Inflation auf Rekordniveau - Investments für den Werterhalt

Dresden (ots) - Die Inflation ist hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Im Februar

stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent. Dazu

kommt aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ein äußerst geringer Realzins. Der

Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen heizen den Wertverlust

weiter an. Bei einer weiteren Eskalation sehen Experten Teuerungsraten von bis

zu 10 Prozent als durchaus möglich an. Wer den Wert seines Vermögens erhalten

möchte, sollte sich auf Sachwerte konzentrieren, empfiehlt Sven Thieme,

Vorsorge-Spezialist von Competent Investment Central.

Elon Musk sieht ebenfalls Konzentration auf Sachwerte

Am vergangenen Wochenende twitterte Tesla-CEO Elon Musk, er rate als Absicherung

gegen die Inflation vor allem dazu, physische Dinge wie Immobilien oder Aktien

zu besitzen. Genauso sieht das auch Warren Buffett, der schon bei der letzten

Rezession im Jahr 2009 empfahl, sich an einem krisensicheren Unternehmen zu

beteiligen. In diesem Kontext argumentiert auch der Dresdner Finanzdienstleister

Competent Investment Central, der mit Blick auf die Altersvorsorge unbedingt

Immobilien- und Sachwertinvestments als "sichere Bank" empfiehlt.

Aktien und EFTs für langfristige Wertsteigerungen

Auch wenn bei Aktien kurzfristige Wertverluste durch Kursschwankungen möglich

sind, ist bei diesem Investment langfristig von einem Wertzuwachs auszugehen.

Für Anleger bedeutet das, auch bei einer Talfahrt der Börse die Nerven zu

behalten und die Schwankungen im besten Fall einfach auszusitzen. Es lohnt sich

vor allem in bekannte und starke Unternehmen zu investieren, deren Produkte

nachgefragt sind. Wichtig ist eine breite Streuung, um das Risiko zu minimieren.

Nicht jeder Anleger möchte täglich Börsenkurse beobachten. Ideal sind daher

ETFs, die deutlich weniger volatil als Aktien sind und langfristig mit einem

guten Wachstum überzeugen. Die Indexfonds bieten eine perfekte Diversifikation,

so bildet der MSCI World mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern ab. Das

Portfolio ist allerdings sehr von US-Unternehmen geprägt, Schwellenländer

berücksichtigt der MSCI World gar nicht. Eine gute Alternative stellt der MSCI

All Countries World Index dar, der 3.000 Unternehmen aus 47 Ländern beinhaltet.

Gold: In Krisenzeiten wie eine Vermögensabsicherung

Gold ist der Klassiker, wenn es um eine krisensichere Geldanlage geht. Gerade

wenn die Zeichen auf Inflation stehen, entscheiden sich viele Investoren für den

Kauf von Gold. Im Gegensatz zum klassischen Kauf von Goldbarren oder kleineren

Einheiten, bei denen mit Aufschlägen zu rechnen ist, sind Gold-ETCs wie

Xetra-Gold eine mögliche Alternative. Dabei handelt es sich um

Schuldverschreibungen, die mit Goldbeständen abgesichert sind. Die

Goldzertifikate legen Anleger einfach in ihr Depot. Nachteilig bei der

Goldanlage ist, dass keine regelmäßigen Erträge erwirtschaftet werden. Die

Rendite liegt hier also in der möglichen Preissteigerung, die von Fachleuten

durchaus als realistisch bewertet wird. Sven Thieme: "Gold als Wertanlage und

Inflationsschutz sollte unbedingter Bestandteil eines jeden Anlageportfolios

sein, wobei der Anteil bei 20 Prozent liegen dürfte." Im Übrigen fallen beim

Verkauf von physischem Gold keine 19 Prozent Mehrwertsteuer und keine

Abgeltungssteuer an, was ein weiteres gutes Kauf-Argument ist.

Betongold als Inflationsschutz

Wer an Sachwerte denkt, hat genau wie Elon Musk oder andere Investment-Profis

Immobilien im Blick. Grundsätzlich ist das Kapital, das in ein Haus oder eine

Wohnung investiert wird, krisensicher angelegt. Hier sollten Anleger jedoch

genau hinschauen, denn in nachgefragten Großstädten sind die Immobilienpreise

zum Teil in astronomische Höhen geklettert und die Kaufpreise liegen bei mehr

als der 30-fachen der Jahresnettomiete. Ob sich die Investition da noch lohnt,

oder Investoren auf weniger nachgefragte Gegenden ausweichen sollten, sollte

genau überlegt werden. Ideal ist eine Immobilie in jedem Fall für Selbstnutzer,

die durch den Kauf nicht nur Miete sparen, sondern aktuell auch von niedrigen

Kapitalmarktzinsen für die Finanzierung profitieren. Eine Streuung gibt es bei

einer Anlage in Immobilien jedoch nicht, denn in der Regel fließt das gesamte

Kapital des Anlegers in das Vorhaben.

Für Anleger, die nicht selbst in eine Immobilie investieren wollen, können

offene Immobilienfonds eine Alternative sein. Das Kapital der Investoren wird in

verschiedene Vorhaben wie Wohnanlagen, Gewerbezentren oder Logistikimmobilien

investiert. Ein Vorteil ist, dass sich Investoren bereits mit kleineren Beträgen

an einem Fonds beteiligen können. Bei der Anlage profitieren Sie von

regelmäßigen Mieterträgen und Wertsteigerungen durch Veräußerungen. Wichtig ist,

dass es sich um einen soliden, gut gemanagten Fonds handelt. Wer kurzfristig

Geld braucht, kann die Anlagen zum tagesaktuellen Kurs an der Börse veräußern.

Ansonsten sind die Anteile mindestens zwei Jahre zu halten und es gilt eine

Kündigungsfrist von einem Jahr. Sven Thiemes abschließende Empfehlung zum Thema

"werterhaltende Investments" lautet: "Möglichst in jungen Jahren anfangen, einen

Grundstock für eine gesunde finanzielle Zukunft zu legen, um die Faktoren

Laufzeit und Wertsteigerung in vollem Umfang maximal zu nutzen."

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