KIEW (dpa-AFX) - Trotz eines Waffenstillstands sind in der Ostukraine bei neuen Kämpfen vier Regierungssoldaten getötet worden. Zwei weitere seien verwundet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am Freitag mit. Stellungen von Regierungseinheiten seien bei dem Ort Schumy im Donezker Gebiet von prorussischen Separatisten mit Mörsern und schweren Maschinengewehren beschossen worden.

Die Aufständischen warfen wiederum der Regierungsseite vor, ihre Positionen unweit der Stadt Horliwka beschossen zu haben. Armeeangaben zufolge sei das Feuer "erwidert" worden.

Teile der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze werden seit knapp sieben Jahren von Separatisten kontrolliert, die Russland unterstützt. UN-Schätzungen nach sind bislang mehr als 13 000 Menschen getötet worden. Ein 2015 mit deutsch-französischer Vermittlung vereinbarter Friedensplan wurde nur in Ansätzen umgesetzt.

Seit Ende Juli 2020 gilt ein neuer Waffenstillstand zwischen den Konfliktparteien. Dennoch verzeichnete die Armee seit Jahresbeginn mindestens 21 Tote und mehr als 40 Verletzte. Donezker Angaben zufolge seien im selben Zeitraum mindestens 19 Kämpfer und ein Zivilist getötet worden./ast/DP/mis