HANNOVER (dpa-AFX) - Steigende Preise haben die deutschen Rohstoffimporte im vergangenen Jahr massiv verteuert. Insgesamt seien 418 Millionen Tonnen an Rohstoffen importiert werden - nach 416 Millionen Tonnen ein Jahr zuvor, teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe am Donnerstag in Hannover mit. Die Ausgaben dafür stiegen allerdings erstmals sei vier Jahren wieder, und zwar um knapp 19 Prozent auf 162,3 Milliarden Euro. 52 Prozent der Importe entfielen auf Energierohstoffe wie Öl oder Gas, 46 Prozent auf Metallrohstoffe, der Rest waren Nichtmetalle.

Gleichzeitig gewinnt den Angaben zufolge Recycling an Bedeutung: 52 Prozent des Aluminiums, 41 Prozent des Kupfers und 43 Prozent des Rohstahls stammten aus sogenannten sekundären Rohstoffen. Dabei geht es beispielsweise um den Zukauf von Schrott und Abfällen.

Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich laut Bundesanstalt auf 177,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 8,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Der Wert der eigenen Rohstoffproduktion lag 2017 bei 12,3 Milliarden Euro nach 11,7 Milliarden Euro ein Jahr zuvor./tst/DP/jha