Pfizer (WKN: 852009) gehört schon seit jeher zu den großen Pharmakonzernen, die am Finanzmarkt eine außerordentliche Stellung genießen. Mit dem Boom der Biotechs sowie zunehmenden Patentabläufen verblasste jedoch der Schein des Pharma-Giganten ein wenig.

Die Abspaltung des eigenen Generika-Geschäfts, das im Jahr 2020 unter dem Namen Viatris den Weg an die Börse fand, war nur ein erster Baustein auf dem Weg zu neuem Wachstum.

Mit der Abschaltung hat man sich schließlich von einem wachstumsschwachen Geschäft getrennt. Und genau solche Sparten drücken meist auch auf die Gesamtbewertung eines Konzerns.

Kooperation mit BioNTech ein Glücksfall

Als Glücksfall hat sich auch die Kooperation mit dem deutschen Biotechnologieunternehmen BioNTech (WKN: A2PSR2) erwiesen. BioNTech lieferte schließlich mit seinem Impfstoff Comirnaty den Game Changer der Corona-Pandemie.

Zu erwarten hat der Pharmakonzern mit Sitz in New York City aus dieser Kooperation nur Gutes: So ist die Nachfrage nach dem Impfstoff so hoch, dass zuletzt die Umsatzprognose für den Blockbuster erhöht wurde. Allein Pfizer erwartet im Jahr 2021 Umsätze durch Comirnaty in Höhe von 36 Mrd. US-Dollar.

Gemessen an den Gesamtumsätzen aus dem Geschäftsjahr 2020 von knapp 42 Mrd. US-Dollar handelt es sich um eine durchaus hohe Summe.

Der Blick auf die letzten Quartalszahlen von Pfizer

Der Blick auf die letzten Quartalszahlen kann dies nur bestätigen. So erhöhten sich die Umsätze im dritten Quartal 2021 um 130 % auf 24,1 Mrd. US-Dollar. Das Plus beläuft sich für die ersten neun Monate auf 91 %. 

Mit 57 Mrd. US-Dollar wurde im laufenden Jahr bereits mehr Umsatz geschrieben als im gesamten Jahr 2020. Der bereinigte Nettogewinn kletterte auf 19 Mrd. US-Dollar.

Milliardenübernahme ergänzt eigene Produktpipeline

Nun hat Pfizer mit der Milliardenübernahme des Biotechs Arena Pharmaceuticals zu einem Betrag von 6,7 Mrd. US-Dollar einen Weg beschritten, der seine eigene Produktpipeline aufbessern könnte.

Der Preis für eine attraktive Pipeline ist meist hoch – so auch bei Arena. Schließlich wurden in den ersten neun Monaten Umsätze bei Arena Pharmaceuticals von gerade einmal 282 Mio. US-Dollar in die Bücher geschrieben. Der Aufpreis bezieht sich also im Wesentlichen auf das Potenzial der Arena-Pipeline.

Trotz Chancen sollte man auch berücksichtigen, dass gewisse Risiken vorliegen: Sollte eine Marktzulassung fehlschlagen oder das Potenzial nicht gänzlich ausgeschöpft werden, so könnte eine Fehlinvestition vorliegen.

Angesichts der doch breiter aufgestellten Pipeline von Arena, die die Bereiche Gastroenterologie, Dermatologie und Kardiologie abdeckt, sollte man davon aber vorerst nicht ausgehen.

Darüber hinaus hat Pfizer angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie eine Sonderkonjunktur abzuarbeiten. Die Gewinne aus diesem durchaus lukrativen Geschäft könnten dabei helfen, dass der Konzern auch nach Corona den Kurs auf Wachstum hält.

Das alles ist natürlich noch Zukunftsmusik. Dennoch fangen Investoren an, nach ihr zu tanzen. Die Aktie ist auf Rekordkurs.

Der Artikel Pfizer mit Milliardenübernahme: Aktie auf Rekordkurs! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Pfizer. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Frank Seehawer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFSeehawer)


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