MUMBAI (dpa-AFX) - Der Handelskonzern Metro will für den schon länger spekulierten Verkauf des indischen Geschäfts laut einem Pressebericht einen Milliardenbetrag einstreichen. Für die 31 Cash & Carry-Großmärkte von Metro seien mehrere mögliche Käufer angesprochen worden, dabei sei es um einen Kaufpreis zwischen 1,5 und 1,75 Milliarden US-Dollar (knapp 1,7 Mrd Euro) gegangen, hieß es in einem Bericht der indischen Wirtschaftszeitung "The Economic Times" am Freitag. Das Blatt beruft sich auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Unter den angesprochenen Firmen sollen sich der US-Einzelhandelsriese Amazon und der thailändische Konzern Charoen Pokphand befinden, aber auch der indische Händler Reliance Retail.

Der Konzern äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. Die indische Zeitung zitierte einen Unternehmenssprecher, der generell auf einen ständigen Prozess der Bewertung von Aktivitäten in verschiedenen Märkten verwies, auch in Indien. Darüber hinaus wolle das Unternehmen "Gerüchte und Spekulationen" nicht kommentieren.

Metro ist seit 2003 im Land vertreten. Wegen harter Konkurrenz hat Metro aber zuletzt bereits geprüft, wie es in Indien weitergehen soll - nun ist dem Medium zufolge die Entscheidung zum Verkauf gefallen. Das "Handelsblatt" hatte bereits im Januar berichtet, Metro bereite den Rückzug aus Indien und auch aus Belgien vor. In Indien seien hohe Investitionen nötig, daher werde ein strategischer Partner gesucht./men/mis/eas