WARSCHAU (dpa-AFX) - Der Präsident der polnischen Notenbank, Adam Glapinski, hat sich strikt gegen einen Beitritt Polens in die Eurozone ausgesprochen. "Es gibt keine guten Argumente für den Euro", sagte Glapinski am Mittwoch auf einer Konferenz in Warschau. Eine Einführung des Euro in Polen würde "hohe Kosten und vage Vorteile" mit sich bringen.

Der Notenbankchef machte deutlich, dass er die ökonomische Sicherheit des Landes weniger durch die Einführung des Euro als gewährleistet ansieht, als vielmehr "durch eine starke Wirtschaft, starke Militärallianzen und durch die Qualität der Regierung". Glapinski hatte sich bereits in der Vergangenheit gegen eine Einführung des Euro in Polen ausgesprochen.

Das osteuropäische Land gehört nicht zur Eurozone, bezahlt wird in der Landeswährung Zloty. Die Aussagen des Notenbankchefs decken sich in etwa mit jüngsten Äußerungen des Chef der polnischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PIS), Jaroslaw Kaczynski. Der hatte knapp einen Monat vor der Europawahl vor der Einführung des Euro gewarnt. Seine Einschätzung würde ein Beitritt zur Eurozone die polnische Wirtschaft bremsen./jkr/bgf/fba