Food Trend / Wintergemüse aus der Region? Ja, bitte! (FOTO)

Frankfurt (ots) - Kürbis, Grünkohl und Feldsalat: In der kalten Jahreszeit sind

sie aus der deutschen Küche nicht wegzudenken. In vielen Haushalten kommt

Kürbissuppe auf den Tisch, sobald die Tage kürzer werden, und Grünkohl essen ist

in Norddeutschland gar regionale Tradition. Kein Wunder, gedeihen Kohl,

Wurzelgemüse und Co. doch bestens in den heimischen Böden. Eine aktuelle Umfrage

des Rabobank Food Navigator zeigt: Ihre beliebten Wintergemüse kaufen die

Deutschen auch gern aus regionalem Anbau.

Der Favorit unter den winterlichen Gemüsesorten wächst unter der Erde: Fast zwei

Drittel ( 59,1 Prozent ) der Befragten kaufen am liebsten Möhren aus der Region.

Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz zwei der Feldsalat - ein weiterer

Dauerkandidat der Winterküche, den rund die Hälfte der Befragten ( 47,4 Prozent

) bevorzugt regional einkauft. Die Plätze drei und vier belegen Kürbis mit 41,4

und Grünkohl mit 41,1 Prozent . Rote Bete ( 28,6 Prozent ) und Knollensellerie (

26,6 Prozent ) bilden das Mittelfeld, Pastinaken ( 16,0 Prozent ) und Steckrüben

( 15,2 Prozent ) das Schlusslicht. 14,3 Prozent der Befragten geben an, keine

dieser Gemüsesorten aus der Region zu kaufen.

Frauen kaufen im Herbst häufiger regionales Gemüse als Männer

Im Geschlechtervergleich scheint eine alte Binsenweisheit zu gelten: Frauen

kaufen mehr Gemüse als Männer - das gilt für alle erfassten Sorten. Besonders

große Unterschiede zeigen sich in zwei Fällen: Zwei Drittel ( 66,9 Prozent ) der

weiblichen, aber nur rund die Hälfte (51,0 Prozent) der männlichen Befragten

kaufen besonders häufig Möhren aus regionalem Anbau ein. Fast jede zweite

weibliche Befragte (48,4 Prozent) kauft gern Kürbisse aus der Region - bei den

Männern tut das mit 34,1 Prozent nur jeder Dritte.

Junge Menschen essen gerne Kürbis, ältere lieben Möhren

Auch der Geschmack bei Jung und Alt unterscheiden sich: Die 18- bis 29-Jährigen

geben mit 56,9 Prozent dem Kürbis den Vorzug, auch unter den Befragten zwischen

30 und 39 Jahren liegt das trendige Gemüse auch nach Halloween mit 50,5 Prozent

vorn. Auf Platz 2 folgt bei den 18- bis 29-Jährigen ( 53,8 Prozent ) und den 30-

bis 39-Jährigen ( 48,3 Prozent) die Möhre. Doch die wahren Möhrenfans finden

sich unter den älteren Befragten: Hier liegen die über 65-Jährigen mit zwei

Dritteln ( 66,3 Prozent ) an der Spitze, auch in der Altersgruppe von 50 bis 64

Jahren sind es stolze 60,4 Prozent .

Besonders groß sind die Altersunterschiede bei den grünen Gemüsesorten: Ganze 53

Prozent der über 65-Jährigen kaufen besonders gern regionalen Feldsalat ein -

unter den 18- bis 19-Jährigen sind es nur 30,3 Prozent . Beim Grünkohl ist die

Differenz noch deutlicher: Der deftige Klassiker erfreut sich mit 51,2 Prozent

großer Beliebtheit bei den über 65-Jährigen, spielt in der Winterküche der

Befragten unter 30 mit 21,7 Prozent jedoch nur eine Nebenrolle.

Grünkohl im Norden, Feldsalat im Süden

Die Ergebnisse zeigen auch: Der Norden liebt anderes Gemüse als der Süden.

Passend zum regionalen Kultstatus erfreut sich der Grünkohl in Bremen mit 68,2

Prozent besonders ausgeprägter Beliebtheit. In Schleswig-Holstein fällt der Wert

mit 63,9 Prozent ähnlich hoch aus, auf Platz 3 folgt Niedersachsen mit 58,6

Prozent . In diesen drei Ländern lässt der Grünkohl sogar die allseits sehr

beliebte Möhre hinter sich. Kein Wunder - er wird schließlich vor allem in

Norddeutschland angebaut. Ähnlich verhält es sich im Südwesten Deutschlands, wo

besonders viel Feldsalat wächst: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist

das sensible Blattgemüse mit 68,9 und 66,1 Prozent unangefochtener Favorit.

Kürbis und Feldsalat in kaufkräftigen Regionen am beliebtesten

Mit Blick auf die regionale Kaufkraft ergibt sich ein weniger eindeutiges Bild:

Möhren sind mit 54,5 Prozent in weniger kaufkräftigen Regionen im regionalen

Anbau nicht ganz so beliebt wie in Gegenden mit sehr hoher Kaufkraft ( 61,7

Prozent ), insgesamt aber überall stark vertreten. Ähnliches gilt für

Knollensellerie und Pastinaken, wenn auch mit deutlich niedrigeren Werten

zwischen 21,4 und 29,9 Prozent sowie 12,7 und 20,4 Prozent . Anders sieht es

beim Feldsalat aus: Er ist mit 59,9 Prozent in kaufkräftigen Regionen deutlich

beliebter als in weniger kaufkräftigen ( 28,3 Prozent ). Auch die Kürbissuppe

scheint vor allem ein Phänomen konsumfreudiger Gegenden zu sein: In Regionen mit

hoher ( 51,9 Prozent ) und sehr hoher Kaufkraft ( 49,4 Prozent ) sind regionale

Kürbisse deutlich beliebter als in solchen mit geringer Kaufkraft ( 32,0 Prozent

). Auch interessant: Zwischen ländlichen und urbanen Gegenden sind kaum

systematische Unterschiede festzustellen.

Für die Erhebung der Daten kooperiert die Rabobank mit Civey

(http://www.civey.de/) , einem der führenden Unternehmen für digitale Markt- und

Meinungsdaten in Deutschland. Die Umfragen sind repräsentativ und werden online

durchgeführt. Dafür wurden am 8. und 9. November 2021 mehr als 2.900

Teilnehmer*innen befragt. Die Stichprobengröße liegt bei über 2.500 Personen.

Die Details der Civey-Studienergebnisse schicken wir auf Anfrage gerne zu.

Einfach eine E-Mail an mailto:rabobank@fischerappelt.de senden. Die Ergebnisse

sind unter der Quellenangabe "Civey/Rabobank" frei zur Veröffentlichung.

Banking for Food

Die genossenschaftliche Rabobank investiert gemäß ihrem Leitgedanken "Banking

for Food" in zukunftsweisende Projekte, die Lösungen für die globale

Herausforderung der Ernährungssicherheit bieten. Zu den tragenden Säulen dieser

Aktivitäten gehört neben dem Zugang zu Wissen und einem internationalen Netzwerk

die Unterstützung mit finanziellen Mitteln. Jährlich fließen seitens der

Rabobank dafür weltweit mehr als 65 Milliarden Euro in Unternehmen im Agrar- und

Lebensmittelsektor.

Der Rabobank Food Navigator

Der Rabobank Food Navigator gewährt tiefe Einblicke in das Bewusstsein der

Deutschen zum Thema Lebensmittel. Damit liefert die Rabobank gemäß ihrem

Leitbild "Growing a better world together" neue Impulse im Umgang mit Ressourcen

und zu Fragen der Agrarwirtschaft sowie der Lebensmittelproduktion und

-sicherheit. Per interaktiver Deutschlandkarte

(https://www.rabobank.de/de/food-navigator) liefert die Rabobank Insights, wie

deutsche Verbraucher aktuelle Themen rund um verantwortungsvolle

Lebensmittelproduktion, effiziente und effektive Lieferketten und bewussten

Konsum bewerten. Die Daten werden regelmäßig von Civey erhoben, einem der

führenden Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsdaten in Deutschland.

Pressekontakt:

Rabobank Presseservice

Laura Maria Kämz

fischerAppelt, relations GmbH

mailto:rabobank@fischerappelt.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/61026/5075976

OTS: Rabobank Deutschland