DEKRA schafft weitere 1.000 neue Stellen / Expertenorganisation mit

rund 5.000 zusätzlichen Jobs in 5 Jahren (FOTO)

Stuttgart (ots) -

- 500 Millionen Investitionsvolumen, verstärkt in Digitalisierung, bis 2025

- Bis 2025 wird das komplette Dienstleistungsportfolio digitalisiert sein

- Zentrale Zukunftsfelder sind Cyber Security und Künstliche Intelligenz

- Asiatischer Markt verspricht 2021 überproportionales Wachstum

- Umsatz 2020 fast auf Vorjahresniveau bei höherem operativen Cashflow

- EcoVadis zeichnet Prüfunternehmen als Nachhaltigkeits-Champion aus

Als anerkannter Partner für die Prüfung, Inspektion und Zertifizierung

intelligenter und vernetzter Produkte hat DEKRA auch im Corona-Krisenjahr 2020

als verlässlicher Arbeitgeber überzeugt: Die Stammbelegschaft wurde um 400

Mitarbeiter auf fast 30.000 erhöht. "Durch unsere breite fachliche Aufstellung,

unsere globale Präsenz und ein konsequentes Optimierungsprogramm konnten wir die

Auswirkungen der Pandemie in engen Grenzen halten", sagte der DEKRA

Vorstandsvorsitzende Stefan Kölbl auf der virtuellen Bilanzpressekonferenz in

Stuttgart. DEKRA erzielte mit 3,2 Milliarden Euro einen Umsatz fast auf

Vorjahresniveau - ohne den Umsatzrückgang der Sparte Zeitarbeit. Der operative

Cashflow legte um 70 Millionen Euro zu. Der Ergebnis-Rückgang fiel geringer aus

als erwartet. Kölbl betrachtet 2021 als ein Jahr des Aufbruchs zu neuen

Wachstumsufern, was sich auch durch Neubesetzungen im Vorstand zeigt: Die von

Bosch gewechselte IT-Expertin Ulrike Hetzel treibt als CTO den Aufbau neuer

digitaler Kompetenzen weiter voran. Stan Zurkiewicz hat fünf Jahre lang die

wichtige Wachstumsregion East & South Asia geleitet und verantwortet nun als COO

die weitere globale Expansion. Im Jahr 2021 will DEKRA die beiden Megatrends

Digitalisierung und Nachhaltigkeit für sich nutzen: Durch den Ausbau von

digitalen Services soll die Stammbelegschaft um weitere mindestens 1.000

Mitarbeiter erhöht werden. Die Gesamtbelegschaft einschließlich Zeitarbeit

umfasst dann mehr als 45.000 Beschäftigte.

Dieser Personalaufbau knüpft nahtlos an die vergangenen Jahre an: Seit 2015 hat

DEKRA seine Stammbelegschaft um ein gutes Fünftel erhöht, und zwar von rund

25.000 auf aktuell 30.000. Ein Großteil des Zuwachses wurde dabei außerhalb von

Deutschland, speziell in Asien erzielt. Das wird nach Aussage von Kölbl auch für

die Zukunft gelten. "Selbst im Corona-Jahr ist unser Umsatz beispielsweise in

China zweistellig gewachsen", berichtete der DEKRA Chef. "Deshalb werden wir im

laufenden Geschäftsjahr allein in der Wachstumsregion Asien-Pazifik weitere rund

400 neue Arbeitsplätze zu den bisherigen rund 3.500 schaffen."

Für das weitere Wachstum wird DEKRA die Digitalisierung bestehender und die

Entwicklung neuer digitaler Dienstleistungen vorantreiben. Bis 2025 - DEKRA

blickt dann auf 100 Jahre Einsatz für mehr technische Sicherheit zurück - wird

die Expertenorganisation ihr komplettes Dienstleistungsportfolio digitalisiert

haben. "Das gesamte Unternehmen wird konsequent an den Chancen der

Digitalisierung ausgerichtet: Das beinhaltet neue Arbeitsformen wie auch

verstärkte digitale Interaktion und Innovation bis hin zu datengetriebenen

Dienstleistungen", so der DEKRA Vorstandsvorsitzende.

"Auf dem weiteren Weg der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ist

Sicherheit ganz entscheidend", sagte Kölbl. Dem Selbstverständnis als Vordenker

entsprechend hat DEKRA deshalb 2020 verstärkt in die Zukunftsfelder "Cyber

Security" und "Künstliche Intelligenz" investiert. In zwei gleichnamigen "Hubs"

konzentriert die Expertenorganisation Know-how und entwickelt neue Services.

Erste KI-Kompetenzen hat DEKRA bereits mit dem Testen von Sprachassistenten wie

Amazons Alexa oder auch einem Fahrzeugscanner, der mit Hilfe von Algorithmen

Schäden identifizieren kann, unter Beweis gestellt. Der Anspruch von DEKRA

lautet: vertrauenswürdiger und neutraler Dritter für die Regulierung und

Zertifizierung von Künstlicher Intelligenz zu werden.

"Ohne von unabhängiger Seite bestätigte Sicherheit werden Verbraucher smarten

Produkten, die KI nutzen, nicht vertrauen", erläuterte der DEKRA Chef. Umso

digitaler beispielsweise Fahrzeuge werden, desto mehr sind nachprüfbare

Standards und intelligente Technologien zur Prüfung ihrer Einhaltung

erforderlich. DEKRA setzt sich deshalb für einen rechtlichen Rahmen ein, der

KI-Normen definiert und die Einhaltung prüfbar macht. Darüber hinaus baut DEKRA

am Standort Málaga (Spanien) als Teil des Internationalen Testverbunds

Asien-Europa-USA seine Kompetenzen zur KI-Prüfung und zu Big Data aus. Zudem

wird die Zusammenarbeit mit Partnern und Start-ups verstärkt.

Geht es - wie bei der KI - um datengetriebene Produkte oder Services, kommen

auch die Megathemen Cyber Security und funktionale Sicherheit ins Spiel. So

entwickelt DEKRA im Bereich der "Automotive Cyber Security" bereits Lösungen,

mit denen die Sicherheit von Software-Updates "Over-the-Air" (drahtlos) in

Fahrzeuge überprüft werden kann. Kölbl: "Unsere Position im Markt für Cyber

Security Services werden wir weiter ausbauen. Bis 2025 wollen wir der globale

Partner für Automotive Cyber Security werden." Bereits heute arbeitet DEKRA eng

mit internationalen Automobil-OEMs und Zulieferern für Automotive Cyber Security

(UNECE R155 / 156 & ISO 21434) zusammen. Hierfür werden auf mehreren Kontinenten

Expertenhubs für Testen, Zertifizieren, Beraten und Training aufgebaut.

Mobilität der Zukunft absichern

Eng verknüpft mit KI und Cyber Security ist die Zukunft der Mobilität. "Als

Expertenorganisation, deren Erfolg seit fast 100 Jahren eng mit sicherer

Mobilität verbunden ist, begleiten wir unsere Kunden in diesem

Transformationsprozess", so DEKRA Chef Stefan Kölbl. In allen Service Divisions

entwickelt DEKRA neue Angebote rund um Wachstumsmärkte wie das automatisierte

Fahren, die Elektro- und Mikromobilität oder das Car Sharing.

Schon heute ist DEKRA als Anbieter von End-to-End-Tests Vorreiter beim Prüfen

von Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität. Mit einem neuen Speziallabor in

Stuttgart und durch die Übernahme der Labore der südkoreanischen Movon

Corporation konnte DEKRA zudem seine Marktstellung in der Messung der

elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und Hochfrequenzprüfung (RF),

insbesondere für Automobilhersteller und -zulieferer, weiter stärken. Im

weltweit größten Automarkt China baut DEKRA gerade mit einem inländischen

Partner ein State-of-the-Art-Testzentrum für die Prüfung von

Schlüsseltechnologien rund um drahtlose Kommunikation, Konnektivität, KI,

Geoinformationssysteme und Cyber Security auf. Nächstes Jahr sollen erste Tests

anlaufen.

Expansion im Kfz-Prüfgeschäft

Im traditionellen Kerngeschäft, der periodischen Prüfung von Kraftfahrzeugen

(Service Division Vehicle Inspection), bereitet sich DEKRA unter anderem auf die

notwendige Überwachung von Over-the-Air-Updates bei vernetzten Fahrzeugen vor.

Weiteres Wachstum in den kommenden Jahren wird sich durch die Erschließung neuer

Märkte ergeben. In der Fahrzeugprüfung hat DEKRA den Umsatz im Jahr 2020 trotz

Corona um rund 6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert. Kölbl: "Mit dem

aktuellen Markteintritt in Chile und Mexiko haben wir unsere Position als

Weltmarktführer erneut ausgebaut." Derzeit ist DEKRA in 22 Ländern aktiv und

wird sich auch in Zukunft bei weiteren Ausschreibungen für den Aufbau von

Prüfstationen beteiligen. Aktuell werden jährlich etwa 27 Millionen Fahrzeuge

geprüft, davon in Deutschland rund zehn Millionen.

Digitale Lernwelten auf dem Vormarsch

Weitere Wachstumschancen eröffnen sich DEKRA durch die Virtualisierung von

Dienstleistungen - beispielweise in der Service Division Industrial Inspection

in Form des Online Monitorings von Anlagen, in der Service Division Audit durch

die Fern-Prüfung (remote) von Prozessen des Qualitätsmanagements oder in der

Service Division Training durch digitale Lernwelten. Insbesondere das Angebot an

digitalen Trainings und Qualifizierungen hat DEKRA in der Corona-Pandemie für

Privatpersonen, Firmen und öffentliche Auftraggeber deutlich erweitert. Ein

Beispiel ist das High-Voltage Vehicles Training HiVo: "Das neue digitale Angebot

kommt zur rechten Zeit, da die Arbeit mit und an Hochvoltfahrzeugen wie E-Autos,

zum Beispiel im Verkauf, bei Abschleppdiensten und in Kfz-Werkstätten, spezielle

Kenntnisse erfordert, um Risiken und Unfälle zu vermeiden", sagte der DEKRA CEO.

Jahrtausendthema Nachhaltigkeit

DEKRA hat im Jahr 2020 die eigene Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt und

wird bis 2025 den CO2-Fußabdruck halbieren. DEKRA rangiert schon heute mit dem

Platinum-Rating von EcoVadis unter den Top-1-Prozent der nachhaltigen

Unternehmen. "DEKRA ist im doppelten Wortsinn ein nachhaltiges Unternehmen - zum

einen reduzieren wir konsequent unseren eigenen ökologischen Fußabdruck, zum

anderen helfen wir mit unseren Dienstleistungen anderen, nachhaltiger zu

wirtschaften", erläuterte DEKRA Finanzvorstand Wolfgang Linsenmaier. So haben

beispielsweise sechs Profi-Fußballclubs an der Nachhaltigkeits-Zertifizierung

"sustainClub" durch DEKRA teilgenommen - weitere Profivereine kommen demnächst

dazu. Das Angebot an Nachhaltigkeitsdienstleistungen wird DEKRA angesichts des

enormen Bedarfs nach mehr Klimaneutralität in den kommenden Jahren weiter

ausbauen.

Ausblick

In das laufende Jahr ist DEKRA gut gestartet. Der Umsatz im ersten Quartal

übersteigt die Höhe des Vorjahres sowie die Planung. "Dank unserer konsequenten

Ausrichtung auf Digitalisierung, Innovation und die Märkte der Zukunft werden

wir durchstarten und auf unseren Wachstumskurs zurückkehren, sofern die

Corona-Pandemie uns nicht ausbremst," sagte DEKRA Chef Stefan Kölbl. "Aus

aktueller Sicht beginnt ab 2022 ein neuer Wachstumszyklus für DEKRA und die

TIC-Branche. Denn Sicherheit ist ein zentrales menschliches Grundbedürfnis -

besonders in einer digitalisierten Welt." DEKRA wird deshalb weiter stark auf

organisches Wachstum setzen und dafür rund 500 Millionen Euro bis 2025

investieren. "Wir sind aber auch bereit für weitere nachhaltige Akquisitionen,

um unser digitales Dienstleistungsangebot zusätzlich abzurunden", so Stefan

Kölbl.

Über DEKRA

Seit fast 100 Jahren arbeitet DEKRA für die Sicherheit: Aus dem 1925 in Berlin

gegründeten Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein e.V. ist eine der

weltweit führenden Expertenorganisationen geworden. Die DEKRA SE ist eine

hundertprozentige Tochtergesellschaft des DEKRA e.V. und steuert das operative

Geschäft des Konzerns. Im Jahr 2020 hat DEKRA einen Umsatz von nahezu 3,2

Milliarden Euro erzielt. Rund 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in

rund 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten im Einsatz. Mit qualifizierten und

unabhängigen Expertendienstleistungen arbeiten sie für die Sicherheit im

Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause. Das Portfolio reicht von Fahrzeugprüfungen

und Gutachten über Schadenregulierung, Industrie- und Bauprüfung,

Sicherheitsberatung sowie die Prüfung und Zertifizierung von Produkten und

Systemen bis zu Schulungsangeboten und Zeitarbeit. Die Vision bis zum 100.

Geburtstag im Jahr 2025 lautet: DEKRA wird der globale Partner für eine sichere

Welt. DEKRA gehört schon heute mit dem Platinum-Rating von EcoVadis zu den

Top-1-Prozent der nachhaltigen Unternehmen im Ranking.

Pressekontakt:

DEKRA e.V.

Konzernkommunikation

Dr. Torsten Knödler

0711.7861-2075

0711.7861-742075

mailto:torsten.knoedler@dekra.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6647/4905169

OTS: DEKRA SE