MANILA (dpa-AFX) - Die philippinische Regierung hat den Mitte März ausgerufenen Corona-Notstand bis September 2021 verlängert. Durch die Maßnahme solle die Ausbreitung des Virus in dem südostasiatischen Land unter Kontrolle gebracht werden, sagte Regierungssprecher Harry Roque am Freitag. Unter anderem ermöglicht der Notstand eine schnellere Bereitstellung von Geldern und Ressourcen während der Pandemie. Außerdem könnten die Behörden so die Preise für Grundnahrungsmittel sowie andere Waren überwachen und kontrollieren.

Der Inselstaat mit 107 Millionen Einwohnern ist das am schwersten von dem Virus betroffene Land in Südostasien, gefolgt von Indonesien. Bis Freitag stieg die Zahl der bestätigten Infektionen auf knapp 280 000. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde rund um die Hauptstadt Manila bestätigt. Mehr als 4800 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Die Regierung von Präsident Rodrigo Duterte hatte im März zunächst einen strikten Lockdown verhängt. Jedoch wurden seit Juni Lockerungen eingeführt, um die schwer angeschlagene Wirtschaft anzukurbeln./gal/cnf/DP/eas