KIEL (dpa-AFX) - Nach der Einführung eines Bußgeldkatalogs hat die Polizei in Schleswig-Holstein kaum Verstöße gegen Corona-Auflagen festgestellt. "Die Lage ist ruhig. Die Bürger sind sehr besonnen und halten sich an die Hinweise", sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Die meisten Menschen befolgten die Regeln und blieben zuhause.

Am Freitag hatte das Landeskabinett einen Bußgeldkatalog beschlossen. Einreise-Verstöße kann die Polizei mit 150 bis 500 Euro ahnden. Wer sich im öffentlichen Raum aufhält mit mehr als einer nicht im Haushalt lebenden Personen muss zum Beispiel 150 Euro bezahlen.

Die Polizei hatte angekündigt, an den Übergängen zu den Inseln und in Naherholungsgebieten wie der Elbmarsch am Hamburger Rand oder an den Stränden von Nord- und Ostsee müssten Bürger mit Kontrollen rechnen. Es werde mehr Streifen geben.

Wegen der Pandemie herrscht vorerst bis 19. April ein Einreiseverbot nach Schleswig-Holstein für Touristen, Tagesausflügler und Zweitwohnungsbesitzer. Dies gilt zudem für Einreisen zu Freizeit- oder Fortbildungszwecken oder aufschiebbare Maßnahmen der medizinischen Versorgung, Vorsorge oder Rehabilitation./gw/DP/fba