Hoffnung auf Corona-Impfstoff erhöht Wahrscheinlichkeit für steigende

Bauzinsen

München (ots) -

- Zinsen für Immobiliendarlehen bewegten sich zuletzt fast auf Rekordtief

- Tipp: Wer ein Objekt gefunden hat, sollte sich das aktuell niedrige Zinsniveau

möglichst langfristig sichern

Ein möglicher Durchbruch bei der Erforschung eines Corona-Impfstoffs könnte

Impulse setzen für steigende Zinsen bei Immobilienkrediten. Zu dieser

Einschätzung kommt die Interhyp AG, Deutschlands größter Vermittler privater

Baufinanzierungen. Die Börsen hatten am Montag bereits mit Kurssprüngen

reagiert, auch an den Anleihemärkten zeigten sich steigende Renditen. "Die

Notenbanken haben ihre Geldpolitik wegen der Corona-Pandemie zuletzt deutlich

gelockert. Gleichzeitig hatten Investoren sichere Anlagen wie Staatsanleihen und

Pfandbriefe gesucht, deren Renditen in der Folge gesunken sind. Die Hoffnung auf

einen Impfstoff könnte die Einschätzungen verändern. Ein Anstieg der

Anleiherenditen und in der Folge steigende Bauzinsen werden zumindest

kurzfristig wahrscheinlicher", sagt Mirjam Mohr, Vorständin der Interhyp AG. "Ob

sich daraus ein nachhaltiger Trend entwickeln kann, wird allerdings auch davon

abhängen, wie es für viele weitere Unsicherheitsfaktoren wie etwa der

Konjunkturentwicklung in der Pandemie, dem Brexit und den Handelskonflikten

weiter gehen wird." Am Montag hatte die Rendite der zehnjährigen deutschen

Bundesanleihe bereits ein Plus verzeichnet. Im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer,

einer monatlichen Umfrage unter zehn deutschen Kreditinstituten, hatten die

befragten Experten in den vergangenen Wochen höhere Zinsen auch von der

Verfügbarkeit eines Impfstoffes abhängig gemacht.

Die Renditen von Anleihen und Pfandbriefen sind ein Maß für die

Finanzierungsbedingungen der Banken. Daher orientiert sich die Entwicklung der

Bauzinsen an den Anleiherenditen. Wie eine aktuelle Auswertung der Konditionen

von mehr als 400 Instituten zeigt, liegen die Konditionen für zehnjährige

Darlehen im Schnitt aktuell noch bei rund 0,7 Prozent und damit nahe des

Allzeittiefs. Bei Bestanbietern und bei entsprechender Bonität sind sogar

Zinssätze unter 0,5 Prozent möglich. "Wer sein Traumobjekt gefunden hat, sollte

nicht auf noch niedrigere Konditionen spekulieren, sondern die Finanzierung

ruhig festzurren und die Zinsen möglichst langfristig sichern", rät Mohr.

Bereits ein Zinsanstieg um wenige Zehntel-Prozentpunkte könne ein

Immobiliendarlehen durch die lange Laufzeit und die Kredithöhe um mehrere

tausend Euro verteuern. Zu einem übereilten Kauf bestehe dennoch kein Anlass.

"Ein Immobilienkauf und die zugehörige Baufinanzierung sollten immer wohl

überlegt sein", so Mirjam Mohr. "Ausreichend Zeit für eine gut abgewogene

Kaufentscheidung sowie für einen umfassenden Zinsvergleich sollten sich

Interessenten auf jeden Fall nehmen."

Im historischen Kontext hohe Zinsen sind laut Interhyp auch in den nächsten

Wochen und Monaten nicht zu erwarten. Dagegen sprechen die weiterhin niedrige

Inflation sowie die weltweiten konjunkturellen Auswirkungen des ersten und

zweiten Lockdowns inklusive der immensen Verschuldung. Auch Themen wie der

Brexit oder die mögliche Neuausrichtung der Handelsbeziehungen nach der US-Wahl

werden die Märkte weiterhin prägen.

Die Hoffnung auf einen Impfstoff kann allerdings zu einer Neubewertung der

Situation an den Märkten führen, vor allem, wenn sich die Hoffnungen

bewahrheiten. Die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen war in den vergangenen

Wochen zuletzt anhaltend hoch, wodurch die Renditen im deutlichen Minus-Bereich

verharrten. Sollten die Renditen nachhaltiger steigen, wird sich das auf die

Zinsen für Immobilienkredite auswirken.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private

Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an

den Endkunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittler und

institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2019 ein

Baufinanzierungsvolumen von 24,5 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen rund 500

Bankpartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die

Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform eHyp mit

kundenorientierten Digitalangeboten und der vielfach ausgezeichneten Kompetenz

ihrer Finanzierungsspezialisten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt etwa 1.600

Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten in Deutschland sowie in Österreich

mit der Zweig-Niederlassung in Wien präsent.

Pressekontakt:

Britta Barlage, Pressesprecherin B2C, Interhyp AG, Domagkstraße 34, 80807

München, Telefon: +49 (89) 20307 1325, E-Mail: britta.barlage@interhyp.de,

https://interhyp.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/12620/4758885

OTS: Interhyp AG