KfW-Nachhaltigkeitsbericht 2020: Weichen für Steuerung des Konzerns in

nachhaltige und treibhausgasneutrale Zukunft sind gestellt

Frankfurt am Main (ots) -

- Gesamtstrategie steht: ESG-Risikomanagement wird gestärkt,

Paris-Kompatibilität und SDG-Beitrag der Finanzierungen ergänzen Strategisches

Zielsystem der KfW

- Umsetzung im Projekt TranSForm bis 2024

Die KfW stellt heute ihren neuesten Nachhaltigkeitsbericht unter dem Titel

"2030: Ein Jahrzehnt des Wandels" online. "Der aktuelle Bericht verdeutlicht,

dass wir den nachhaltigen und klimafreundlichen Wandel von Wirtschaft und

Gesellschaft kraftvoll angehen. Wir stellen uns vorausschauend auf, um in die

Chancen der Transformation zu investieren und eine erfolgreiche Übergangsphase

zu sichern", erklärt Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender und

Nachhaltigkeitsvorstand der KfW Bankengruppe.

In diesem außergewöhnlichen Pandemiejahr 2020 haben die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter der KfW die in Rekordgeschwindigkeit entwickelten Hilfsmaßnahmen für

die Wirtschaft im In- und Ausland sehr zügig umgesetzt. "Wir sehen unsere Hilfen

als substanziellen Beitrag für die oft übersehene wirtschaftliche Dimension der

Nachhaltigkeit. Zudem haben die besonderen Herausforderungen einen enormen

Digitalisierungsschub für alle Beschäftigten, den Konzern und die Wirtschaft

insgesamt ausgelöst", sagt Bräunig. Dies sei eine wichtige Grundlage für die

notwendige langfristige Transformation der Wirtschaft in den nächsten Jahren.

Der Nachhaltigkeitsbericht zeigt auf, dass sich alle Bereiche des Konzerns in

puncto Nachhaltigkeit stetig verbessern, sei es in der Strategie, im

Bankgeschäft und -betrieb oder hinsichtlich der Beschäftigten. Exemplarisch

seien folgende Aspekte hervorgehoben:

KfW-Roadmap Sustainable Finance erweitert die Strategie

Durch ihr ambitioniertes Nachhaltigkeitsmanagement und -engagement hat die KfW

2020 eines ihrer wichtigsten strategischen Ziele erreicht: Sie bleibt bei den

namhaften Nachhaltigkeitsratings in der Spitzengruppe der internationalen

Förder- und Entwicklungsbanken positioniert.

Die KfW hat sich zu einer transformativen Förderbank für eine

treibhausgasneutrale Zukunft weiterentwickelt und erfüllt damit auch einen

Auftrag der Bundesregierung. "Wir haben im Dezember 2020 nach zwei Jahren

intensiver, konzernübergreifender Arbeit die KfW-Roadmap Sustainable Finance

verabschiedet und damit die Weichen für eine an den UN-Nachhaltigkeitszielen

orientierte Steuerung der KfW Bankengruppe gestellt", erklärt Bräunig. Die

Einbeziehung der Paris-Kompatibilität führe dazu, dass die KfW im Einklang mit

den deutschen und EU-Zielen bis spätestens 2050 ein treibhausgasneutrales

Portfolio erreiche.

Mit der Umsetzung hat die KfW im Rahmen ihres Projekts " TranSForm ", das bis

2024 läuft, bereits begonnen. "Wir werden unser Neugeschäft strategisch so

steuern, dass es messbar auf die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) einzahlt und

zugleich mit den Pariser Klimaschutzzielen vereinbar ist", sagt Bräunig. Diese

zwei Nachhaltigkeitsziele seien neu im Strategischen Zielsystem der KfW

verankert.

Kernelemente des Projekts TranSForm :

- Sukzessive Einführung von Paris-kompatiblen Sektorleitlinien, beginnend mit

emissionsintensiven Sektoren (beispielsweise Stromerzeugung und Gebäude). Die

KfW setzt dabei auf schrittweise steigende Anforderungen an die

Klimaverträglichkeit KfW-finanzierter Technologien, um die Transformation der

Realwirtschaft gestaltend zu begleiten; klimaschädliche Technologien werden

dementsprechend aus dem Portfolio ausgesteuert.

- Aufbau eines THG-Accountings für das gesamte KfW-Portfolio, um systematisch

prüfen zu können, inwiefern die Sektorleitlinien die KfW-Finanzierungen

wirksam auf das gesetzte Ziel - THG-neutrales Portfolio bis 2050 - hinsteuern.

- Systematische, konzernweite Stärkung der Analyse von ESG-Risiken im

Risikomanagement und weiterer Ausbau der Klimarisikoberichterstattung.

Risiken, aber auch Chancen werden konsequent erfasst und allen Stakeholdern

transparent dargelegt, um deren Vertrauen in das Handeln der KfW weiter zu

stärken.

- Aufbau eines an den SDGs orientierten Wirkungsmanagements - damit wird der

Beitrag des KfW-Kerngeschäfts zu den UN-Zielen messbar. Ein eigens gebildetes

Team der Konzernentwicklung arbeitet bereits an konzernweit abgestimmten

Wirkungsindikatoren zur systematischen Messung und Berichterstattung über die

Nachhaltigkeitswirkungen aller KfW-Finanzierungen.

Schwerpunkte im Nachhaltigen Bankgeschäft

Im Jahr 2020 hat jede neue KfW-Finanzierung zu mindestens einem SDG beigetragen.

Trotz der alles überschattenden Pandemie wurden weltweit 44,4 Mrd. Euro für

Klima- und Umweltvorhaben im In- und Ausland zugesagt - damit wurde die

Umweltzielquote , die zu Beginn des letzten Geschäftsjahres auf 38% angehoben

worden war, deutlich übertroffen: bereinigt um Corona-Hilfsmaßnahmen beträgt sie

50%.

Einen wichtigen qualitativen Schwerpunkt als Bank aus Verantwortung hat die KfW

2020 im Bereich der Umwelt- und Sozialprüfungen gelegt: So wurden weitere 17

USVP-Sachverständige eingestellt, 20 neue USVP-Stellen sollen in diesem Jahr

folgen, so dass ihre Anzahl auf insgesamt 66 steigen wird.

Zur Verantwortung gehört auch Transparenz: Im seit 2019 bestehenden

Transparenzportal der Entwicklungsbank werden seit Anfang 2020 die

Zusammenfassungen der USVP-Ergebnisse veröffentlicht. Zudem werden seit 2020

alle Finanzierungsvorhaben der Entwicklungsbank einem Klimastreaming unterzogen:

Um den Herausforderungen beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

effizienter zu begegnen, werden bereits bei der Konzeption (wie im Verlauf der

Durchführung) eines Vorhabens Aspekte des Klimawandels berücksichtigt. Die

Mitarbeiter werden hierzu kontinuierlich geschult.

Im ESG-Risikomanagement ist ein wesentliches Element der vorausschauenden

KfW-Nachhaltigkeitsstrategie der Ausbau der Klimaberichterstattung gemäß

TCFD-Standard . Während im Ersten TCFD-Bericht (2019) die Auswirkungen eines

2°-Szenarios der Klimaerwärmung auf das Öl- und Gasportfolio erläutert wurden,

berichtet die KfW aktuell mittels dreier unterschiedlich fokussierter Analysen

über die Auswirkungen physischer Klimarisiken auf das KfW-Portfolio (jeweils

unter Zugrundelegung des härtesten Klimaszenarios des Weltklimarats). Zudem

berichtet die KfW über ihren ersten Klimastresstest für ihr Portfolio , dem sie

das Szenario "Disorderly Transition", also die Annahme eines besonders

ausgeprägten Anstiegs transitorischer Risiken ab 2030, zugrunde gelegt hat.

Der heute veröffentlichte Erste Teil des KfW-Nachhaltigkeitsberichts beinhaltet

Daten gemäß CSR-Richtlinie, HGB und GRI-Standard sowie - zum zweiten Mal - eine

klimabezogene Berichterstattung nach den TCFD-Empfehlungen.

Am 30.06.2021 wird der Zweite Teil - in Form eines Magazins - veröffentlicht,

der sich ausführlich den SDGs und dem konzernweiten Wirkungsmanagement widmen

wird.

Service : Hier geht's direkt zu

- KfW-Nachhaltigkeitsbericht 2020 (https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzer

nthemen/Nachhaltigkeit/Nachhaltigkeitsbericht-2020.pdf)

- Presseerklärung zum SDG-Mapping der KfW-Finanzierungen 2020 (https://www.kfw.d

e/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_632384.html)

- Präsentation zu TranSForm: Das Projekt in Graphiken (https://www.kfw.de/Presse

-Newsroom/Pressematerial/Handout-Kapitalmarkt/April-2021_Pr%C3%A4sentation-Ums

etzung-Sustainable-Finance-2.pdf)

Pressekontakt:

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Kommunikation (KOM), Nathalie Cahn

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