Digital Auto Report 2020 II: Europa mit größtem Wachstumspotential für

intelligente Mobilitätslösungen

München (ots) -

- Europa erreicht bei neuen Mobilitätskonzepten als Alternative zum eigenen Auto

bis 2025 ein Umsatzpotential von 209 Mrd. US-Dollar, China 168 und die USA 84

Mrd. US-Dollar für Endkunden

- Aktive und passive Sharing-Angebote sowie Mikromobilitätsangebote könnten nach

Überwinden der COVID-19-Pandemie aufholen

- Leasing- und Mietangebote bleiben finanziell attraktiv für führende Anbieter

- Das größte Umsatzpotential für E-Antriebe und Batteriesysteme bieten China und

Europa mit 314 bzw. 210 Mrd. US-Dollar im Jahr 2035

Im Wettbewerb um Marktanteile hebt sich Europa bei neuen Mobilitätskonzepten,

die eine Alternative zum eigenen Auto bieten, von China und den USA ab. Das

zeigt der zweite Teil des "Digital Auto Reports 2020" von Strategy&, der

globalen Strategieberatung von PwC. Für neue Ownership-Modelle bietet der

europäische Markt im internationalen Vergleich das größte Wachstumspotential,

unterstützt durch hohe Anteile an aktiven und passiven Shared-Mobility-Angeboten

sowie eine zunehmende Nutzung von z.B. Auto-Abonnements. Das Marktvolumen für

Mobilitätsdienste, die das eigene Auto ersetzen, beträgt in Europa aktuell 127

Mrd. US-Dollar, wovon 17 Mrd. US-Dollar auf den deutschen Markt entfallen. Das

Umsatzpotential könnte sich europaweit bis 2035 mit 549 Mrd. US-Dollar mehr als

vervierfachen. Während der chinesische Markt trotz niedrigerer Kilometerpreise

bis 2035 ein Ertragspotential von bis zu 362 Mrd. US-Dollar bietet, bleiben die

USA weit hinter den beiden anderen Regionen zurück.

"Die Smart-Mobility-Strategie der EU-Kommission unterstreicht die Bedeutung

neuer Mobilitätsformen. Das könnte in den kommenden Jahren die Nachfrage nach

neuen Mobilitätskonzepten und die Bedeutung entsprechender Geschäftsmodelle

weiter erhöhen. Allein in Deutschland erwarten wir eine Verdopplung aktiver und

passiver Sharing-Mobilitätsdienste auf 45 Mrd. US-Dollar bis 2025", erläutert

Jonas Seyfferth, Director bei Strategy& Deutschland.

Die größte operative Marge entlang der Wertschöpfungskette erwirtschaften

Anbieter wohl weiterhin mit Leasing- und Mietangeboten (10 bis 15%), gefolgt von

Ride-Hailing mit einer Profitabilität von 7 bis 10%. Klassische Autoverkäufe

bieten im Vergleich Margen von 5 bis 7%, während mit Car-Sharing lediglich in

einzelnen Städten 5% Marge erreicht werden. Die Verteilung dieser Marge entlang

der Wertschöpfung ist aktuell noch eine große Herausforderung für profitable

Geschäftsmodelle. Für Verbraucher bewegen sich die Gesamtkosten pro Kilometer

(Total Cost of Mobility; TCM) von durchschnittlich 0,5 US-Dollar beim eigenen

Auto über 0,67 US-Dollar bei Leasing und 0,82 US-Dollar bei Abo-Services bis hin

zu 1,73 US-Dollar pro Kilometer bei Ride-Sharing und -Hailing.

Neben neuen Mobilitätskonzepten erleben auch alternative Antriebe weiteren

Aufwind: Eine hohe Kundennachfrage trägt zur zunehmenden Marktdurchdringung von

Elektroautos bei. Für OEMs machen Batteriezellen und -systeme zwar nach wie vor

den höchsten Anteil der Herstellungskosten von E-Antrieben aus, allerdings

bietet der Gesamtmarkt ein steigendes Umsatzpotential. Der chinesische Markt

alternativer Antriebe inklusive Batteriezellen und -systemen umfasst aktuell 20

Mrd. US-Dollar Umsatz und bietet ein potentielles Wachstum auf 314 Mrd.

US-Dollar im Jahr 2035. Aber auch der europäische Markt könnte sich von derzeit

18 Mrd. US-Dollar bis 2035 mehr als verzehnfachen (210 Mrd. US-Dollar). Trotz

erwarteter Kostenreduktionen pro kWh für große Autobatteriezellen und weiterer

Optimierungspotentiale sind Investitionen in technologischen Fortschritt seitens

der OEMs notwendig.

"Die COVID-19-Pandemie hat dazu geführt, dass einige Automobilhersteller ihre

Investitionen rund um die Dimensionen Connected, Autonomous, Smart und Electric

Mobility (CASE) im ersten Halbjahr 2020 um knapp zwei Drittel kürzen mussten.

Gleichzeitig setzten Risikokapitalgeber verstärkt auf die Transformation der

Automobilbranche und investierten insbesondere in intelligente

Mobilitätsdienste, während Technologiefirmen ihre Wetten auf Technologien rund

um vernetzte und autonome Mobilität erhöhten. Um die Umsatzpotentiale voll

auszuschöpfen, sind Automobilhersteller mehr denn je gefordert, ein

bestmögliches Nutzererlebnis voranzutreiben - sei es durch stärkere Vernetzung

im Fahrzeug oder durch Partnerschaften über verschiedene Mobilitätsformen

hinweg", schließt Jörg Krings, Co-Autor der Studie und Partner bei Strategy&

Deutschland.

Den ersten und zweiten Teil des "Digital Auto Reports 2020" finden Sie hier:

https://www.strategyand.pwc.com/de/digital-auto-report-2020.html

Die Veröffentlichung des dritten Teils zu organisatorischen Anforderungen folgt

im Januar 2021.

Methodik

Der quantitative Marktausblick bis 2035 basiert auf regionalen Strukturanalysen

und den Daten einer Befragung von 3.000 Konsumenten in Europa, den USA und

China. Für die qualitativen Prognosen wurden mehr als 60 internationale

Industrieexperten befragt, darunter Hersteller, Zulieferer, führende

Wissenschaftler und Branchenanalysten.

Über Strategy&

Strategy& ist die globale Strategieberatung von PwC. Wir entwickeln individuelle

Geschäftsstrategien für weltweit führende Unternehmen, basierend auf

differenzierenden Wettbewerbsfähigkeiten. Wir sind die einzige Strategieberatung

als Teil eines globalen Professional Services Netzwerks. Unsere Expertise

kombinieren wir mit Technologie und erarbeiten daraus eine passende Strategie,

die effizient umsetzbar ist. "Strategy, made real" heißt für uns, den digitalen

Wandel voranzutreiben, die Zukunft mitzugestalten und Visionen Wirklichkeit

werden zu lassen. 3.000 Strategieberater und mehr als 284.000 PwC-Mitarbeiter in

155 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen

Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und

Unternehmensberatung bei. Weitere Informationen unter

https://www.strategyand.pwc.com/de/de.html .

Pressekontakt:

Annabelle Kliesing

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PwC Strategy& (Germany) GmbH

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