PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Regierung kritisiert die geplanten Stellenstreichungen bei Airbus . Der Konzern habe in seiner Planung nicht alle staatlichen und betrieblichen Maßnahmen berücksichtigt, sagte der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Jean-Baptiste Djebbari, am Mittwoch dem Sender BFMTV. Mit andauernder Kurzarbeit könne man etwa 1500 Stellen retten, mit der Arbeit an einem umweltfreundlicheren Flugzeug 500. Er forderte Airbus dazu auf, so wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie möglich zu entlassen. Gleichzeitig betonte Djebbari, dass der Flugzeugbauer schwere Zeiten durchmache.

Airbus hatte am Dienstagabend angekündigt, wegen der Luftfahrt-Krise 15 000 Stellen weltweit zu streichen - darunter auch 5000 in Deutschland. In Frankreich beschäftig Airbus knapp 50 000 Mitarbeiter. Die französische Regierung hatte vor einigen Wochen ein milliardenschweres Hilfspaket für die gesamte Luftfahrtbranche aufgelegt. Eine Bedingung war dabei, dass bis 2035 ein CO2-neutrales Flugzeug entwickelt wird. In den kommenden drei Jahren sollen 1,5 Milliarden Euro für die Forschung und Entwicklung in umweltfreundliche Technologien investiert werden./nau/DP/stw