Den Druck der Coronakrise abfedern und wirtschaftliche Stabilität

ermöglichen: Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen in

Nordafrika und dem Nahen Osten

Frankfurt am Main (ots) -

- Corona-Sofortprogramm: Weitere 76 Mio. EUR für den SANAD-Fonds

- Regionale Erweiterung des Fonds auf Subsahara-Afrika

- Verschärfung des afrikanischen Migrationsdrucks entgegenwirken

Die KfW vergibt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und im Rahmen des Corona-Sofortprogramms

weitere 76 Mio. EUR an den SANAD-Fonds. Dieser stellt kleinsten, kleinen und

mittleren Unternehmen (KKMU) über lokale Finanzinstitutionen in Nordafrika und

dem Nahen Osten kurzfristige Liquidität und Langfristfinanzierungen sowie

Eigenkapital zur Verfügung - auch in Lokalwährung. Darüber hinaus geht der Fonds

auch Beteiligungen ein. Ab sofort werden in begrenztem Umfang auch ausgewählte

Länder Subsahara-Afrikas (Elfenbeinküste, Ghana, Kenia, Ruanda, Senegal und

Uganda) unterstützt.

KKMU sind ein bedeutsamer Wirtschaftsmotor und in der Coronakrise stark unter

Druck geraten. Denn auf die Ausbreitung von Covid-19 reagierten die Regierungen

in diesen Ländern mit der Schließung der Grenzen, führten Ausgangssperren ein

und schlossen öffentliche Einrichtungen, Einkaufszentren und Märkte mit

verheerenden Auswirkungen für die Wirtschaft. Die weitere Unterstützung zielt

deshalb mehr denn je auf die Verbesserung der Beschäftigungs- und

Einkommensentwicklung sowie der Lebenssituation der Bevölkerung in den

jeweiligen Ländern ab. Nicht zuletzt nimmt durch die Maßnahmen auch der

Migrationsdruck ab, der stark auf den afrikanischen Gesellschaften lastet.

"Der SANAD-Fonds trägt mit der Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen in

Nordafrika und dem Nahen Osten dazu bei, die seit dem sogenannten "Arabischen

Frühling" im Jahr 2011 durch hohe Arbeitslosigkeit, Ungleichheit und Armut in

der Bevölkerung entstandenen Instabilitäten und sozialen Spannungen zu mindern.

Diese haben sich in der aktuellen Covid-19 Krise dort und auch in den Ländern

Subsahara-Afrikas verschärft. Es bedarf daher einer starken Unterstützung, um

dem wirtschaftlichen Einbruch entgegenzuwirken", sagte Dr. Günther Bräunig,

Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Seit Gründung des SANAD Fonds im Jahr 2011 belief sich der deutsche Beitrag für

den Fonds auf 253 Mio. EUR. Zudem hat die KfW den SANAD auch im Auftrag der EU

mit bisher 52 Mio. EUR unterstützt. Es wurden Darlehen in einem Umfang von mehr

als 950 Mio. USD gewährt und dadurch mehr als 240.000 Kredite an Unternehmen und

Haushalte in Nordafrika und dem Nahen Osten finanziert. Der Fonds arbeitet

aktuell mit 38 Partnerinstitutionen in 8 Ländern zusammen.

Der Fonds ist als sogenannter strukturierter Fonds mit verschiedenen

Risikotranchen aufgestellt und bietet so auch privaten und halbstaatlichen

Investoren Anlagemöglichkeiten. Durch diese Dritt- und Marktmittel sowie durch

Rückflüsse und Zinserträge werden die Finanzierungspotenziale vervielfacht.

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