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Nachdem bereits die ersten Übernahmen im Biotechnologiesektor in den vergangenen Monaten über die Bühne gegangen sind, schwappt jetzt wieder deutlich mehr Geld in diesen Sektor.

Viele Bewertungen bei Biotechaktien haben schon deutlich zugelegt und die stattgefundenen Übernahmen waren bisher milliardenschwer. Mit der Übernahme von GW Pharmaceuticals für über 7 Milliarden USD fing es im Januar 2021 fulminant an und im März 2021 wurde für Genmark Diagnostic 1,8 Milliarden USD auf den Tisch gelegt. Nun putzen sich die Unternehmen; doch wer ist die nächste Braut für eine Übernahmehochzeit?

 

Milliardenmarkt Herzinsuffizienz/Herzschwäche

 

Herzinsuffizienz oder im Allgemeinen als Herzschwäche bezeichnet ist eines der häufigsten Krankheitsbilder des Herzens unserer heutigen Zeit. Bei Herzinsuffizienz bringt das Herz nicht mehr die volle Pumpleistung und damit ist die Nährstoffversorgung der Körperzellen nicht mehr vollständig sichergestellt. In Deutschland sind über 3,5 Millionen Menschen und in den USA + Kanada weit über 6 Millionen Menschen betroffen. Bereits heute leidet jeder zehnte Mensch über 60 Jahre an einer Herzschwäche und nun kommen Millionen von Menschen der Babyboomer-Generation genau in dieses Alter.

 

Ein Rückblick:

 

In den 50er und 60er Jahren wurde die Firma Lego groß, als die Babyboomer im Kindesalter waren. Als die Babyboomer erwachsen wurden und heirateten, erlebte die Baubranche ihren ersten Boom, weil die frisch Vermählten ihre Eigenheime gründeten. Mit zunehmendem Alter wuchs auch die Firma Fielmann heran, denn das Sehvermögen ließ nach und auch die Firma Kind wächst immer stärker, denn auch die Hörfähigkeit nimmt ab und Hörgeräte werden gebraucht. Da auch die körperliche Leistungsfähigkeit des Herzens abnimmt, will die kanadische Firma nun genau den Markt der Herzschwäche revolutionieren.

 

Revolution im Herzmedikamente Markt

 

Wie bereits festgestellt, steigen mit zunehmendem Altersdurchschnitt der Bevölkerung auch die Erkrankungen an Herzschwäche. Mit Betablockern, Herzkathetern, Implantation von Herzschrittmachern oder künstlichen Herzklappen konnte die Sterblichkeit der Betroffenen bereits deutlich gesenkt werden. Aber jeder Eingriff am Herzen, ob direkt per Operation oder indirekt durch Medikamente, beinhaltet auch ein Risiko. Die Operation am Herzen ist bereits Routine, aber dennoch ist sie nicht ungefährlich. Auch die Einnahme von Herzmedikamenten schlägt mit der Zeit auf andere Organe durch.

 

Genau diese negativen Nebeneffekte könnte das von international anerkannten Kardiologen geführte kanadische Unternehmen bewältigen, den entzündeten Herzmuskel sogar wieder beruhigen und damit die Herzkranzgefäße zur Reparatur anregen. Das klingt nahezu phantastisch und doch zeigen die Ergebnisse des Wirkstoffes CardiolRx™ des Biotechunternehmens Cardiol Therapeutics (WKN: A2PA9E ISIN: CA14161Y2006 Ticker: CT9) genau das.

 

 

Covid-19 Patienten - Phase II/III-Ergebnisstudie von CardiolRx™

 

Die präklinischen Ergebnisse und die Phase-I-Studie von Cardiol Therapeutics mit dem Wirkstoff CardiolRx™ waren bereits richtungsweisend. Wichtig war am Anfang, dass die Anwendung von CardiolRx™ keine Nebenwirkungen im menschlichen Körper hervorrufen. Meist haben viele pharmazeutische Produkte zwar einen unmittelbaren Nutzen für den Patienten, aber bei längerer Einnahme haben diese Mittel oftmals Nebenwirkungen auf andere Organe des Menschen, allen voran auf die Entgiftungsorgane Leber, Niere und Galle. Weder in der Präklinik noch in der Phase-I-Studie gab es bisher Nebenwirkungen auf diese und die anderen Organe, wohl aber sehr positive Beobachtungen bei den Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

CardiolRx™ kann vom Patienten oral wie auch subkutan angewendet werden, wobei die orale Anwendung eine höhere Bioverfügbarkeit bei Aufnahme mit einer Mahlzeit erzielt worden ist. Die subkutane Aufnahme ist nach den bisherigen Ergebnissen noch effizienter und transportiert den auf CBD-Basis entwickelten Wirkstoff viel schneller an das entzündete Herz. Somit könnte gerade bei akuten Herzentzündungen oder bei Herzinfarkten schnell eine Linderung der betroffenen und überstrapazierten Herz-Kranz-Gefäße erreicht werden.

 

Bisherige Ergebnisse

 

Bisher wurden bei den präklinischen Ergebnissen wie auch in der Phase-I-Studie folgende sehr gute Ergebnisse am Patienten erzielt:

- Reduktion von Entzündungen und Verbesserung der endothelialen Dysfunktion

- Reduktion des Zytokinspiegels bei Myokarditis (entzündliche Herzinsuffizienz)

- Reduktion der mit erhöhten Troponin-T-Werten verbundenen Herzschädigung

- Verbesserung der linksventrikulären Dysfunktion des Herzens und dadurch signifikante   

  Verbesserung des Blutflusses zu den lebenswichtigen Organen

- signifikante Verringerung der kardialen Fibrose (Vernarbung des Herzmuskels)

Diese sollen nun in der Phase II/III Studie noch genauer untersucht werden.

 

Aktuell werden für diese doppelblinde, placebokontrollierte Phase II/III Studie von Cardiol Therapeutics 422 Patienten rekrutiert. 211 Patienten werden dabei mit dem Medikament CardiolRx™ behandelt und 211 Patienten erhalten ein Placebo-Präparat. Die Zeitfolge der Beobachtung für die primären Wirksamkeitsaspekte sollen jeweils über 28 Tage betrachtet werden. Dabei wird u.a. die Gesamtsterblichkeit beider Gruppen, die intensivmedizinische Behandlung und ggf. der Einsatz von Beatmungsgeräten, Komplikationen am Herzen wie z.B. Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzinsuffizienz sowie Schlaganfall beobachtet.

 

Ab ins Depot

 

Der Wachstums- und der adressierte Milliardenmarkt für Herzmedikamente ist gewaltig. Sollte die Phase II/III Studie von Cardiol Therapeutics die bisher präklinisch gezeigte Wirksamkeit bestätigen, dann wird diese Aktie positiv explodieren. Das haben in den letzten vier Monaten die Übernahmeangebote von über 7 Mrd. USD für GW Pharmaceuticals durch Jazz Pharma oder Genmark Diagnostic durch Roche für 1,8 Mrd. USD gezeigt. Dieses Wertsteigerungspotenzial von Cardiol Therapeutics auf diesem Wachstumsmarkt sollte niemand links liegen lassen. Derzeit ist die Aktie von Cardiol Therapeutics für nur 2,78 Euro an den deutschen Börsen zu haben. Wie lange dies noch der Fall sein wird, werden die Marktteilnehmer entscheiden aber den potentiellen nächsten 10-Bagger unbeachtet zu lassen, könnten sich als Fehler des Jahre 2021 herausstellen. Zu Kursen unter 3 Euro sollte die Aktie weiter zugekauft werden.

 

 

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