bayme vbm Umfrage zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise -

Nur knapp jeder fünfte Betrieb erreicht Ende 2020 das

Produktionsvorkrisenniveau

München (ots) - Lediglich 17,9 Prozent der Betriebe der bayerischen Metall- und

Elektro-Industrie (M+E) erwarten, Ende 2020 bereits wieder das Vorkrisenniveau

in der Produktion erreicht zu haben. Ein gutes Viertel rechnet zwischen Mitte

und Ende 2021 damit, für 54,1 Prozent ist eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau

derzeit noch nicht absehbar. " Über die Hälfte der Unternehmen leidet aktuell

noch unter größeren Einschränkungen in der Produktion , jedes zweite davon ist

sogar stark oder sehr stark betroffen", kommentiert bayme vbm

Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die aktuelle Umfrage der bayerischen

M+E-Arbeitgeberverbände unter ihren Mitgliedsunternehmen und ergänzt: "Die

Corona-Pandemie ist noch lange nicht ausgestanden. Die Belastungen für die

Wirtschaft sind enorm und die Perspektiven verhalten , wenn auch eine leichte

Erholung eingesetzt hat."

So ist die Kapazitätsauslastung von 64 Prozent im Juli auf 77 Prozent im Oktober

gestiegen. "Eine erfreuliche Entwicklung, in der sich aber auch Nachholeffekte

zeigen", erklärt Brossardt. Laut Umfrage erwarten weiterhin rund zwei Drittel

der Unternehmen einen Umsatzrückgang im Jahr 2020. Im Mittel liegt dieser bei 23

Prozent. "Das sind dramatische Zahlen. Der entgangene Gewinn fehlt schmerzlich

bei Investitionen in die Zukunft. Wir müssen aufpassen, dass wir international

nicht abgehängt werden. Politik und Tarifpartner sind nun gefragt, keine

weiteren Belastungen, sondern Entlastungen für die Unternehmen zu schaffen", so

Brossardt.

Die Unternehmen versuchen trotz der Krise die Beschäftigung zu sichern und

nutzen dafür weiterhin in großem Umfang die Kurzarbeit . "53,9 Prozent der

bayerischen M+E Unternehmen arbeiten aktuell kurz. In diesen Unternehmen sind

rund 45 Prozent der Mitarbeiter betroffen. Das Instrument der Kurzarbeit

verhindert einen größeren Beschäftigungsabbau und die Verlängerung bis Ende 2021

war die richtige Entscheidung", kommentiert Brossardt. Laut Umfrage müssen 30,6

Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl bis Ende 2020 reduzieren. 9,3

Prozent der Betriebe sehen sich dazu gezwungen, betriebsbedingte Kündigungen

auszusprechen. Auch im Verlauf des Jahres 2021 plant noch jedes vierte

Unternehmen Beschäftigung zu verringern. "Mit Blick auf die bevorstehende

Tarifrunde hoffen wir auf eine der Lage angemessene Forderung unseres

Tarifpartners. Alles andere würde den Ernst der Situation verkennen", so

Brossardt.

Die Umfrage wurde zwischen dem 28. September und 02. Oktober durchgeführt.

Die Umfrageergebnisse finden Sie unter: http://www.baymevbm.de/corona-umfrage

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