Schon seit Juni letzten Jahres geht es für das Plug Power Papier nahezu stetig bergauf. Doch mit diesem plötzlichen Aktienboom der letzten Tage hätten die Anleger wohl nicht gerechnet. Um satte 92 Prozent gewinnt der Titel an Wert. Grund dafür ist ein Deal mit dem französischen Automobilhersteller Renault

Wasserstoff-Trend in der Autoindustrie 

Die Automobilindustrie möchte seit einiger Zeit immer umweltschonender werden. Eine immer beliebter werdende Methode hierbei ist, auf Wasserstoffantriebe zurückzugreifen. 

Als einer der größten Automobilhersteller der Welt möchte nun auch der Franzose auf diesen Trend aufsteigen und beschließt die Kooperation mit dem Experten für Brennstoffzellen Plug Power. Ein Zusammenschluss, worüber sich die Investoren freuen.

50/50 Joint Venture

Laut dem in Boulogne Billancourt ansässigen Autogiganten wurde der Deal bereits am Dienstag geschlossen. Bis Mitte des Jahres 2021 soll die Unternehmenskooperation mit einer Aufteilung von 50 zu 50 erfolgen. Dabei wird das Ziel verfolgt, schon bald 30 Prozent  wasserstoffbetriebener leichter Nutzfahrzeuge in Europa zu haben. 

Milliardensumme fließt in die Wasserstoff-Bewegung

Der Wirtschafts- und Finanzministers Bruno Le Maire kündigte schon letztes Jahr an, dass Frankreich auf lange Sicht circa sieben Milliarden Euro in die Wasserstofftechnik investieren will, um klimafreundlicher zu werden.

Plug Power Aktie aktuell

Profitieren vom, in Frankreich angekommenen, Wasserstoff-Hype kann jetzt die Plug Power Aktie. Zuletzt schoss sie um 13,13 Prozent auf 57,97 Euro nach oben. Die Renault Aktie hingegen verliert gegenwärtig 1,67 Prozent und notiert bei 36,28 Euro. 

Renault Zukunftsplan: “Renaulution” á la Luca de Meo

Der Italiener Luca de Meo ist seit Sommer 2020 Geschäftsführer von Renault und verfolgt nun eine die folgende Strategie. Der Auto-Experte möchte künftig mit seinem Unternehmen weniger auf die Massenproduktion setzen. Stattdessen soll der, durch die Pandemie gebeutelte, Konzern sich mehr auf die Rendite konzentrieren. 

Schon morgen möchte der CEO dazu seinen Plan mit dem Namen “Renaulution”, was wohl eine Kontamination von Renault und Revolution sein soll, vorstellen. Bereits im letzten Jahr waren diesbezüglich der Abbau von weltweit 15.000 Stellen und Kosteneinsparungen von rund 2 Milliarden Euro im Gespräch.