Auch wenn Wasserstoff-Aktien derzeit korrigieren, zeigen doch viele neue Projekte, dass der Sektor weiterhin stark wachsen sollte.

So möchte beispielsweise die spanische Stadt Madrid bis 2026 etwa 1.000 seiner Taxis mit Wasserstoff betreiben. Sie sind Teil einer 100-Mio.-Euro-Investition in das Taxi-as-a-Service-Projekt, an dem verschiedene spanische Unternehmen mitwirken. Madrid greift dabei auf Toyotas (WKN: 853510) Brennstoffzellenmodell Mirai zurück.

Um die Fahrzeuge mit Wasserstoff zu versorgen, wird Madrid einen 10-Megawatt-Elektrolyseur installieren. Er wird über eine 20-Megawatt-Solaranlage mit erneuerbarer Energie gespeist.

1. Plug Power mit neuem Wasserstoff-Projekt

Plug Power (WKN: A1JA81)-Aktien korrigierten in den vergangenen Monaten aus verschiedenen Gründen stärker. Doch zuletzt gab es wieder eine Positivmeldung. So wird das Unternehmen als Teil seiner Nordamerika-Strategie nun in Camden County (Georgia) eine neue Wasserstoff-Produktionsanlage bauen. Sie soll zukünftig den gesamten Südosten der USA mit grünem Wasserstoff versorgen.

Die tägliche Produktionskapazität wird bei 15 Tonnen grünem Wasserstoff liegen. Mit ihm sollen vor allem Transport- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge versorgt werden. Die Investitionskosten liegen bei 84 Mio. US-Dollar, wobei mindestens 24 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der zur Wasserstoff-Produktion benötigte Strom wird von Okefenokee Rural Electric Membership bezogen und komplett aus erneuerbarer Energie bestehen. Plug Power möchte bis 2025 täglich über 500 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und so den Verkehr in Nordamerika versorgen.

2. Enapter plant Elektrolyseur-Massenproduktion

Das Heidelberger Unternehmen Enapter (WKN: A255G0) möchte zukünftig Elektrolyseure automatisiert in Masse produzieren. Deshalb hat es nun mit dem Bau einer entsprechenden Anlage begonnen. Bei seinen Bemühungen wird Enapter durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (Nordrhein-Westfalen) mit 9,36 Mio. Euro unterstützt.

Enapter setzt auf die Anionenaustauschmembran-Technologie, die als kosteneffizienteste Elektrolyse-Technologie gilt. Politik und Wirtschaft möchten so eine kostengünstige grüne Wasserstoff-Produktion erreichen.

3. Rolls-Royce setzt auf Brennstoffzellen

Der britische Antriebssystem-Hersteller Rolls-Royce (WKN: A1H81L) möchte zukünftig bei Brennstoffzellen-Anwendungen eine Vorreiterrolle übernehmen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Brennstoffzellen-Technologie einen großen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten wird. Deshalb sieht Rolls-Royce es als seine Aufgabe an, eine Vorreiterrolle bei Brennstoffzellen-Anwendungen zu übernehmen“, so der Vorstandsvorsitzende Schell von Rolls-Royce Power Systems.

Zu Demonstrationszwecken wird im Werk Friedrichshafen gerade ein 250-Kilowatt-Brennstoffzellen-Projekt verwirklicht. Die Inbetriebnahme des Demonstrators ist für die zweiten Jahreshälfte 2021 vorgesehen. Zu den vorführbaren Anwendungen gehören Dauerstromversorgung, Notstromversorgung, unterbrechungsfreie Stromversorgung und die Schwarzstartfähigkeit (Systemstart ohne äußere Stromzufuhr).

4. BayoTech beliefert Wasserstoff-Tankstellen

GrennCore und Loop Energy (WKN: A2QQCC) gaben kürzlich eine Kooperation zum Bau von mehr als 1.500 Ladepunkten und Wasserstoff-Tankstellen bis Ende 2026 bekannt. Der dafür benötigte Wasserstoff wird durch BayoTech geliefert.

Das Unternehmen produziert ihn in räumlicher Nähe zu den Tankstellen, wodurch lange Transportwege entfallen. Selbst die Ladestationen werden mit Strom versorgt, der mithilfe von Wasserstoff-Brennstoffzellen produziert wird. So werden die Energienetze entlastet.

Der Artikel Plug Power-Aktie, Enapter-Aktie, Rolls-Royce-Aktie und BayoTech mit Wasserstoff-News ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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