Dass der Blick nach vorn spannender ist als der zurück, wird beim Schmökern im Geschäftsbericht 2020 von Pacifico Renewables deutlich, der am Donnerstag (17.6.) veröffentlicht wurde. Beim Zahlenwerk gab es gegenüber den vorläufigen Ergebnissen (vgl. PB v. 2.6.) nichts Neues.

Doch die Grünwalder gestatteten einen Blick in die Projekt-Pipeline. Nachdem sie bereits im Q1 einen 15,6 MW-Windpark erworben haben, soll der Portfolioausbau weitergehen: Ein Windprojekt in Polen mit einer Gesamtleistung von 51,8 MW steht genauso auf dem Zettel wie ein Solarpark in den Niederlanden, der 14 MW produziert. 2022 könnte das Geschäftsmodell dank der im März geschlossenen Partnerschaft mit Boom Power um den Wachstumsbereich Batteriespeicher erweitert werden – inklusive spannender Zukaufsmöglichkeiten. Den Kapitalbedarf beziffert Co-CEO Christoph Strasser auf 100 Mio. Euro. Bei einem 2020er-Umatz von 16,2 Mio. Euro ist das viel und macht eine Kapitalerhöhung wahrscheinlich, die der Aktie (39,00 Euro; DE000A2YN371) einen Dämpfer verleihen könnte. Den sollten Aktionäre angesichts dynamischer Wachstumsaussichten jedoch in Kauf nehmen.

Pacifico Renewables bleibt ein Kauf mit Stopp bei 29,75 Euro.

Quelle: Platow.de