Sparda-Bank West zieht vorläufige Jahresbilanz: Pandemie-Jahr 2020

zufriedenstellend abgeschlossen

Düsseldorf (ots) - Die Sparda-Bank West veröffentlicht heute ihre vorläufige

Bilanz des Geschäftsjahres 2020. Trotz der großen Herausforderungen, die sich

aus der Corona-Pandemie ergaben, ist die Genossenschaftsbank weiter gewachsen.

Sie steigerte ihre Bilanzsumme um 4,1 Prozent auf 13,15 Milliarden Euro. Für den

Vorstandsvorsitzenden Manfred Stevermann ist das ein "zufriedenstellendes

Ergebnis, mit dem wir in diesem besonderen Covid-19-Jahr nicht unbedingt

gerechnet haben".

Sparda-Service: Banking unter erschwerten Bedingungen

Schließlich musste die Sparda-Bank West ihren Filialbetrieb im Jahresverlauf

aufgrund hoher Inzidenzwerte in ihrem Geschäftsgebiet regional immer wieder

stark einschränken. "Die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte für uns selbstverständlich Vorrang", sagt

Manfred Stevermann. Und er ergänzt: "Unsere Service- und Beratungsangebote

konnten wir daher vor Ort nicht immer in gewohnter Weise zur Verfügung stellen.

Unsere Filialteams haben aber alles unternommen, um Kundenanfragen stets schnell

zu beantworten und die Menschen unter Wahrung der Hygienevorschriften weiterhin

kompetent und umfassend zu beraten."

Kundenausrichtung: über 10.000 neue Kunden gewonnen

Dieser Einsatz kam bei den Kunden an. Das ist auch ein wichtiger Grund dafür,

dass die Kunden der Bank im vergangenen Jahr trotz angepasster

Kontoführungsgebühren und Filialschließungen im Zuge der strukturellen

Neuausrichtung weitgehend treu geblieben sind. Ein Rückgang hat es gegeben, er

beträgt -2,7 Prozent. Zudem hat die Sparda-Bank West an allen ihren Standorten

auch 2020 wieder neue Kunden hinzugewinnen können - wenn auch mit 10.075

Neukunden in etwas geringerem Umfang als in den Jahren zuvor. Insgesamt zählte

die Bank Ende des vergangenen Jahres 682.152 Kunden sowie 577.727 Mitglieder und

ist damit auch weiterhin die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank

Deutschlands.

Kundeneinlagen: Covid-19-Krise sorgt für weitere Steigerung

Noch einmal deutlicher angestiegen als im Vorjahr sind bei der Sparda-Bank West

die Kundeneinlagen. Sie gingen um 531 Millionen Euro auf 11,89 Milliarden Euro

nach oben (+4,7 Prozent). Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist die

Corona-Pandemie, in der die Sparquote hierzulande weiter angezogen hat. "Es gab

wenig Möglichkeiten, Geld auszugeben, und in unsicheren Zeiten legen die

Menschen eben lieber etwas mehr auf die hohe Kante", sagt Manfred Stevermann.

Für ihn ist es "nur allzu verständlich, wenn Kunden ihr Geld kurzfristig

verfügbar halten und zugleich auch noch sicher unterbringen wollen". Steigende

Sichteinlagen auf Giro- oder Sparkonten sind für den Vorstandsvorsitzenden "ein

großartiger Vertrauensbeweis in die Stabilität der Sparda-Bank West, aber auch

ein Alarmsignal dafür, dass Kunden zu wenig aus ihren Ersparnissen machen."

Geldanlage: Fondssparen weiter auf dem Vormarsch

Ein wichtiges Ziel der Bank ist daher auch, die Fondssparquote ihrer Kunden zu

erhöhen. "Aus Sparern müssen Anleger werden", bringt es Manfred Stevermann auf

den Punkt. Im vergangenen Jahr hat das trotz der Corona-Einschränkungen bereits

sehr gut funktioniert. Viele Sparda-Kunden haben die persönlichen

Beratungsangebote nicht nur in der Filiale, sondern verstärkt am Telefon genutzt

und sich für Alternativen zum Sparbuch oder Girokonto entschieden. Das

Betreuungsvolumen ihrer Kunden beim genossenschaftlichen Fondspartner Union

Investment konnte die Sparda-Bank West auf diese Weise um 6,4 Prozent auf über

2,7 Milliarden Euro steigern.

Kreditgeschäft: auch in der Pandemie erfolgreicher Baufinanzierer

Gut behauptet hat sich die Genossenschaftsbank auch in ihrem wichtigsten

Geschäftsfeld, den Baufinanzierungen. Im Bestand ist sie um 4,4 Prozent auf 6,59

Milliarden Euro gewachsen. Das Neugeschäft blieb mit einem Gesamtvolumen von

1,29 Milliarden Euro fast auf dem Vorjahresniveau. Stärker zu spüren waren die

Auswirkungen im Privatkreditgeschäft, das die Bank mit ihrem

genossenschaftlichen Partner easyCredit realisiert. Hier hat sich die Pandemie

mit den daraus resultierenden Unsicherheiten am Arbeitsmarkt, einem verringerten

Einkommenswachstum und den zeitweise geschlossenen Filialen als Dämpfer

erwiesen. Das Neugeschäft hat sich mit 47 Millionen Euro im Vergleich zum

Vorjahr (83 Millionen Euro) deutlich reduziert. Der Gesamtbestand ist auf 146,8

Millionen Euro gesunken (-4,7 Prozent).

Zinsergebnis: EZB-Geldpolitik sorgt für weiteren Rückgang

Wie erwartet weiter rückläufig war auch das Zinsergebnis: Mit 129,4 Millionen

Euro lag die Bank mit -7,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. "Dieser negative

Trend wird sich wohl auch in den kommenden Jahren nicht drehen", prognostiziert

Manfred Stevermann. Er geht davon aus, dass die EZB ihre Niedrigzinspolitik

unter den aktuellen krisenhaften Rahmenbedingungen weiter fortführen wird.

Provisionsergebnis: Bank setzt Aufwärtstrend fort

Positiv entwickelte sich für die Sparda-Bank West das Provisionsergebnis. Hier

konnte die Bank erneut gut zulegen und hat mit einem deutlichen Plus von 10,4

Prozent nun 59,2 Millionen Euro erreicht. Für den Vorstandsvorsitzenden stimmt

die Richtung, auch wenn der Rückgang beim Zinsergebnis dadurch noch nicht

vollumfänglich ausgeglichen werden kann. Die Erträge sind dabei vor allem aus

dem Zahlungsverkehr gekommen. An zweiter Stelle steht das Vermittlergeschäft und

hier vor allem die weiter intensivierte Vermittlung von Fonds. Hiermit hat die

Bank im vergangenen Geschäftsjahr 20,4 Millionen Euro eingenommen, das sind gut

5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie

easyCredit, den DEVK Versicherungen oder der Bausparkasse Schwäbisch Hall blieb

mit über 11,9 Millionen Euro an Provisionseinnahmen auf einem guten Niveau.

Verwaltungsaufwand: wie geplant deutlich gesunken

Deutlich reduziert hat die Bank ihren Verwaltungsaufwand von 165,6 Millionen

Euro im Jahr 2019 auf 159,8 Millionen Euro im Jahr 2020. Das war ein Rückgang um

3,4 Prozent. Und genau das ist einer der Effekte, den die Sparda-Bank West mit

ihrer strukturellen Neuausrichtung auch erreichen wollte. Mehrere Faktoren

spielen dabei eine Rolle: Zum einen ist die Mitarbeiterzahl um 13,2 Prozent auf

889 Beschäftigte gesunken, was den damit verbundenen Personalaufwand deutlich

senkt. Der Sachaufwand verharrte fast auf Vorjahresniveau und wird tendenziell

auch noch eine Weile auf diesem Niveau bleiben, weil die Bank mit der geplanten

IT-Transformation umfangreich in ihre technologische Zukunft investiert.

Teilbetriebsergebnis: erfreulich positive Entwicklung

Beim Blick auf das Ergebnis der Bank sieht Manfred Stevermann eine "erfreulich

positive Entwicklung". Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das rückläufige

Zinsergebnis besser als in den Jahren zuvor ausgeglichen werden - sowohl durch

die Entwicklungen im Provisionsbereich als auch durch die Reduktion der

Verwaltungsaufwendungen. In absoluten Zahlen steigerte die Genossenschaft ihr

Teilbetriebsergebnis um 2,2 Millionen Euro auf 25,6 Millionen Euro, das ist ein

Plus von 9,4 Prozent.

Ergebnis vor Steuern: dank neuer Struktur stark gesteigert

Dass die Sparda-Bank West mit ihrer strukturellen Neuausrichtung und dem damit

verbundenen geringeren Sach- und Personalaufwand richtig liegt, zeigt die

Gewinnsituation der Bank. Das Ergebnis vor Steuern konnte sie von 13,8 auf 27,8

Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln (+101,4 Prozent).

Jahresüberschuss: im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert

Diese positive Entwicklung wirkt sich auch auf den Jahresüberschuss aus: Die

Sparda-Bank West steigerte sich hier um 15,3 Millionen Euro auf 22,8 Millionen

Euro (+204 Prozent). Für Manfred Stevermann ist klar: "Das sind gute

Voraussetzungen, um unsere Rücklagen ordentlich zu stärken und nachhaltige

Vorsorge zu betreiben."

Über die Sparda-Bank West

Die Sparda-Bank West gehört zu den großen genossenschaftlichen Kreditinstituten

für Privatkunden in Deutschland. Ihr Unternehmenssitz liegt in Düsseldorf und

mit Münster als Zweigniederlassung hat die Bank einen weiteren Hauptstandort.

Das Kerngeschäftsgebiet der Sparda-Bank West erstreckt sich über fast ganz

Nordrhein-Westfalen bis hin zu den ostfriesischen Inseln im Norden von

Niedersachsen. Seit über hundert Jahren bietet sie ihren Mitgliedern und Kunden

faire und kompetente Finanzberatung.

Im Internet ist die Sparda-Bank West mit der eigenen Website

http://www.sparda-west.de vertreten. In den sozialen Medien präsentiert sich die

Genossenschaftsbank auf Facebook ( http://www.facebook.com/spardabankwest )

sowie Instagram ( http://www.instagram.com/spardawest ) und informiert ihre Fans

und Follower über Angebote, Services sowie ihr gemeinnütziges Engagement.

Pressekontakt:

Dr. Ulrike Hüneburg

Sparda-Bank West eG

Unternehmenskommunikation

Ludwig-Erhard-Allee 15, 40227 Düsseldorf

Telefon: 0211 23932-9120, Telefax: 0211 23932-9696

E-Mail: mailto:ulrike.hueneburg@sparda-west.de

Internet: http://www.sparda-west.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/56884/4873458

OTS: Sparda-Bank West eG