Deutsch-Türkische Kooperation in der Automobilindustrie (FOTO)

Stuttgart / Istanbul (ots) - Am 13.02.2021 organisierten die türkischen

Automobilverbände OIB und TAYSAD ein Online-Fachtag, an dem knapp 500

Unternehmer aus Deutschland und der Türkei teilgenommen haben. Dabei ging es

primär um neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen den ohnehin miteinander eng

verflochtenen deutsch-türkischen Automobilbranchen. Großteil der Unternehmer

sind sich der Ansicht, dass das Kooperationspotenzial der Automobilbranchen

beider Länder keinesfalls ausgeschöpft ist.

Auch Alper Kanca, Vorsitzender des größten türkischen Automobildachverbandes

TAYSAD, wirbt für Kooperation und Investitionen aus Deutschland:

"Wir haben in der Türkei ein äußerst wirtschaftsfreundliches Umfeld: gut

qualifizierte und motivierte Arbeits- und Führungskräfte, günstige

Energiepreise, eine hervorragende geographische Lage, die den Zugang zu

zahlreichen Absatz- und Rohstoffmärkten erleichtert. Gemeinsam können wir den

Standort Türkei als Sprungbrett nach Afrika, in den Mittleren Osten und

Zentralasien nutzen."

" Die türkischen Automobilhersteller und -zulieferer sind wichtiger Bestandteil

europäischer und deutscher Wertschöpfungsketten. Die türkische Automobilbranche

ist in der Automobilproduktion auf Platz vier in Europa, in der Busproduktion

sogar Spitzenreiterin und bei Zuliefererteilen ebenfalls europaweit on top. Die

Türkei ist mit 18 Automobilwerken und 5.300 kleinen, mittelgroßen und großen

Zuliefererbetrieben ein weltweit wichtiger Standort - nicht nur in der

Produktion, sondern auch in Forschung und Entwicklung ", erklärt Baran Çelik,

Vorsitzender des OIB.

Die Türkei baut ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit und ihren Anteil auf

dem Weltmarkt sukzessive aus. 2018 und 2019 betrugen die Ausfuhren der

türkischen Automobil- und Zuliefererindustrie knapp 30 Milliarden US-Dollar. 77

Prozent des türkischen Exports gehen in die Europäische Union. Die türkische

Automobilbranche ist ein Wachstums- und Innovationsmotor, und sie ist führend in

der Exportwirtschaft der Türkei. Das Land an der Kreuzung von Europa, Asien und

Afrika ist Europas fünftgrößter Automobilhersteller mit einer jährlichen

Produktionskapazität von 1,55 Millionen Automobilen.

Gürcan Karakas, CEO von TOGG (Herstellerkonsortium des ersten türkischen

E-Autos), machte auf die Transformation der Automobilbranche aufmerksam:

Digitalisierung und Elektrifizierung sind die zukunftsweisenden Trends, das

Automobil der Zukunft ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel. Gürcan Karakas,

erklärt:

"Mit der Entwicklung in ein intelligentes Gerät hat sich das Automobil zu einem

neuen Lebensraum gewandelt. Ähnlich wie beim Mobiltelefon beobachten wir auch

bei Automobilen eine Transformation. Immer mehr Menschen bevorzugen es heute, in

Smart Homes, Smart Cities und Smart Umgebungen zu leben. Entsprechende

Erwartungen haben sie auch bei Automobilen. Smart Homes, Smart Buildings und

Smart Transport werden in das Auto integriert. Die Automobilindustrie muss mit

dieser Veränderung Schritt halten, um in Zukunft entsprechende Gewinne zu

erzielen. In naher Zukunft werden 40 Prozent des Gewinns der Automobilindustrie

aus neuen Trends bei Neuwagen bestehen. Diese Rate wird von Tag zu Tag steigen."

"Als TOGG werden wir den Anteil von nationalen Komponenten unserer Fahrzeuge von

51 auf 68,8 Prozent erhöhen. Ein zentrales Ziel ist es, den Kern des türkischen

Mobilitätsökosystems zu erstellen. Mit unseren Smart Automobilen möchten wir das

Leben der Benutzer vereinfachen ."

Karakas erklärte, dass sie bereit sind, interessierte Mitarbeiter aus dem

Ausland in das Projekt aufzunehmen: " Bezüglich des Ingenieurberufs kann ich

sagen, dass Kompetenz ihnen ermöglicht, überall auf der Welt Arbeit zu finden.

Beschränken Sie sich nicht auf ein Land. Nutzen Sie es, wenn es eine Möglichkeit

gibt, Ihre Träume wahr werden zu lassen. Gehen Sie dorthin, wo Sie Ihr Glück

realisieren können. Wer große Träume hat, kann seinen Standort wechseln ."

TOGG wird 2022 auf den Markt kommen und ist bereits in der EU und auf weiteren

Märkten registriert. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, von den 300

Mitarbeitern aktuell sind acht Hochqualifizierte aus Deutschland, neun aus

Europa, drei aus Asien und zwei aus Amerika.

Pressekontakt:

modus factum GmbH

Ferdinandstr. 29-33

D-20095 Hamburg

mailto:presse@modusfactum.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/136060/4847734

OTS: OIB - Turkish Automotive