Steht Gold vor einem neuen Aufwärtsimpuls? Platin mit Comeback!

Der Edelmetallsektor befindet sich in einer überaus interessanten Phase. Die große Überschrift könnte hierzu "Neuorientierung" heißen. Während Gold und Silber ihre knackigen Rücksetzer mittlerweile gut verkraftet zu haben scheinen und sich zuletzt wieder stabiler präsentierten, bahnt sich unter den Schwestermetallen Palladium und Platin ein Favoritenwechsel an. Während bei Palladium die Luft etwas raus ist, bastelt Platin eindrucksvoll an seinem Comeback.

Bleiben wir gleich bei Palladium und Platin. Die Hausse bei Palladium erreichte im März mit Preisen jenseits der 1.600 US-Dollar ein fast schon bedrohliches Ausmaß. Die Bewegung in den letzten Wochen und Monaten war beispielhaft für  die alte Börsenweisheit "Die Hausse nährt die Hausse". Auch bei Palladium hatte man zuletzt den Eindruck, dass die Aufwärtsbewegung ein Stadium erreicht hatte, in dem preisbelastende Nachrichten ausgeblendet wurden und nur die Jagd nach immer neuen Höhen das Handelsgeschehen bestimmte. Das Problem in solchen Übertreibungsphasen ist natürlich, dass zwar auf der einen Seite hier die "dicken" Gewinne winken, auf der anderen Seite aber niemand sagen kann, wie lange die Party noch andauern wird. Und beim Blick auf den Palladium-Chart wird deutlich, dass hier letztendlich einige mit einem "Kater" aufgewacht sein dürften. Aktuell zeigt Palladium im Bereich von 1.310 bis 1.430 US-Dollar aber Ansätze einer Bodenbildung.

Platin hat hingegen einen großen Schritt in Richtung charttechnischer Befreiung unternommen. Der Ausbruch über den massiven Widerstandsbereich von 875 US-Dollar (hier thronte bekanntlich bis vor kurzem ein eindrucksvolles Mehrfachhoch) könnte das Ende einer mehrmonatigen Bodenbildungsphase markieren. Noch müssen wir an dieser Stelle den Konjunktiv bemühen, denn die (finale) Bestätigung blieb bislang aus, denn hierzu müsste aus charttechnischer Sicht der Bereich 900 / 915 US-Dollar überwunden werden. Ein erster Versuch scheiterte kürzlich, aber noch befindet sich Platin in Reichweite zu diesem Widerstandscluster. Auf der Unterseite gilt es hingegen, einen Rücksetzer unter die 875 US-Dollar zu vermeiden...

Gold konnte zuletzt durchatmen. Nach dem knackigen Rücksetzer ist das Edelmetall mittlerweile dabei, einen Boden auszubilden. Die von uns in vorherigen Kommentaren thematisierte zentrale Unterstützung im Bereich von 1.280 US-Dollar hielt dem Druck stand. Mittlerweile hat sich das Edelmetall wieder über die 1.300 US-Dollar vorgewagt. Maßgeblichen Anteil an der jüngsten Erholung bei Gold hatte die Entwicklung des US-Dollar. Seit dem US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag schwächelt der Greenback ein wenig. Somit ließ der Druck vom Devisenmarkt auf das Edelmetall nach. Diesbezüglich könnte es jedoch heute neue Impulse geben, denn in den USA stehen die aktuellen Daten zu den US-Verbraucherpreisen an. Eine Ausweitung der US-Dollar-Schwäche könnte Gold weiter stimulieren. Aus charttechnischer Sicht ist der Sachverhalt klar: Gold muss über die 1.325 US-Dollar und darf nicht unter die 1.280 US-Dollar.


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