Immobilienjahr 2022: Steigende Kaufpreise, steigende Zinsen, neue

Förderungen

München (ots) -

- Interhyp erwartet anhaltende Nachfrage trotz weiter steigender

Immobilienpreise und Zinsanstiegs beim Baugeld

- Schwierige Leistbarkeit wird Preissteigerung etwas abbremsen

- Positive Effekte fürs Wohneigentum durch neuen Koalitionsvertrag erwartet,

Kapitalanleger müssen aber genauer rechnen

Die niedrigen Zinsen und die Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Immobilien

in 2021 wie schon 2020 stark angeheizt. Laut Interhyp liegt der

durchschnittliche Immobilienpreis inklusive Nebenkosten über ganz Deutschland

gerechnet zum Dezember 2021 mittlerweile bei rund 490.000 Euro. Im Vergleich zum

Vorjahr sind die Preise damit um rund 10 Prozent gestiegen. Interhyp rechnet

auch fürs kommende Jahr mit einer anhaltenden Nachfrage. "Für 2022 erwarten wir

weiter steigende Kaufpreise, allerdings mit leicht gebremster Dynamik. Beim

Baugeld halten wir einen leichten Anstieg der Zinsen für wahrscheinlich", sagt

Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Nachfolgend skizziert

Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen die wichtigsten

Trends und Themen auf dem Markt für Wohnimmobilien in 2022.

Die Corona-Krise habe zu einem Nachfrageboom auf dem Immobilienmarkt geführt,

berichtet Interhyp. Jörg Utecht: "Die Menschen wünschen sich Sicherheit in

unsicheren Zeiten: Die eigene Immobilie verspricht Sicherheit - ob als Wohnsitz

für die Familie oder als Kapitalanlage zur Sicherung der Altersvorsorge.

Gleichzeitig hat auch das Home-Office dazu beigetragen, dass sich die Menschen

stärker mit ihrer Wohnsituation auseinandergesetzt haben und Möglichkeiten, den

Wohnort zu wechseln, heute eher in Betracht ziehen." Verbunden mit leistbaren

Kreditraten durch immer noch niedrige Kreditzinsen habe die zunehmende

Attraktivität der Immobilie zu einem Nachfrageüberhang geführt - und in der

Folge zu stark steigenden Immobilienpreisen.

Preisanstieg bei Häusern und Wohnungen könnte sich verlangsamen

Einen deutlichen Einbruch der Nachfrage erwartet Interhyp nicht - wohl aber ein

etwas gebremstes Wachstum der Preise im Vergleich zu 2021. Jörg Utecht: "Für

2022 erwarten wir weiter steigende Preise, aber einen langsameren Anstieg. Die

hohen Kaufpreise und Nebenkosten erschweren den Kauf, gleichzeitig könnten die

Zinsen leicht anziehen - das macht Immobilien weniger leistbar und wird den

Nachfrageboom etwas abbremsen", sagt Utecht. "Zugleich kann die geplante

Neubauoffensive der neuen Bundesregierung auf der Angebotsseite dazu beitragen,

den Preisdruck etwas abzudämpfen." Den Nachfrageüberhang auf dem Wohnungsmarkt

der Metropolen werde dies aber nicht binnen kurzer Zeit entscheidend eindämmen

können.

Etwas teurere Kredite in 2022 wahrscheinlich

Im historischen Kontext betrachtet werden Zinsen auch 2022 günstig bleiben,

Immobilieninteressenten würden einen Zinsanstieg dennoch zu spüren bekommen, so

Interhyp. Die anhaltend hohe Inflation setze die Notenbanken immer mehr unter

Zugzwang. "Spätestens, wenn die Risiken für wirtschaftliche und

gesellschaftliche Rückschläge durch die Corona-Pandemie im Jahresverlauf 2022

abnehmen, werden steigende Zinsen wahrscheinlicher", sagt Jörg Utecht. Interhyp

hat berechnet, was eine solche Zinswende für Käuferinnen und Käufer im kommenden

Jahr bedeuten würde. Bei einem Zinsanstieg um 0,2 Prozentpunkte von heute

üblichen 1 Prozent Zinsen auf 1,2 Prozent würden sich die Zinskosten für ein

durchschnittliches Darlehen von rund 350.000 Euro innerhalb einer zehnjährigen

Zinsbindung und bei einer anfänglichen Tilgung von drei Prozent um rund 5.700

Euro verteuern. Ein Zinssprung um 0,5 Prozentpunkte würde die Zinskosten um rund

14.500 Euro erhöhen.

Neue Förderungen von Wohneigentum

Die neue Regierung setzt im neuen Koalitionsvertrag auf den Neubau von

Wohnungen: 400.000 Wohnungen sollen pro Jahr neu entstehen. Gleichzeitig soll

der Erwerb von Wohneigentum gefördert werden: Konkret sind

eigenkapitalersetzende Darlehen, Tilgungszuschüsse, eine flexiblere Gestaltung

der Grunderwerbsteuer und günstigere Baukosten geplant. Ab 2022 wird sich

zeigen, wie sehr und ab wann Immobilieninteressenten von den geplanten

Neuerungen profitieren. Jörg Utecht: "Mit den getroffenen Vereinbarungen rückt

die Regierung das Thema Bauen und Wohnen in den Fokus, was wir begrüßen." Hohe

Kauf- und Kaufnebenkosten seien ein wichtiger Grund für die niedrige

Wohneigentumsquote in Deutschland. Deshalb sei es nur konsequent, dass die neue

Regierung vielfältige Maßnahmen entwickelt, um das Problem zu lösen, so Utecht.

"Eigenkapitalersetzende Darlehen, Tilgungszuschüsse, flexiblere Gestaltungen bei

der Grunderwerbsteuer zum Beispiel über Freibeträge sowie günstigere Baukosten

sind wichtige Schritte in die richtige Richtung. Jetzt kommt es darauf an, dass

diese Maßnahmen mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet und

gegenfinanziert werden", sagt Jörg Utecht. Beispielsweise sei es wichtig, im

nächsten Schritt die Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer zu konkretisieren

und mit spürbarem Effekt für die Käuferinnen und Käufer umzusetzen.

Mietpreisbremse: Kleinere Kapitalanleger sollten in 2022 noch genauer rechnen

Wer im neuen Jahr eine Immobilie als Kapitalanlage erwerben will, sollte noch

genauer hinsehen. Laut Koalitionsvertrag soll die Mietpreisbremse verlängert und

die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt

verringert werden. "Die Ausgestaltungen zur Mietpreisbremse und die Senkung der

Kappungsgrenze sind aus Sicht von kleinen Kapitalanlegern, die ihre private

Altersvorsorge etwa mit einer Eigentumswohnung auf ein sicheres Fundament

stellen wollen, ungünstig", sagt Utecht. "Bei noch immer steigenden Bau- und

Kaufkosten machen stagnierende Mieten den Kauf einer kleinen Eigentumswohnung

für private Anleger weniger attraktiv. Je geringer die möglichen Mieteinnahmen

sind, desto mehr müssen Käufer den Kapitaldienst des Darlehens mit eigenen

finanziellen Mitteln stützen können."

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private

Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an

den Endkunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittler und

institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2020 ein

Finanzierungsvolumen von 28,8 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500

Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die

Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform eHyp mit

kundenorientierten Digitalangeboten und der vielfach ausgezeichneten Kompetenz

ihrer Finanzierungsspezialisten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt etwa 1.600

Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kunden

und Partner präsent.

Pressekontakt:

Britta Barlage, Senior Unternehmenssprecherin, Interhyp AG, Domagkstraße 34,

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