Die Kauflaune steigt

Wiesbaden (ots) - Reisen, Restaurants, Kultur und Kleidung - für diese Dinge

wollen Verbraucherinnen und Verbraucher wieder verstärkt Geld ausgeben. Das ist

ein Ergebnis der aktuellen Verbraucherumfrage im Auftrag der SCHUFA Holding AG.

Nur ein Fünftel der Befragten gibt an, aufgrund der aktuellen Corona-Situation

auch weiterhin keine höheren Ausgaben tätigen zu wollen.

"Die Grundstimmung hat sich verbessert: Die Menschen sind wieder in Kauflaune.

Das ist eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft", erklärt Dr. Ole

Schröder, Vorstandsmitglied der SCHUFA Holding AG. "Diese Tendenz erkennen wir

auch in unserem eigenen Datenbestand: Die Zahl der neu abgeschlossenen

Kreditverträge ist seit April gestiegen."

Finanzielle Situation überwiegend stabil

Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher beurteilen ihre finanzielle

Situation nach wie vor als stabil. 84 Prozent halten ihren Arbeitsplatz für eher

sicher oder sehr sicher. Der Anteil der Menschen, die durch die Corona-Pandemie

finanzielle Einbußen verzeichnen mussten, liegt stabil bei knapp 40 Prozent. Die

Corona-bedingte Sparquote sinkt leicht: Der Anteil der Befragten, die durch die

Corona-Pandemie eher oder deutlich mehr gespart haben, ist von 30 auf 26 Prozent

leicht gesunken - nicht zuletzt durch die Öffnungsschritte und den verstärkten

Konsum.

Mehr Optimismus, aber zunehmende Ängste bei "Corona-Kreditnehmern"

Insgesamt hat sich die Grundstimmung der Befragten leicht verbessert. Erstmals

seit September äußern weniger als die Hälfte der Befragten Angst vor der Zukunft

(45 Prozent). Grund dafür ist insbesondere die laufende Impfkampagne. 85 Prozent

der Befragten erwarten positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche

Gesamtsituation, 56 Prozent glauben, dass sich die Entwicklung auch gut auf die

eigenen Finanzen niederschlägt.

Von 28 Prozent auf 32 Prozent gestiegen ist der Anteil der Personen, die

befürchten, dass sie in den kommenden sechs Monaten bestehende

Kreditverpflichtungen anpassen müssen. Zwar haben nur sieben Prozent der

Befragten angegeben, wegen der Auswirkungen der Pandemie einen Kredit

aufgenommen zu haben, aber gerade von dieser Gruppe äußern 50 Prozent Bedenken,

das Darlehen - wie geplant - zurückzahlen zu können. Im Februar waren es 32

Prozent.

"Trotz ansteigendem Optimismus sehen wir, dass sich bei einigen Menschen die

finanziellen Schwierigkeiten noch einmal verschärft haben. Positiv stimmt, dass

58 Prozent der Befragten darauf vertrauen, dass Ihnen ihre Bank entgegenkommen

würde, falls Anpassungsbedarf bei Kreditverpflichtungen besteht. Das sind fünf

Prozentpunkte mehr als noch im Februar, " erklärt Dr. Ole Schröder. "Insgesamt

sehen wir in unserem Datenbestand keinen Anstieg von Zahlungsstörungen."

Die Umfrageergebnisse sowie die neuesten Entwicklungen im Kredit- und

Rückzahlungsverhalten von Verbrauchern und Unternehmen in der Corona-Krise

veröffentlicht die SCHUFA online im Corona-Dashboard (https://www.schufa.de/uebe

r-uns/verantwortung/schufa-risiko-kredit-kompass/schufa-risiko-kreditkompass.jsp

) . Die Analysen beruhen auf dem umfassenden Datenbestand der SCHUFA, die über

kreditrelevante Informationen zu nahezu jeder in Deutschland wirtschaftlich

aktiven Person verfügt.

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