Bewusst wie: Gänsebraten am Martinstag: lieber vom Bauernhof oder aus

dem Discounter? (FOTO)

Frankfurt (ots) - Gans am Martinstag zu essen ist in Deutschland schon seit

Jahrhunderten Tradition. Aber wo kaufen Verbraucher ihren Braten heutzutage

eigentlich am liebsten? Oder geht man nicht sowieso eher ins Restaurant, anstatt

selbst am Herd zu stehen? Der Rabobank Food Navigator zeigt: Die zu Hause

zubereitete Martinsgans vom regionalen Bauernhof liegt mit Abstand vorne.

Der 11. November ist ein wichtiger Termin im Kirchenjahr: Er soll an die

Grablegung des Bischofs Martin von Tours am 11. November 397 erinnern. Daraus

wiederum entstanden Bräuche wie Laternenumzug, Martinsfeuer oder -singen. Die

erste Martinsgans wurde Überlieferungen zufolge dann knapp ein Jahrtausend

später verspeist.

Diese Tradition hat sich bis heute gehalten: Auch 2021 werden in Deutschland

etliche Gänse über den Tresen gehen, denn im Bundesdurchschnitt gibt nur ein

Drittel ( 31,7 Prozent ) der Deutschen an, keine Gans kaufen zu wollen. Die

Mehrheit dagegen bleibt der Tradition treu, mehr als ein Drittel ( 37,5 Prozent

) der Deutschen mit einer selbst zubereiteten Martinsgans vom regionalen

Bauernhof. 10,1 Prozent gehen lieber auf den Wochenmarkt und 12,4 Prozent

entscheiden sich für den Supermarkt oder Discounter. Ins Restaurant dagegen geht

nur eine verschwindend kleine Gruppe von 2,6 Prozent .

Von Land und Stadt

Auffällig: Je städtischer das Umfeld, desto weniger Gänse landen auf dem Teller.

In Gegenden mit der höchsten Bevölkerungsdichte würde ein Drittel ( 39,2 Prozent

) gar keine Martinsgans kaufen, während es auf dem Land nur knapp ein Fünftel

wäre ( 23,2 Prozent ). Diejenigen Bewohner ländlicher Gegenden, die eine

Martinsgans essen, beziehen ihre Gans am häufigsten vom regionalen Bauernhof (

48,8 Prozent) . Städter gehen dagegen im Vergleich zu anderen

Bevölkerungsschichten am ehesten in den Bio-Supermarkt ( 13,2 Prozent ). Auf dem

Wochenmarkt dagegen sind alle Vergleichsgruppen ähnlich häufig zu finden ( 8,9

Prozent in der Stadt und 12,1 Prozent auf dem Land).

Jüngere kaufen die wenigsten Gänse, Familien mit Kindern die meisten

Fast jeder zweite 18- bis 29-Jährige würde gar keine Gans kaufen ( 48,0 Prozent

), bei den Studenten sind es 46,3 Prozent - mehr als in jeder anderen

Altersgruppe. Am weitesten verbreitet ist das Gänseessen dagegen bei den 40- bis

49-Jährigen - hier entscheidet sich nur ein Fünftel ( 20,3 Prozent ) dagegen.

Sie wählen auch am häufigsten den regionalen Bauernhof für den Gänsekauf ( 44,3

Prozent ). Die 30- bis 39-Jährigen entscheiden sich mit 12,4 Prozent am

häufigsten für den Bio-Supermarkt. Und auf dem Wochenmarkt sind meistens die

über 65-Jährigen zu finden ( 12,2 Prozent ).

Familien mit Kindern halten die Tradition etwas höher als Haushalte ohne Kinder:

77,9 Prozent kaufen eine Martinsgans, am liebsten auf dem Bauernhof ( 40,4

Prozent ). Dagegen entscheidet sich ein Drittel der Haushalte ohne Kinder ( 33,5

Prozent ) gegen das Martinsgansessen.

Bauernhof und Bio-Supermarkt im Bundesländervergleich

Die mit Abstand meisten Martinsgänse, die in Ostdeutschland verzehrt werden,

kommen vom regionalen Bauernhof ( 43,2 Prozent ), gefolgt vom Supermarkt oder

Discounter ( 15,6 Prozent ). Auch im Westen liegt der regionale Bauernhof mit

36,0 Prozent auf Platz 1, auf Platz 2 stehen mit 11,6 Prozent ebenfalls

Supermarkt oder Discounter. Der Wochenmarkt liegt jeweils auf Platz 3 (Osten:

6,5 Prozent , Westen: 11,0 Prozent ).

Die Gans aus dem Bio-Supermarkt würden mit 10,6 Prozent am ehesten die Berliner

kaufen, während dies für die Thüringer mit 1,2 Prozent am wenigsten in Frage

käme. Sie gehen am liebsten zum regionalen Supermarkt ( 41,8 Prozent ) und

liegen damit im Bundesländervergleich auf Platz 3 hinter Sachsen-Anhalt ( 45,5

Prozent ) und dem Saarland ( 42,1 Prozent ). Die meisten Menschen, die sich

komplett gegen den Gänsebraten entscheiden, leben in Bremen ( 44,8 Prozent ).

Die wenigsten Gänse-Gegner leben mit 28,2 Prozent in Thüringen.

Für die Erhebung der Daten kooperiert die Rabobank mit Civey

(http://www.civey.de/) , einem der führenden Unternehmen für digitale Markt- und

Meinungsdaten in Deutschland. Die Umfrage zum Thema Martinsgans ist

repräsentativ und wurde online durchgeführt. Dafür wurden am 27. und 28. Oktober

mehr als 2.900 Teilnehmer*innen befragt. Die Stichprobengröße liegt bei über

2.500 Personen.

Die Details der Civey-Studienergebnisse schicken wir auf Anfrage gerne zu.

Einfach eine E-Mail an mailto:rabobank@fischerappelt.de senden. Die Ergebnisse

sind unter der Quellenangabe "Civey/Rabobank" frei zur Veröffentlichung.

Banking for Food

Die genossenschaftliche Rabobank investiert gemäß ihrem Leitgedanken "Banking

for Food" in zukunftsweisende Projekte, die Lösungen für die globale

Herausforderung der Ernährungssicherheit bieten. Zu den tragenden Säulen dieser

Aktivitäten gehört neben dem Zugang zu Wissen und einem internationalen Netzwerk

die Unterstützung mit finanziellen Mitteln. Jährlich fließen seitens der

Rabobank dafür weltweit mehr als 65 Milliarden Euro in Unternehmen im Agrar- und

Lebensmittelsektor.

Der Rabobank Food Navigator

Der Rabobank Food Navigator gewährt tiefe Einblicke in das Bewusstsein der

Deutschen zum Thema Lebensmittel. Damit liefert die Rabobank gemäß ihrem

Leitbild "Growing a better world together" neue Impulse im Umgang mit Ressourcen

und zu Fragen der Agrarwirtschaft sowie der Lebensmittelproduktion und

-sicherheit. Per interaktiver Deutschlandkarte

(https://www.rabobank.de/de/food-navigator) liefert die Rabobank Insights, wie

deutsche Verbraucher aktuelle Themen rund um verantwortungsvolle

Lebensmittelproduktion, effiziente und effektive Lieferketten und bewussten

Konsum bewerten. Die Daten werden regelmäßig von Civey erhoben, einem der

führenden Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsdaten in Deutschland.

Pressekontakt:

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Laura Maria Kämz

fischerAppelt, relations GmbH

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