siemens AG, Robert Bosch GmbH ,

Deutsche Telekom AG und Fraunhofer-Gesellschaft e.V.). Die Plattform hat mit der

Verwaltungsschale (https://www.plattform-i40.de/PI40/Redaktion/DE/Standardartike

l/arbeitsgruppe-01.html) zudem einen interoperablen "USB-Stecker" für Industrie

4.0 entwickelt. Aktuell bereitet sie die Gründung einer Nutzerorganisation vor,

die ab Anfang 2021 die breite Anwendung der Verwaltungsschale in der Praxis

unterstützen wird. Alle Ergebnisse der Plattform finden Sie im

Fortschrittsbericht 2020 (https://www.plattform-i40.de/PI40/Redaktion/DE/Downloa

ds/Publikation/2020-fortschrittsbericht.html) .

Über die Plattform Industrie 4.0

Die Plattform Industrie 4.0 ist das zentrale Netzwerk in Deutschland, um die

digitale Transformation in der Produktion voranzubringen. Im Schulterschluss

zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden sind

über 350 Akteure aus mehr als 150 Organisationen in der Plattform aktiv. Die

Plattform unterstützt deutsche Unternehmen mit Praxisbeispielen,

Informationsangeboten und Handlungsempfehlungen dabei, Industrie 4.0 zu

implementieren. Die zahlreichen internationalen Kooperationen der Plattform

unterstreichen ihre starke Rolle in der internationalen Industrie 4.0-Debatte.

Mehr Informationen unter http://www.plattform-i40.de .

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OTS: Bundesministerium für Bildung und Forschung