Neubau-Preisanalyse für Deutschlands Top 10 Städte / Kaufpreise für

Neubauwohnungen ziehen weiter an, Kaufpreise für Neubauhäuser steigen

weniger stark

Berlin (ots) -

- Kein Ende in Sicht: Die Angebotspreise für Neubau-Eigentumswohnungen stiegen

in den deutschen Ballungsräumen 2020 zwischen 4,9 und 17,4 Prozent.

- Die Preisdynamik für Neubauhäuser entwickelte sich weniger stark.

- Der Traum vom Eigenheim lässt sich in Leipzig, Bremen und Dresden am

günstigsten erfüllen.

- München, Stuttgart und Frankfurt am Main sind Deutschlands teuerste Pflaster.

Auch im Corona-Jahr 2020 war das Preiswachstum für neugebaute Eigentumswohnungen

nicht zu bremsen. ImmoScout24 verzeichnete in zehn der größten deutschen Städte

einen Anstieg der Angebotskaufpreise für Neubauwohnungen zwischen 4,9 und 17,4

Prozent. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen überstieg in dem betrachteten

Zeitraum vom vierten Quartal 2020 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr

das Angebot bei weitem und lag in vielen Städten sogar über den Vorjahreszahlen.

An erster Stelle der Preissteigerungen stand wie bereits im Vorjahr Leipzig.

Hier verstärkte sich die Preisdynamik sogar. Während der Preisanstieg 2019 noch

bei 15,6 Prozent lag, kletterte er 2020 auf 17,4 Prozent. In Berlin, Frankfurt

am Main und Köln verteuerten sich die Neubau-Eigentumswohnungen im Jahr 2020 mit

einem Plus von mehr als 10,5 Prozent ebenfalls deutlich.

"Es gab bei vielen Marktbeobachter:innen die Erwartung, dass die

Preissteigerungen von Immobilien mit der Corona-Krise ein Ende finden. Doch

gerade bei Neubau-Eigentumswohnungen ist das Gegenteil der Fall. Die

fortgesetzten Preissteigerungen sind ein Indiz für die nach wie vor hohe

Nachfrage und belegen, dass die Märkte noch nicht ausgereizt sind. Denn ob als

Anlageobjekt oder zur Selbstnutzung: Sein Geld in Betongold zu investieren, ist

für viele Menschen gerade auch in unsicheren Zeiten sehr attraktiv", erläutert

Kristian Kehlert, Marktanalyst bei ImmoScout24.

Für die Auswertung hat ImmoScout24 die durchschnittlichen Angebotspreise für

eine neugebaute Eigentumswohnung und ein neu errichtetes Einfamilienhaus in

Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig,

München und Stuttgart analysiert. Referenzobjekte waren dabei eine Neubauwohnung

mit 80 Quadratmetern und drei Zimmern sowie ein Neubauhaus mit 140 Quadratmeter

Wohnfläche auf 600 Quadratmeter Grundfläche. Inserate im Neubauhaus-Bereich

basieren häufig auf Angeboten von Hausbau-Anbietern und ihren Grundpreisen.

Diese können sich im Laufe des Planungsprozesses erhöhen und berücksichtigen

meist keine Grundstückspreise.

Leipziger sparen im Gegensatz zu Münchnern fast 470.000 Euro beim Kauf einer

Neubau-Eigentumswohnung

Ob man im Süden, Norden, Osten oder Westen Deutschlands eine Eigentumswohnung

erwirbt, macht finanziell einen großen Unterschied. Obwohl die Preise in Leipzig

so stark gestiegen sind, ist die Stadt gemessen an den durchschnittlichen

Kaufpreisen für Neubauwohnungen weiterhin die preiswerteste der untersuchten

Städte: Anbieter:innen verlangten hier im Schnitt rund 300.000 Euro für eine 80

Quadratmeter große Neubauwohnung. Auch in Bremen und Dresden lagen die

entsprechenden Angebotspreise unter der Schwelle von 300.000 Euro.

Etwa 470.000 Euro mehr sind es in München, Deutschlands teuerstem Pflaster. Der

durchschnittliche Angebotskaufpreis für eine Neubauwohnung mit drei Zimmern lag

im vierten Quartal 2020 bei etwa 770.000 Euro. Jedoch verzeichnete München mit

4,9 Prozent den geringsten Preiszuwachs im Städtevergleich. In Stuttgart und

Frankfurt am Main können sich ebenfalls nur noch gut betuchte Bürger:innen den

Traum von der eigenen Wohnung erfüllen. In Stuttgart riefen Anbieter:innen

Neubaupreise von knapp 600.000 Euro und in Frankfurt am Main von etwa 570.000

Euro auf.

Einfamilienhaus in Dresden ist rund eine Million Euro günstiger als Pendant in

München

Bei den Neubauhäusern stiegen die Angebotskaufpreise vom vierten Quartal 2020 zu

2019 nicht ganz so stark. Leipzig verzeichnete den höchsten Zuwachs mit 2,9

Prozent, Berlin folgte mit 2,7 Prozent. Dresden war im vergangenen Jahr die

einzige Stadt mit einer Preiskorrektur: Im vierten Quartal 2020 boten

Verkäufer:innen ihre Neubauhäuser um 1,9 Prozent günstiger an als im vierten

Quartal des Vorjahres.

Der durchschnittliche Kaufpreis für Neubauhäuser sank damit in Dresden auf etwa

430.000 Euro - im Städtevergleich das günstigste Angebot. Auch in Bremen mit

rund 460.000 Euro und in Leipzig mit circa 520.000 Euro lässt sich der Traum vom

Neubau-Eigenheim noch vergleichsweise budgetschonend verwirklichen. Das teuerste

Pflaster für Neubauhäuser ist wieder einmal München. Fast 1,5 Millionen Euro

wurden hier im Schnitt für ein Haus mit 140 Quadratmeter Wohnfläche verlangt.

Ein Einfamilienhaus in Dresden war damit im vierten Quartal 2020 rund eine

Million Euro günstiger als das Pendant in München.

Damit scheint die bayerische Landeshauptstadt ihr Plateau erreicht zu haben.

Eine Steigerung im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr gab es nicht

mehr. Auch in Hamburg stagnierten die Angebotskaufpreise mit einem Wert von 0,6

Prozent auf Vorjahresniveau (circa 720.000 Euro). Ob sich diese Entwicklung vor

dem Hintergrund eines diskutierten Verbots des Neubaus von Einfamilienhäusern in

Hamburg-Nord fortsetzen wird, ist fraglich. Eine Preisstagnation blieb in

Stuttgart bislang aus, obwohl hier die zweithöchsten Angebotspreise aufgerufen

wurden. Die Kaufpreise kletterten im vergangenen Jahr dennoch um 2,6 Prozent auf

etwa 1,1 Millionen Euro. Frankfurt am Main blieb mit 960.000 Euro knapp unter

der 1-Millionen-Marke.

"Wer vom Eigenheim träumt und auch nach Corona die Möglichkeit hat, vermehrt im

Homeoffice zu arbeiten, sollte sich die Preisentwicklung und das Preisniveau in

weniger zentralen Wohngegenden ansehen. Finanziell kann es ein großer Vorteil

sein, einige Kilometer mehr Fahrtzeit auf sich zu nehmen und dafür beim

Kaufpreis zu sparen. Kaufinteressent:innen sollten allerdings auf die

Verkehrsanbindung und die Infrastruktur am neuen Wohnort achten. Die

Kartenansicht auf ImmoScout24 zeigt diese wichtigen Faktoren an, inklusive

Internet- und Mobilfunkverbindung", so Kristian Kehlert.

Die Preisanalysen der "Neubau-Kauf-Maps" finden Sie unter:

https://www.immobilienscout24.de/lp/neubau-kauf-maps/

Service für die Medien:

Auf Rückfrage stellen wir gerne tiefergehende Neubaudaten sowie Grafiken für die

untersuchten Städte und ihr jeweiliges Umland zur Verfügung. Zur Auswahl stehen

die Daten für Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg,

Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an

mailto:presse@immobilienscout24.de .

Methodik

Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen beziehen sich

auf eine 80 Quadratmeter große 3-Zimmer-Wohnung, erbaut in den letzten zwei

Kalenderjahren und mit gepflegter Ausstattungsqualität. Die durchschnittlichen

Hauspreise beziehen sich auf ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmeter Wohnfläche

auf einem Grundstück mit 600 Quadratmetern, ebenfalls erbaut in den letzten zwei

Kalenderjahren und mit gepflegter Ausstattungsqualität. Die Preise wurden auf

Basis aller bei ImmoScout24 inserierten und mit diesen Merkmalen ausgestatteten

Neubauobjekte ermittelt. Inserate im Neubauhaus-Bereich basieren häufig auf den

Angeboten von Hausbau-Anbietern und ihren Grundpreisen. Diese können sich im

Laufe des Planungsprozesses erhöhen und berücksichtigen meist keine

Grundstückspreise. Der Prozentwert beschreibt das Preiswachstum zwischen dem

vierten Quartal 2019 und dem vierten Quartal 2020. Die gesamte Zeitreihe wurde

neu berechnet und auf Basis der hinzugewonnenen Daten auch eine Korrektur der

Daten von 2019 vorgenommen. Dadurch kommt es in einigen Fällen zu Abweichungen

zu den kommunizierten Werten aus dem letzten Jahr. Die Anpassungen erlauben eine

realistischere Abbildung des Marktes.

Über ImmoScout24

ImmoScout24 (https://www.immobilienscout24.de/unternehmen.html) ist die führende

Online-Plattform für Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland. Seit über 20

Jahren revolutioniert ImmoScout24 den Immobilienmarkt und unterstützt jeden

Monat 13,8 Millionen Nutzer auf dem Weg ins neue Zuhause oder in die passende

Gewerbefläche. Deshalb kennen 99 Prozent der Zielgruppe ImmoScout24. Mit seinen

digitalen Lösungen schafft der Online-Marktplatz Orientierung und bringt

Eigentümer, Makler und Suchende erfolgreich zusammen. ImmoScout24 arbeitet an

dem Ziel, Transaktionen rund um die Immobilie digital abzuwickeln und dadurch

komplexe Entscheidungen für seine Nutzer einfacher zu machen. Seit 2012 ist

ImmoScout24 auch auf dem österreichischen Wohn- und Gewerbemarkt aktiv und

erreicht monatlich rund 3 Millionen Suchende.

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