Powertap Hydrogen Capital (WKN: A3CSCE) (vormals Clean Power Capital) arbeitet vorrangig an dem Ziel, in Nordamerika ein Wasserstoff-Tankstellennetz aufzubauen. Im Unterschied zur Konkurrenz möchte Powertap den Wasserstoff direkt vor Ort produzieren und so lange Transportwege vermeiden.

Powertap-Tochter mit Neuerfindung

Doch nun gab das Unternehmen eine Neuerfindung bekannt, die erneuerbare Energien noch effektiver machen könnte. So hat die Powertap-Tochtergesellschaft Advanced Electrolyzer Systems (AES) ein Verfahren entwickelt, dass die Wasserstoff-Rückgewinnung aus Erdgaspipelines und damit überschüssiger erneuerbarer Energie ermöglicht. Die AES-Technologie ist einzigartig und bereits patentiert.

Damit könnten die Probleme der Netzinstabilität und Speicherung von erneuerbarer Energie sowie dessen Verwendung in weit entfernten Regionen gelöst werden. Stromversorger beklagen schon heute die Gefahr einer Stromnetzinstabilität. Bei ausschließlicher Nutzung von erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne, nimmt das Problem weiter zu.

Bisher wird auf sehr viel erneuerbare Energie verzichtet, weil sie in Überschussphasen nicht gespeichert werden kann. Dies bedeutet einen enormen Energie- und finanziellen Verlust. Zudem kostet die Stabilisierung der Netze zusätzlich sehr viel Geld. Allein Kalifornien geht von bisherigen Einbußen von über 100 Mio. US-Dollar aus. Powertap hat eine Wasserstoff-Rückgewinnungs-Lösung entwickelt, die auf einen großen Bedarf stößt.

„Der entscheidende Vorteil unserer Technologie besteht darin, dass sie den Wasserstoff direkt am Ort der Nutzung gewinnt und damit die Kosten für den Wasserstofftransport und die damit verbundenen Sicherheitsprobleme eliminiert“, so das Unternehmen.

Der in Erdgaspipelines gespeicherte Wasserstoff soll einen Volumenanteil von etwa 10 % besitzen. „Jede Mrd. Kubikmeter Erdgas, die 10 % Wasserstoff enthält, entspricht 100 Mio. Kubikmeter Wasserstoff“, rechnet Powertap vor. Die AES-Technologie ist nach Angaben des Unternehmens kostengünstig und skalierbar, was zwei Grundvoraussetzungen für einen großen Erfolg sind.

Bisher hat sie Powertap Hydrogen Capital etwa 5.000 Stunden auf dem Prüfstand getestet. Nun wird sie an einer Erdgaspipeline vorgeführt. Das Unternehmen geht aufgrund seiner bisherigen Ergebnisse von einer zügigen Marktreife seines Produktes aus.

Zwar muss sich Powertaps neue Erfindung erst noch in der Praxis beweisen, aber sie könnte die Probleme der Sonnen- und Windenergie lösen. Zudem ist in vielen Ländern bereits ein Erdgaspipeline-Netzwerk vorhanden, sodass keine neue Infrastruktur geschaffen werden muss.

Aktien sind spekulativ

Bisher ist die Powertap-Aktie allerdings mehr Spekulation als Investment. Das Unternehmen erzielt bisher kaum Umsätze und nur Verluste. Sie ist daher eher eine Wagniskapital-Anlage, mit der ein großer Gewinn, aber auch ein Totalverlust möglich sind. Das Unternehmen hofft, vom neuen großen amerikanischen Infrastruktur-Programm profitieren zu können. Es sieht ebenfalls Investitionen in den Wasserstoff-Sektor vor.

Powertap Hydrogen Capital sucht aber auch außerhalb Nordamerikas nach Kunden. So wurde im August 2021 in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Viridian Hydrogen UAE eine Partnerschaft zum Aufbau eines Wasserstoff-Ökosystems geschlossen.

Der Artikel Powertap-Aktie: Hat das Unternehmen gerade einen Multi-Milliarden-Markt erschlossen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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