DEKRA erweitert automotive Prüf- und Zertifizierungsservices in Asien

/ Expertenorganisation investiert in Zukunftstechnologie (FOTO)

Stuttgart (ots) - Die weltweit tätige Expertenorganisation DEKRA und Movon

Corporation in Südkorea haben am 31. August 2020 eine Vereinbarung zum Kauf der

Anteile der jüngst ausgegliederten Testlabore zur Messung der

Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und Hochfrequenzprüfungen (RF)

unterzeichnet. Movon besitzt eine langjährige Erfahrung bei EMV- und

RF-Prüfungen von Automobilelektronik. Das Unternehmen verfügt auf diesem Gebiet

über eine starke Marktposition in Südkorea und eine hervorragende weltweite

Anerkennung durch führende Automobilhersteller (OEMs). Mit dieser Akquisition

baut DEKRA seine Expertise im Boommarkt der EMV- und RF-Drahtlos-Prüfungen

weiter aus, die als eine Schlüsseltechnologie für vernetztes, automatisiertes

und elektrisches Fahren benötigt werden. Elektronische Systeme stehen heute

schon für fast 50 Prozent der Wertschöpfung eines modernen Autos, das immer

stärker vernetzt, automatisiert, elektrisch und mit elektronischen Systemen

unterwegs ist. Und der Stellenwert wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Das derzeitige weltweite EMV- und RF-Marktvolumen liegt bei geschätzten mehr als

zwei Milliarden Euro.

"Die Übernahme der Movon Labore ist ein wichtiger strategischer Schritt, unseren

internationalen automotiven Testverbund im asiatischen Markt weiter auszubauen",

sagt Stefan Kölbl, Vorstandsvorsitzender DEKRA e.V. und DEKRA SE. "Im

asiatischen Markt und bei EMV- und RF-Prüfungen erwarten wir in den kommenden

Jahren starke Zuwächse mit jährlichen Wachstumsraten im oberen einstelligen

Bereich." Außerdem sollen mit diesem Schritt in Zukunft weitere Akkreditierungen

bei Autoherstellern (OEMs) in China, Taiwan, Korea, Japan, Europa und den USA

ermöglicht werden.

Movon ist das einzige Labor, das von in- und ausländischen Fahrzeug-OEMs für

EMV-Tests in Südkorea akkreditiert ist; dazu zählen Unternehmen wie Volkswagen,

GM, Ford, FCA, Jaguar Landrover, MAZDA und Hyundai. Zum Kundenstamm zählen

weitere namhafte Autohersteller sowie viele bekannte koreanische Namen aus dem

Zuliefersektor, die wichtige elektronische Komponenten herstellen.

"In unseren hochmodernen weltweiten Testeinrichtungen können wir nicht nur

Verbraucherelektronik und IoT-Geräte testen, sondern auch alles von der

Automobilelektronik über E-Bikes bis hin zu kompletten Elektrofahrzeugen", sagt

der für den Zukauf verantwortliche Ivo Rauh, CTO und Vorstandsmitglied DEKRA SE,

zuständig für Services, Innovation und IT.

Neben EMV- und RF-(Wireless)Prüfungen gehören auch internationale

Typgenehmigungsverfahren für mobile und drahtlose Geräte für mehr als 190 Länder

sowie Zertifizierungen für elektrische Produkte ("KC" - Korean Certification)

zum Dienstleistungsportfolio des neu erworbenen Unternehmens.

Für alle elektrischen und elektronischen Komponenten, Geräte, Systeme und sogar

ganze Fahrzeuge und deren Komponenten schreiben die Vorschriften vor, dass alle

Produkte einen gewissen Grad an Einhaltung der elektromagnetischen

Verträglichkeit erfüllen müssen, um einen ordnungsgemäßen Betrieb in der

vorgesehenen Umgebung zu gewährleisten und die Sicherheit des Benutzers zu

gewährleisten. Dies verhindert Fehlfunktionen, unsicheren Betrieb und Unfälle,

die durch elektromagnetische Einflüsse auf die Bordelektronik verursacht werden

(alle Fahrerassistenzsysteme wie Brems- oder Distanzassistent, ABS, Airbags

usw.). "Im schlimmsten Fall kann eine unzureichende elektromagnetische

Verträglichkeit zu Fehlfunktionen sicherheitsrelevanter elektronischer

Komponenten führen, die möglicherweise zu schweren Unfällen führen können", sagt

Kölbl. "Je mehr Fahrzeuge in Zukunft automatisiert und vernetzt unterwegs sein

werden, desto wichtiger sind EMV- und RF-Tests."

Bereits heute engagiert sich DEKRA am Standort Südkorea in Seoul mit

Produktsicherheitsprüfungen - insbesondere auf dem Gebiet der

Explosionsschutzprüfungen und der Zertifizierung von Produkten, die an

explosionsgefährdeten Orten verwendet werden.

Der weltweite EMV- und RF-Laborverbund von DEKRA umfasst Hauptstandorte in

Deutschland (Stuttgart), in den Niederlanden (Arnhem), Spanien (Málaga), in

China (zehn Labore in allen großen Industriezentren wie Shanghai, Shenzhen,

Guangzhou und Suzhou), Taiwan (Linkou und Hsinchu) sowie in den USA (Ster-ling)

- und künftig auch Südkorea.

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